Scan 288
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1fach ausgezeichnet worden. Die Firma lautet jetzt J. Hardie & Sons, doch hat er alle Geigen allein gemacht.
3JAMES HARDIE & Son,
4MAKERS
5117 NICOLSON STREET
6EDINBURGH 1890
8Made by James Hardie & Sons
9Violin Makers
10Edinburgh 18..
12Hardie, Matthew. — Edinburgh. Geb. 1755 in Edinburgh, † 30. Aug. 1826.
14Einer der bedeutendsten schottischen Geigenmacher, den man auch gern den schottischen Stradivari nennt. Er war vermutlich von Hause aus Kunsttischler oder Modelleur und dürfte ein Schüler von John Blair gewesen sein, der später mit ihm arbeitete. Er scheint eine echte Arbeit von Stradivari gekannt zu haben, die er fortan nachahmte. Wenn Hart sagt, dass er Amati copirt hat, so scheint dies auf einem Irrthum zu beruhen. Obwohl er sehr fleissig war, kam er in seinem Alter doch in Vermögensverfall, er soll einige seiner besten Geigen im Schuldgefangniss gemacht haben und starb schliesslich im Armenhause. Seine Geigen sind sorgfältig gemacht und klingen gut, nur der dünn aufgetragene Spirituslack von gelbbrauner Farbe ist unscheinbar. Wenn Vidal von ihm kurz sagt: »lutherie ordinaire« so thut er ihm offenbar Unrecht. H. war auch ein trefflicher Lehrer, wie die grosse Zahl seiner tüchtigen Schüler beweist.
16Made by
17Mat. Hardie & Son
18Edinburgh.
20Matthew Hardie
21Edinburgh 1809.
23Hardie, Peter. — Dunkeld. Geb. 1775, † Nov. 1863 in Dunkeld.
25Er war der Sohn eines Regimentsarztes und studierte in Edinburgh, wo er durch seinen Vetter Matthew Hardie darauf gebracht wurde, sich dem Geigenmachen zu widmen. Er wurde Schüler seines Vetters und hauptsächlich Willie Blair's. Er hat viele Violinen und Violoncelli gemacht, seine Arbeit ist der von Matthew H. sehr ähnlich, nur ist die Wölbung bei ihm viel höher und die Durchführung weniger sorgfältig. Die Schnecken erinnern an die von Ruddiman. Hardie war ein vorzüglicher Geiger und hat auch componirt. Er gebrauchte statt der Zettel nur eine Brandmarke: P. Hardie.
27Hardie, Thomas. — Edinburgh. Geb. 1804, † 19. Jan. 1856.
29Sohn und Schüler von Matthew H., dessen Modell er beibehielt, doch ist die Durchführung und der Lack oft besser bei ihm; leider aber trocknete er das Holz im Backofen, so dass seine Geigen, die neu recht gut klangen, jetzt wenig Ton haben. Er war sehr talentvoll, ergab sich aber dem Trunk, und sein Tod war die Folge eines Sturzes über die Treppe seines Hauses, als er wieder betrunken war.
31Thomas Hardie Fecit,
32Edinburgh, Anno 1845
34Repaired by Thomas Hardie
35Castlehill, Edinburgh 1856
37Hare, John. — London. Anf. d. XVIII. Jahrh.
39Viele halten John und Joseph Hare für eine und dieselbe Person, was aber bei der auffälligen Verschiedenheit der Arbeit nicht angängig ist. John ist entschieden der Aeltere. Er wohnte im gleichen Hause wie später Joseph, aber
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