Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 108

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

52 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 104. See the scan on archive.org.

1Diehl, Nikolaus Louis. — Hamburg. 1860.
2† 1876
3Sohn von Jakob Diehl. Er studierte die alten Meister gut und ist der Verfasser von »Die Geigenmacher der italienischen Schule«. (Seit 1864 in mehreren Auflagen erschienen.)
5Diehl, Philipp. — Stühlingen. 1867
6Ist mir nur durch einen vom April 1867 datierten Reparaturzettel bekannt.
8Diehl (Dil), Simon. — Mannheim. † 1758
9Man darf ihn als den Stammvater der heute noch blühenden Geigenmacherfamilie ansehen. Er wurde als »Instrumentenmacher« am 12. Februar 1757 zum Hofkalkanten bei der Hofmusik mit einem Gehalte von 250 fl. angestellt, starb aber schon im darauffolgenden Jahre. (Großh. L.-Archiv in Karlsruhe.)
11Diener, Ferdinand. — Graslitz. Anfang des 19. Jahrhunderts
12Seine Geigen klingen nicht schlecht, sind aber handwerksmäßig durchgeführt.
14Diener, Franz. — Graslitz. Geb. 10. April 1790, † 3. Febr. 1866
15Sohn und Schüler von Josef I Diener. Wenn er auch hauptsächlich billige Geigen machte, so war er doch recht geschickt und sorgfältig in seiner Arbeit. Von 1854 bis etwa 1856 lebte er in Karlsbad, wo um dieselbe Zeit auch ein Friedrich Diener gearbeitet haben soll.
16Geigenzettel: Franz Diener fecit Graslitz / 1852 (gedr.).
18Diener, Friedrich (Gottfried). — Graslitz. Geb. 10. Okt. 1791
19Sohn des Instrumentenmachers Anton D. Einer der geschicktesten Geigenmacher aus seiner Familie. Er hatte ein gefällig aussehendes Modell, hellbraunen Lack und verarbeitete gutes Holz. Außen am Boden seiner Geigen findet sich der Brandstempel Fried. Diener. Er hielt auf sorgfältige Arbeit, seine Geigen klangen gut, und so war er der erste, der es wagen durfte, einen höheren Preis als die ortsüblichen »90 Kreuzer für das Stück« zu fordern.
21Diener, Gottfried. — Graslitz. 1780. 1784
22In einer mittelmäßigen Viola mit Buchenboden und unscheinbarem braunen Lack stand im Innern der Decke sein Name. Er war mit Rosina geb. Stark verheiratet. Sein 1784 geborener Sohn wurde später Musselinweber.
24Diener, Ignaz I. — Graslitz. Geb. 1. Nov. 1820 in Graslitz
25Sohn und Schüler von Franz D. Nachdem er ausgelernt hatte, machte er als Gehilfe große Reisen durch Österreich-Ungarn, Deutschland, Frankreich und Rußland und ließ sich dann in Graslitz nieder. Obwohl er recht geschickt war, kam er doch auf keinen grünen Zweig, arbeitete hauptsächlich für Händler und verbrachte seinen Lebensabend im Versorgungshaus zu Schönau. Er war nie verheiratet und ist der Letzte seines Stammes.
27Diener, Ignaz II. — Graslitz. Geb. 19. Okt. 1833
28Seine Geigen waren für ihren billigen Preis recht gut.
30Diener, Joseph I. — Graslitz. Geb. um 1760, † um 1840
31Er soll bei einem Hüller gelernt haben, dessen Tochter Rosina er vor 1789 heiratete. Seine Geigen sind den besseren gleichzeitigen vogtländischen Arbeiten nahestehend; nur ist bei ihm das Holz gewöhnlich schöner.
32Geigenzettel: Joseph Diener fecit / Graslitz Böhmen 18 . . (gedruckt).
34Diener, Joseph II. — Graslitz. Geb. 23. März 1831, † nach 1885
35Sohn von Friedrich D. Seine Geigen und Gitarren sind nicht schlecht, wenn auch keine Kunstwerke.
36Geigenzettel: Joseph Diener, Geigen- / und Guitarrenmacher in Graslitz 1869 (gedruckt).
38Diepenryck, Ludwig van. — Antwerpen.
39Wurde 1558 Freimeister der Gilde, lebte noch 1589
40Er war als »Clavecingelmaker« eingetragen, hat aber auch Lauten usw. gemacht.
42Diericxen, Jan. — Antwerpen. 1558. 1574
43Nur als Clavecinmacher bekannt, doch wird er, wie alle seine Zunftgenossen, wohl auch Lauten gemacht haben. 1574 wird er bezeichnet als die »Eersamen persoon, meester Jan Diericxen, clavesingelmaker«.
45Dieterich, Michel. — Birklingen. 1815
46Wurde mir nur durch seinen Reparaturzettel bekannt.
47Geigenzettel: Reparirt von Michel Diete- / rich, Geigenmacher zu / Birklingen pro 1815 (geschrieben).
49Diettrich, Johann Gottlieb. — Saupsdorf, Sebnitz. Geb. 1851 in Saupsdorf in Sachsen
50Zuerst kam er bei dem Klaviermacher Karl Schmidlin in die Lehre; später ging er zu G. Tiefenbrunner nach München und zu Kriner nach Landshut und erlernte bei diesen Zithern- und Geigenmachen. Nach zehn Wanderjahren ließ er sich 1879 in seinem Geburtsort nieder und verlegte seine Werkstatt später nach Sebnitz. Seine Geigen macht er nach einem eigenen Modell, das ihm in der unteren Hälfte mehr Resonanzfläche darbietet, doch ist die Form so ungewöhnlich, daß bei aller Anerkennung des Tonwertes die Musiker seine Geigen nicht gerne spielen. Da er fortwährend neue Versuche macht, ist vielleicht noch etwas von ihm zu erwarten.
51Geigenzettel: Johann Gottlieb Diettrich / Instrumentenmacher / Sebnitz (gedruckt).

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