Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 116

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

65 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 112. See the scan on archive.org.

1Drouet-Koël. — Valence
2Mittelmäßiger französischer Geigenmacher des 19. Jahrhunderts.
3Geigenzettel: Raccomodé par Drouet-Koël / A Valence / département de la Drôme (gedruckt).
5Drouin, Charles. — Mirecourt. 1897. 1900
6Geigenfabrikant, Besitzer der Marke: »Chipot-Vuillaume«.
8Drouin, Claude. — Nancy. † 24. Aug. 1637
9Bisher nur von A. Jacquot erwähnter Meister.
11Drouin, Étienne. — Mirecourt. 1878
12Sorgfältig arbeitender Mirecourter Geigenmacher. Lehrer von Brugère.
14Droulot (Drouleau). — Paris. 1788. 1800
15Wahrscheinlich aus Mirecourt stammend. In Paris wohnte er Rue du Temple Nr. 35. Gewöhnliche, aber gute Arbeit, gelbbrauner Lack. Er war bekannt als Ververtiger des »Rhythmometers«.
17Drouyn, Dimanche. — Paris. Ende des 17. oder Anfang des 18. Jahrhunderts
18Jedenfalls zur Mirecourter Familie Drouin gehörig und ein naher Verwandter von Claude Drouin in Nancy. Er ist mir nur durch eine Taschengeige, die im South Kensington Museum ausgestellt war, bekannt geworden.
20Duarte
21Eine portugiesische Instrumentenmacherfamilie. Antonio Duarte lebt in Porto, Ant. Duarte-Mendes in Figueira da Foz. Beide machen hauptsächlich Mandolinen und Gitarren.
23Dubois, B. — Paris. 1834
24Er war Kontrabassist der Oper und hat einige Instrumente aus Liebhaberei gemacht. Er war vermutlich auch der Erfinder des »Violontenors«, einer Geige, deren Saiten eine Oktave tiefer gestimmt waren als die der Violine.
26Dubois, Pierre. — Mirecourt. 1748
27Er wird in den Urkunden als Maler und Geigenmacher bezeichnet.
29Dubreuil, E., war in Lisieux (Dép. Calvados) ansässig
31Dubrowin. — Swenigorod. 1881
32Einer der vielen, die russische Nationalinstrumente bauen. Im Jahre 1881 hatte er eine Gitarre in Moskau ausgestellt.
34Dubuisson. — Rouen. 1708
35Sein Name kommt in den Zunftakten vor, Arbeiten von ihm kennt man aber nicht.
37Ducfell, John. — ?
38Eine Geige dieses sonst unbekannten Meisters weist der Selhofsche Auktionskatalog (1759) auf. Der Name dürfte falsch gelesen sein und hieß vielleicht sogar Dürfell (Dörffel)?
40Duchêne (Duchesne), Nicolas. — (Mirecourt? Paris?) 1742. 1772
41Er führte die Hausmarke »A la ville de Crémone« und gibt oft Paris als Ursprungsort an. Sein Modell ist sehr schlank, die Wölbung flach, die Zargen hoch, die Schnecke sehr groß, die F-Löcher langgestreckt und wenig geschweift; der Einschnitt in den F-Löchern für den Stegpunkt ist sehr schief. Das Holz der Oberdecke ist stark und schön; die Jahre stehen gleichmäßig einen Millimeter voneinander ab. Der Lack ist dunkel gelbbraun, die Einlagen sind fein mit breitem Rand, der Ton weich und angenehm. Er führte die Brandmarke: NICOLAUS DUCHESNE / A PARIS. Eine Violine von ihm besitzt J. Hirschler in Unter-Ägeri, eine andere C. Stoeber in Würzburg. Ein zweiter Nicolas Duchêne war Bogenmacher, von ihm weiß man nur, daß er im Jahre 1783 aus Mirecourt weggzogen ist.
43Duchêne. — Paris. 1850
44War 1854 auf der Münchener Ausstellung gut vertreten.
46Duchêne, Jean-Baptiste-Colin. — Nancy. Geb. um 1815 in Nancy, † 25. Jan. 1889
47Ein Luthier, der eine gute Schule durchgemacht und mit seinen Geigen Erfolg gehabt hat. Er gebrauchte meist geschriebene Zettel und eine Brandmarke: »Colin Duchêne«. — Sein Enkel ist Ch. Résuche in Bordeaux.
49Ducheron, Matthieu (Mathurin). — Paris. 1700. 1730
50Arbeiten von ihm kommen selten vor und sind ohne Kunstwert.
51Geigenzettel: Matthieu Ducheron à Paris / 1711 (gedr.). — Mathurin Ducheron, à Paris, / 1714 (geschrieben).
53Duchesne s. Duchêne
55Duclos, Nicolaus. — Barcelona. 1759. 1764
56Wahrscheinlich ein eingewanderter Franzose, wofür schon seine Arbeit spricht. Seine Geigen schließen sich an italienische Vorbilder an; er schnitzte hübsche Köpfchen (Löwen, Engel usw.) am Wirbelkasten und machte auch Mandolinen. Eine Nonnengeige von ihm besitzt das Konservatorium in Brüssel (Nr. 427). Er soll 1766 noch in Madrid gearbeitet haben.
57Geigenzettel: Abb. 171.
59Ducoq. — 1838
60Mittelmäßiger Geigenmacher.
61Geigenzettel: Ducoq fecit / Heræ 1838 (geschrieben).
63Dünkel, Bernhard. — Magdeburg. Geb. 4. Juli 1833 zu Trochtelborn bei Erfurt
64Noch als Stabstrompeter übernahm er im Jahre 1867 F. Haases Instrumentenhandlung und führte sie bis 1888 fort. Er hatte auch eine Reparaturwerkstatt, hat aber schwerlich selbst Geigen gebaut.

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