Scan 125
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Lauten und Theorben. Eine solche von 1713, reich geschmückt mit Schnitzwerk und Malerei, bewahrt das Staatsmuseum in Åbo (Finnland), eine andere von 1729 besitzt das Musikhistorische Museum in Stockholm. Dasselbe Museum besitzt auch eine in ein Violoncello umgearbeitete Tenorviola da Gamba und einen Kontrabaß. In der Sammlung Hammer war sein Name auf einem Reparaturzettel zu finden, und eine Viola da Gamba ist in der Kopenhagener Sammlung zu sehen.
2Geigenzettel: Ionas Elg: / Me fecit in / Stockholm / 1718 (geschrieben). — Jonas Elg Fecit / Holmiae Anno 1729 (gedruckt). — Jonas Elg / Renovavit / Holmiae / 1730 (gedruckt) und Abb. 196.
4Elgas (Ellgas), Georg Paul, lebte um 1760 in Graslitz
6Elgas, Josef. — Schönbach bei Eger. 1826
7Unter den besseren Geigenmachern seines Heimatorts aus dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts wird auch er genannt.
9Ellersieck, Albert. — Rostock, Greiz, Berlin. Geb. 1843 in Magdeburg
10Er war ursprünglich Musiker, erlernte durch Selbststudium den Geigenbau und ließ sich zunächst, 1878, in Rostock als Geigenmacher nieder; 1895 siedelte er nach Greiz und 1900 nach Berlin über. Er bildete sich ein eigenes großes Modell, das er jedoch nach Fertigstellung der siebenten Geige wieder aufgab. Seitdem baut er fast ausschließlich nach dem großen Stradivari-Modell. Anfangs zog er gelbroten Spiritus-, später mageren Öllack vor. Er versteht es sehr gut, das alte Aussehen seiner Vorbilder nachzuahmen, und ist auch bekannt als guter Saitenmacher. Er erhielt auf sechs Ausstellungen Preise.
11Geigenzettel: Albt Ellersieck / Atelier für Kunstbau von Streichinstrumenten / Rostock i/M. 1892 (gedr.).
13Ellersieck, Hellmuth. — Christiania. Geb. 1886 in Rostock
14Sohn von Albert E. Er lernte von 1900—1903 in Markneukirchen, wo er seine Gesellenprüfung mit Auszeichnung ablegte. Er arbeitete dann bei Friedel in Berlin und ging nach Beendigung seiner Militärzeit zu Hjorth nach Kopenhagen, wo er sechs Jahre lang blieb. Im Sommer 1914 kam er nach Christiania, wo er nach J. Rummelhoff Hansens Tod dessen Werkstatt übernahm und sein ebenbürtiger Nachfolger geworden ist.
16Elliot, J. O. — Norungen (Elfsborgs län, Schweden). 1897
17Ein geschickter Dilettant, der in seinen Mußestunden Geigen macht.
19Elsler (Elster), Johann Joseph. — Mainz. 1717. 1750
20Ein seinerzeit hochgeschätzter Meister, der mit Joh. Ulr. Eberle auf einer Stufe steht. Seine Arbeit ist sehr sauber, das Holz, namentlich der Decken, meist recht gut; seine Geigen nähern sich dem Stainermodell; am besten gelangen ihm aber doch Violen und Gamben. Sein Lack ist gelbbraun. Eine siebensaitige Baßviola aus dem Jahre 1728 mit einem Frauenköpfchen am Wirbelkasten aus der Sammlung Snoeck (Nr. 487) findet sich in Berlin. Eine Gamba von 1730 besitzt Alfred Keil in Lissabon. Eine Altviola von ihm befindet sich in der Sammlung Galpin (Hatfield).
21Geigenzettel: Joannes Joseph. Elsler / Lauten und Geigenmacher / Meyntz 1717 (gedruckt).
23Elst, Aert (oder Arnold), van der. — Antwerpen. 1576. 1579
24Er kommt 1576 und in den folgenden Jahren in den Gilderegistern zwar nur als Clavecinmacher vor, doch soll es ein Bildnis von ihm geben, auf dem er eine Theorbe in der Hand hält.
26Embergher, Luigi. — Rom. 1898. 1910
27Lebt als Saiteninstrumentenmacher in Rom und gilt als der beste römische Mandolinenmacher.
29Emde, J. F. Chr. — Leipzig. Geb. 1806, † nach 1874
30In seinen jüngeren Jahren machte er einige Geigen, die saubere Arbeit zeigen, wenn sie auch weder im Holz oder Lack noch im Ton über die Mittelmäßigkeit hinauskommen. Beim besten Willen konnte er eben nicht ersetzen, was ihm an Talent fehlte. So wurde er mit der Zeit sehr pedantisch und suchte in Nebensachen das Heil seiner Kunst. Er schwor darauf, daß der Leim nur über einem Holzkohlenbecken gekocht werden dürfe; statt des Leimpinsels gebrauchte er ein in seine Fasern zerklopftes Rohrstückchen; das Anwärmen der zu leimenden Holzteile durfte gleichfalls nur über dem Kohlenfeuer geschehen, so daß alle Fugen angeraucht wurden. Er verarbeitete niemals vorgearbeitetes Geigenholz, sondern sägte alles, selbst die Zargen, vom Holzklotz mit einer Handsäge und hielt auch seine Gehilfen mit Peinlichkeit an, in gleicher Weise zu arbeiten. Besser war er im Wiederherstellen und Ausbessern alter Geigen und hatte deshalb ziemlich viel Zulauf. In seinen letzten Jahren war er immer kränklich und mißmutig und konnte selbst nicht mehr arbeiten, aber er hielt sich den ganzen Tag in der Werkstatt auf, um seine Gehilfen scharf zu überwachen. Sein Sohn und Schüler Th. Franz E., geb. 1837, starb 1874.
31Geigenzettel: J. F. Chr. Emde / Bogen—Instrumentenmacher in Leipzig / Verfertigt 1840 (gedruckt).
33Emerson, Elijah. — Boston
34Amerikanischer Geigenmacher der Gegenwart.
36Emery, Jean. — Genf. 1722
37Bisher nur durch den von P. de Wit veröffentlichten Zettel bekannt.
38Geigenzettel: Fait à Geneve / par Jean Emery / Maitre Luthié. / l’An 1722 (gedruckt).
40Emiliani, Francesco de. — Rom. 1704. 1736
41Er arbeitete gut im Stile Tecchlers und bevorzugte eine hohe Wölbung, bei kleinen Violinen aber nahm er die
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