Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 133

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

70 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 129. See the scan on archive.org.

1Faruzi, Francesco. — Venedig. 1853
2Hauptsächlich mit dem Ausbessern alter Geigen beschäftigt, hat er nur selten neue Instrumente gebaut.
4Fasanaro (Fasanari), Luigi, lebt in Neapel
5Fasani, Giovanni. — Brescia. Geb. um 1785, † um 1850
6Er stellte 1831 eine Violine nach Stradivari aus und machte auch alle anderen Bogeninstrumente. Seinem Zettel nach stammt er aus Cremona.
7Geigenzettel: Jo. Fasani Cremonensis / restauravit Brixiae an. 1832 (gedruckt).
9Fassauer-Ferron, Gustav. — Chicago. 1912. 1914
10Guter amerikanischer Musikinstrumentenmacher und Händler.
12Faßmann, Gustav. — Magdeburg. Geb. 12. Nov. 1858 in Tagewerben, † 27. Dez. 1893
13Er erwarb 1888 das Geschäft von Bernhard Dünkel und war Geigen- und Bogenmacher. Seine Arbeit war handwerksmäßig gut, verriet aber keine Künstlerschaft.
15Faßmann, Ludwig Ernst. — Magdeburg. 1894
16Nach dem Tode seines Bruders Gustav F. übernahm er dessen Geschäft, in welchem er jedoch den Schwerpunkt auf die Herstellung von Blechinstrumenten legte.
18Fattorini, Francesco. — Finale Emilia. 1854
19Ein Dilettant, der einige Kontrabässe gebaut hat.
21Fauger, Henri. — Cognac. 1900
22Ein Musikinstrumentenhändler, der auch eine Geigenmacherwerkstatt besitzt.
24Faure, Toussaint. — Lyon. 1555. 1564
25Er wird als Instrumentenmacher bezeichnet und dürfte daher auch Lauten und Violen gebaut haben, obwohl sich bis jetzt nichts Näheres über ihn erfahren ließ.
27Faust, Georg. — Prag (Altstadt). 1588
28Ein Lautenmacher aus Büchel (Bühl) in Baden. Er wurde 1588 am Montag nach hl. Veit (15. Juni) Prager Bürger.
30Faustino. — Lucca. Modena. 17. Jahrhundert
31Er wird in einem Gedicht von Angelini di Pierre erwähnt:
32»Fracassate chitarre e violini
33Furono a Faustin natio Lucchese
34Ch’essere ripenti ea suo’ confini
35Escito, e aver cambiato il suo paese.«
36Valdrighi Nr. 1007.)
38Fautrouillot, François. — Mirecourt. 1751. † 1774
39Bisher nur urkundlich nachgewiesen.
41Favrot s. Fevrot
43Faye. — Angoulême (Dép. Charente). 1895, † vor 1900
44»Luthier« vom Ende des 19. Jahrhunderts, dessen Geschäft die Witwe fortsetzte und dann dem Sohn übergab. Jetzt heißt die Firma »Vve Faye fils«.
46Febvre (Febbre) s. J. B. Léfèbvre
47Fedeli, Giuseppe. — Foligno. 19. Jahrhundert
48Es gibt Geigen mit seinem Namen, doch scheint er sich fremder Mitarbeit ausgiebig bedient zu haben.
50Feierabend, Leo. — Engelberg (Obwalden). 1848. 1855
51Ein braver Schweizer Geigenmacher, der hauptsächlich im Ausbessern alter Instrumente tüchtig war.
53Feiger¹) s. Syller
55Feilnreiter, Franz. — Wien. Geb. um 1785, † 17. April 1866
56Seine Geigen sind brav gearbeitet, vorzüglich gelangen ihm aber seine Kontrabässe, die er braun lackierte. Da ihm sein Lack wohl selbst nicht gefiel, ließ er seine besseren Geigen bei N. Sawitzki lackieren. Der Lack dieser Geigen ist gelblich und bedeutend schöner als der seiner Bässe. Er verwendete auch F. F. als Brandmarke (Nr. 20).
57Geigenzettel: Franz Feilnreiter / Geigen- und Guitarmacher / in Wien / auf der Laimgrube No. 180 (gedr.). — Gemacht von F. Feilnreiter / Gefirnißt von N. Sawitzki (gedruckt). — Abb. 203.
59Feilnreiter, Georg. — Wien. Geb. um 1820, † 25. Dez. 1878
60Braver Wiener Geigenmacher ohne Eigenart, dessen Violinen zu derb im Holz sind und daher wenig Ton haben. Dagegen hat er sehr gute Kontrabässe gebaut. Er war auch ein tüchtiger Musiker und als Baßgeiger Mitglied der Hofoper. Eine Geige von ihm besitzt das Stift Klosterneuburg.
62Feilnreiter, Johann. — Wien. Geb. um 1789, † 26. Okt. 1867
63Wahrscheinlich ein Bruder von Franz F. Geigen von ihm kommen selten vor und sind nicht hervorragend in der Arbeit.
65Feilnreiter, Leopold. — Wien. 1888. † 1904
66Er war hauptsächlich Musiker und hat schwerlich das Geigenmachen regelrecht erlernt. Er wurde jedoch Nachfolger von Georg F., dessen Sohn er gewesen sein dürfte. Seine Geigenreparaturen waren stümperhaft, am brauchbarsten waren noch seine Kontragitarren. Er war in dem Wiener Vorort Penzing ansässig.
67Geigenzettel: Leopold Feilnreiter / Geigenmacher Penzing / Postrase (sic) reparirt / No. 100 ano. 1888 (geschr.).
69¹) In einigen Werken kommt der Name Feiger vor, der durch schlechtes Lesen des Wortes »Geiger« entstanden ist.

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