Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 149

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

50 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 145. See the scan on archive.org.

1Forster, William I. — Brampton. Geb. um 1713, † 4. März 1801
2Sohn von John F. Er nennt sich auf seinen Zetteln zwar ausdrücklich Geigenmacher, war aber gleich seinem Vater eigentlich Spinnraddrechsler und hat auch als Spielmann sein Brot verdient. Seine Geigen sind roh gearbeitet und haben schlechten Spirituslack, klingen aber meist gut.
3Geigenzettel: William Forster / Violin Maker / in Brampton (gedruckt).
5Forster, William II. (»Old Forster«). — London. Geb. 1739 in Brampton, † 14. Dez. 1808 in London
6Sohn von William I F., dessen Schüler er sowohl als Büchsenmacher wie als Geigenmacher und Musiker war. Mit etwa 20 Jahren kam er nach London und arbeitete zunächst gelegentlich für Händler, bis er sich so viel erspart hatte, um seine eigene Werkstatt zu eröffnen. Er ist ein vorzüglicher Meister gewesen und unstreitig der bedeutendste aus seiner Familie. Er ahmte von 1762—1772 Stainer und dann die Amati nach und besaß einen trefflichen Lack; wenn er auch den edlen Ton seiner Vorbilder nicht erreichte, so übertraf er sie doch sehr oft in der Klangfülle. Die englischen Sammler und Musiker achten seine Arbeit der Stainerschen gleich, und namentlich seine Violen und Violoncelli erreichen hohe Preise. — Es gibt auch einige sehr gute Bässe von ihm, die er mit Vorliebe violoncelloförmig baute. Sein noch erhaltenes Tagebuch ist ein wertvolles Dokument zur Geschichte des Geigenbaus. Eine von ihm im Jahre 1800 gebaute Violine besitzen W. E. Hill & Sons.
7Geigenzettel: William Forster, / Violin Maker / in St. Martin’s Lane London / 1779. (gedruckt).
9Forster, William III. (»young Forster«). — London. Geb. 7. Jan. 1764, † 24. Juli 1824
10Sohn und Schüler von William II F. Er kam in Arbeit und Lack seinem Vater sehr nahe und stand in hohem Ansehen. Er heiratete im Jahre 1786 und hatte zwei Söhne, die beide Geigenmacher wurden.
11Geigenzettel: William Forster Junr / Violin, Violoncello, Tenor & Bow-Maker / 1809 also music No 43 / to their Royal Highness the / Prince of Wales and the Duke of Cumberland (gedruckt).
13Forster, William IV. — London. Geb. 14. Dez. 1788 in London, † 8. Okt. 1824 in Cheltenham
14Ältester Sohn von William III F. Schüler seines Vaters und seines Großvaters. Er war hauptsächlich Reparateur, arbeitete einige Zeit bei Th. Kennedy und hat höchstens 12—15 neue Instrumente gebaut, von denen nur zwei oder drei Violinen und ein Violoncello als gute Arbeiten gelten können. Es kommen übrigens nicht selten gewöhnliche Fabriksgeigen vor, in die er seinen Zettel geklebt hat.
15v. Lütgendorff, Geigen- und Lautenmacher. Bd. II
17Forstner. — Geigenmacherfamilie in Schönbach b. E.:
18Forstner, Johann, ist als Halsschnitzer tätig
19Forstner, Martin, ebenso
20Forstner, Vincenz, war Geigenmacher und als solcher schon 1826 in der Innung
22Fortier. — Rouen. 1708
23Ein »Luthier«, von dem nur der Name dadurch bekannt wurde, daß er von der Zunft verklagt wurde, er arbeite ohne Meisterbrief.
25Foucher, Teilhaber der 1866 gegründeten Geigenmacherfirma Haynes, Foucher & Co. in London
27Fouquet s. Lecomte
29Fourier, G. — 1893
30Vermutlich ein Mirecourter, vielleicht nur ein Händler.
31Geigenzettel: Lutherie artistique / G. Fourier 1893 (gedruckt).
33Fourneau. — Paris. Um 1780
34Wenig bekannter Geigenmacher, der zwar ganz brav zu arbeiten verstand, aber einen schlechten Lack verwendete.
36Fourrier s. Nicolas
37Geigenzettel: Abb. 228, 229.
39Fox, Joseph. — Leeds. 1855. 1862
40Ein Maschinenbauer, der aus Liebhaberei Geigen machte und — abgesehen vom Lackieren — seine Geigen so gut zu machen verstand, wie irgendein zunftgemäßer Geigenmacher.
42Fracei, Pietro. — Pescia. 1816
43Wenig bekannter Italiener, der nicht allzu sorgfältig arbeitete, dessen Geigen aber immerhin wertvoll sind. Er bevorzugte ein schmales, an Jos. Guarnerius erinnerndes Modell und machte breite Einlagen und zierliche Schnecken. Besonders schön ist sein goldorange-gelber Lack. Gottfr. Glaser in Wiesbaden besitzt eine Violine von ihm mit einem ausgesucht hübschen kleingeflammtten Boden.
45Fraiser, Giorgio. — Cremona. Geb. 1648. 1666
46Wahrscheinlich ein Tiroler, der 1666 in der Werkstatt N. Amatis arbeitete.
48Français, Henri. — Paris. Geb. in Mirecourt 26. Nov. 1861
49Schüler von A. Darte, später kam er zu Lullier in Boulogne-sur-Mer und 1880 zu Gand & Bernardel. Er arbeitete 22 Jahre lang bei der gleichen Firma und wurde am 1. Juli 1901 mit Caressa zusammen Nachfolger von Gustave Bernardel. Er arbeitet nach Lupot in den Traditionen der Werkstatt, erhielt schon 1897 in Brüssel eine goldene Mitarbeitermedaille und ist seit 1911 Officier de l’instruction publique.

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