Scan 16
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1spiele seines Vaters folgend, Geigenmacher zu werden. Natürliches Talent und Handgeschicklichkeit kamen ihm dabei sehr zustatten, und nachdem er sich 1865 selbständig gemacht hatte, kam er bald zu Ansehen und galt schließlich als einer der besten amerikanischen Geigenmacher seiner Zeit; er wurde als solcher auch von den besten europäischen Geigern, die nach Amerika kamen, anerkannt und hat auch zahlreiche Ausstellungsmedaillen erhalten. Er arbeitete hauptsächlich nach einem großen Modell und verwendete altes, amerikanisches Holz. Er kopierte auch Stradivari, Guarneri und andere ältere Meister, machte allerlei Erfindungen (Kinnhalter, Maschinen zum Saitenüberspinnen, Saitenmesser usw.) und hatte viele Medaillen. Außer seinem Zettel1) gebrauchte er auch eine Brandmarke. (C. F. Albert Philada [in einem Oval].)
2Geigenzettel: Abb. 4.
4Albert, Charles F. jun. — Philadelphia. Geb. 1869
5Sohn, Schüler und Nachfolger von Charles F. Albert, dem er in der Arbeit gleichkommt. Er gebraucht den Zettel, den sein Vater seit 1881 verwendete.
7Albert, John. — New York, Philadelphia. 1848. 1887
8Ursprünglich Advokat in Baden. 1848 flüchtete er sich nach Amerika, wo er Geigenmacher wurde. Seine Arbeit ist gut.
10Albert, Eugen J. — Philadelphia. 1885—1902
11Jüngerer Sohn von John A. Auf der Ausstellung in New Orleans 1885 erhielt er den ersten Preis; in Chicago war er mit einer guten Baßgeige vertreten.
13Albert, Léon. — ?
14Geschätzter französischer Geigenbauer des 19. Jahrhunderts, der ein amatisiertes Stradivari-Modell nachahmt.
16Alberti, Ferdinando. — Mailand. 1737. 1760
17Er wohnte erst in der Contrada Larga und dann in der Contrada del Pesce und hatte die Krone (»Segno della Corona«) zum Ladenschild, die vorher Giovanni II. Grancino geführt hat, dessen Geschäftsnachfolger er also vermutlich war. Seine Arbeit erinnert an die der Grancini, er ist aber nur ein Meister dritten Ranges. Geigen von ihm kommen selten vor, sind mittelmäßig in der Arbeit, manchmal gut im Holz und haben gelben Lack. Er verwendete verschiedene, nur wenig voneinander abweichende Zettel. Eine Violine von ihm (von 1741) besaß J. Müller in Schönbach.
18Geigenzettel: Ferdinando Alberti fece in Milano / nella Contrada del Pesce al Segno / della Corona. A. 1745 (gedruckt).
20Alberti, Guglielmo. — Arezzo 1877
21Italienischer Geigenmacher ohne Eigenart.
231) Bis 1871 nur geschriebene Zettel: Made by C. F. Albert.
25Albertini, Carlo. — Mailand. 19. Jahrhundert (Water und Sohn.) Eine Gitarren- und Mandolinenfabrik, in der ausschließlich sog. lombardische Mandolinen gemacht werden. Sie nimmt den Ruhm für sich in Anspruch, die älteste in Italien zu sein, die lombardische Mandolinen herstellt.
27Albertis, Peter de (»Pietro Alberto«). — Rom. 1578, lebte 1598 noch
28Ein geborener Flamländer, der sich zu Rom »in Parione« als Lautenmacher niederließ und dort sehr geschätzt wurde. G. Masetti, der Agent des Hauses Este in Rom, rühmt ihn in einem Briefe ganz besonders. Von seinem Leben ist wenig bekannt, nur so viel, daß er 1582 von dem deutschen Lautenmacher Peter Pfanshel zum Testamentsvollstrecker ernannt wurde und von ihm dafür eine Ebenholz-Laute vermachte erhielt. Er war auch der Schwiegervater von Matteo Buckenberg. Eine seiner Archilauten italienischen Stiles aus dem Jahre 1598 besitzt W. Heyers Musikhistorisches Museum in Köln, eine Mandore Antoine Gautier in Nizza. Der Zettel in letzterem Instrument ist nicht vollständig, die Ortsangabe zeigt nur noch den ersten Buchstaben; Vidal las statt R… ein B und machte kurz entschlossen »Bologna« daraus.
29Geigenzettel: Petrus Albertus 1598 (gedruckt). — Petrus Albertus / faciebat R(omæ) (gedruckt).
31Alberto, Andrea di. — Rom. 1608
32Ein vlämischer Lautenmacher, der in der Via dei Luitari wohnte; er war vermutlich ein Sohn des 1598 noch erwähnten Peter de Albertis. Vielleicht war Giorgio Alberto, der Verfertiger einer Taschengeige, die sich in Heyers Musikhistorischem Museum in Köln befindet, sein Sohn. Eine Ortsangabe fehlt zwar ebenso wie eine Jahreszahl, die Arbeit gehört jedoch wohl noch dem 17. Jahrhundert an.
34Albinus. — ?. 14. Jahrhundert
35Einer der ältesten Lautenmacher, dessen Heimat man jedoch nicht kennt, wenn auch anzunehmen ist, daß er in Italien ansässig war. Die ihm zugeschriebenen Violen haben zumeist einen gitarrenförmigen Körper. (Vgl. Valdrighi.)
37Albrecht, Johannes. — Krems. Geb. 1766 in Oberneustift, † 7. Dez. 1828 in Krems
38Er war der Nachfolger von Magnus Anton Fichtl, dessen Witwe Marianne er am 16. Juni 1793 heiratete. Nach deren Tode ging er 1806 eine zweite und 1813 eine dritte Ehe ein. Seine Arbeit ist im ganzen etwas handwerksmäßig, aber doch noch gut zu nennen.
39Geigenzettel: Johannes Albrecht / me fecit Cremsii 1826 (gedruckt). — Johannes Albrecht / fecit Krems 1808 (gedruckt).
41Albrecht, Melgior. — Hamburg. 1797
42Da sich bisher keine Arbeiten von ihm nachweisen ließen, steht nicht fest, ob er Klaviere oder Lauten und Geigen gebaut hat. Man weiß von ihm nur, daß er am 5. Mai 1797 als »Instrumentenmacher« Bürger von Hamburg wurde.
Makers on this page
- Albert, Eugen J.
- Albert, Léon
- Alberti, Guglielmo
- Albertis, Peter de (»Pietro Alberto«)
- Albrecht, Johannes
- Albrecht, Melgior
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