Scan 169
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Giacometti, Gianbattista (gen. »Del Violino«).—Rom. 1586
2Man kennt ihn wohl nur als Erbauer von Harfen (Doppelharfen), doch läßt sein Beiname mit einiger Sicherheit darauf schließen, daß er auch Geigen gemacht hat.
4Giacomo. — Chioggia. 1346
5Ein alter Lautenmacher, dessen Namen Valdrighi (3963) mitteilt.
7Giamberini.
8Von dieser Familie kommt 1701 in Florenz ein Alessandro G. als Lautenmacher vor, der als Sohn eines Giovanni G. bezeichnet wird; ferner von etwa 1770 an ein Simone oder Simeone G., der auch gute Geigen gemacht hat. Sein Modell weist Einzelheiten auf, die mehr an die Tiroler als an eine italienische Schule erinnern. Der Lack ist goldgelb und von guter Beschaffenheit, die Einlage ziemlich breit. Möglicherweise sind beide Nachkommen des um 1550 erwähnten Giovanni Lodovico Giamberini in Ferrara.
10Gianni, Alessio. — Modena (Montagne). 1793
11Man kennt einige wenige, leidlich gut klingende Geigen von ihm, die aber wenig ansprechend in ihrer Arbeit sind.
13Gianoli, Domenico. — Mailand. 1731
14Ein Nachahmer der Cremoneser und als solcher nicht ungeschickt.
16Gianotti, Achille
17Lebte um 1872 in Sarzano und soll gute Reparaturen ausgeführt haben.
19Gibbs, James. — London. 1800. † um 1845
20Er arbeitete hauptsächlich für J. Morrison, George Corsby und Samuel Gilkes, unter deren Namen daher auch die meisten seiner Arbeiten gehen.
22Gibertini, Antonio. — Parma, Genua. 1797. 1850
23Seinerzeit erfreute er sich eines gewissen Ansehens, und selbst Paganini vertraute ihm seine Geigen zum Ausbessern an. Er ahmte die Guarneri mit Geschick nach und hatte einen dunkelroten, etwas dicken Lack, der noch immer recht gut genannt werden darf. Nach 1833 war er in Genua ansässig. Er erfand einen Mechanismus, den er »zur Erhöhung der Tonfülle« in den Geigen anbrachte, und der manche Ähnlichkeit mit der Sprengerschen Tonschraube hat. Sein Name wurde in weiteren Kreisen zuerst durch Francesco Antolinis Broschüre gegen Galbusera bekannt, da in dieser sein Loblied gesungen wurde.
24Geigenzettel: Restauró e corresse nell anno 1839 in Genova / Antonio Gibertini di Parma / Premiato più volte in Milano con Medaglia etc. (gedruckt). — Antonio Gibertini / (Tier-Vignette) Parma 18 . . (gedruckt).
26Giberton, Giuseppe (gen. Paninino). — Modena. 1829
27Ein Dilettant, der sich in allerlei »Künsten« versuchte, so als Feuerwerker, als Tischler und Geigenmacher — überall mit dem gleichen Mißerfolg.
29Gibl, Laurenz. — Prag. Anfang des 17. Jahrhunderts
30Ein Lauten- und Geigenmacher, von dem nichts Näheres bekannt ist.
32Giboreau. — Lüttich
33Giboreau, Auguste und Giboreau, Désiré-Alphonse-Dieudonné (geb. 27. April 1866) leben als »Luthiers« in ihrer Vaterstadt.
35Gibson, Frank. — Boston. 1908. 1912
36Amerikanische Geigenmacherfirma der Gegenwart.
38Gidl s. Gedler
40Giehrl, Lorenz. — Amberg (Bayern). Geb. 10. April 1813, † 2. Juni 1892
41Schüler von Thumhart in Amberg. Nachdem er einige Jahre hindurch in verschiedenen Werkstätten gearbeitet hatte, machte er sich in Amberg als Geigenmacher und Musikinstrumentenhändler ansässig. Während seiner vierzigjährigen Tätigkeit hat er eine Anzahl von sehr sauber nach Amati gearbeiteten Geigen gemacht. Am Wirbelkasten brachte er gerne einen Löwenkopf an. Eine sehr gute Geige von ihm besitzt das Amberger Lehrerseminar. Seltener kommen Violen und Zithern von ihm vor.
42Geigenzettel: Lorenz Giehrl / Saiten-Instrumentenmacher in Amberg / 1865 (gedruckt).
44Gigli, Giulio Cesare. — Rom. 1721. 1762
45Wahrscheinlich ein Sohn oder Enkel des 1640 in Rom vorkommenden Zimbelmachers Giovanni Giglio. Wenn er im ganzen auch nicht zu den hervorragendsten Meistern gehörte, so machte er doch einige sehr gute Geigen nach Amati, die in ihrem rotgelben Lack und ihrer Arbeit für ihn sprechen. Besonders seine Violoncelli sind lobend hervorzuheben. Viele seiner Arbeiten sind jetzt unter »berühmten« Namen im Handel. Das Musikhistorische Museum von W. Heyer in Köln besitzt eine violinförmige Taschengeige (Violino piccolo) Nr. 757 von ihm, die nicht ohne Verdienst ist.
46Geigenzettel: Abb. 252.
48Gilbert, Jeffery James. — Peterborough. Geb. 16. Aug. 1850 in New Rowney (Kent, England)
49Einer alten, angesehenen kentischen Familie entstammend und ursprünglich für einen anderen Beruf bestimmt, hatte er im Geigenbau keinen eigentlichen Lehrer. Wohl war sein Vater (geb. 1814) ein begeisterter Musikfreund, der als Dilettant einige gute Violoncelli machte, und von ihm erhielt er die ersten Unterweisungen. Nachdem er sich einmal mit dem Geigenbau beschäftigt hatte, verlegte er sich mit Feuereifer
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- Giacometti, Gianbattista (gen. »Del Violino«)
- Gianni, Alessio
- Gianoli, Domenico
- Gibbs, James
- Gibertini, Antonio
- Giberton, Giuseppe (gen. Paninino)
- Gibson, Frank
- Giehrl, Lorenz
- Gilbert, Jeffery James
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