Scan 177
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
39 lines. Read by computer on 3 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 173. See the scan on archive.org.
1Meister wurde, gnädig ausfiel, und »da er ein sehr armer Mann« war, wurde ihm Ratenzahlung bewilligt. Das Zunftbuch bemerkt, daß er seine Schuldigkeit getan, wodurch sein Bürge Conrad Adam Schönfelder der Bürgschaft ledig wurde. Er soll viel auf Reisen gewesen sein.
3Gözel (Götzel), Johann Georg. — Geb. in Wernitzgrün nach 1730, † ?
5(no line here) one of two readings
6Jüngster Sohn des Joh. (Hans) Conr. G. Er wurde am 14. Mai 1761 in die Neukirchener Zunft als Meister aufgenommen.
8Gözel (Götzel, Götz), Johann Gottfried. — (Mark-)Neukirchen. 1677. † vor 1710
9Der Stammvater der Familie, der aus Graslitz nach Neukirchen übersiedelte und unter den Gründern der dortigen Zunft als »Johann Gottfriedt« angeführt wird. Es scheint also, daß die volkstümliche Form des Namens Gottfried (Götz, Götzel) allmählich zum Familiennamen geworden ist. Die Familie machte sich dann in Wernitzgrün seßhaft.
11Gözel (Götzel), Johann Wilhelm. — Wernitzgrün. Geb. um 1725
12Sohn und wohl auch Schüler von Johann Conrad G. Er wurde am 26. Mai 1747 von der Neukirchener Zunft als Meister aufgenommen und erlegte hierfür die für Meistersöhne übliche Gebühr, obwohl nicht nachzuweisen ist, daß sein Vater als Meister in die Zunft eingeschrieben war.
14Götzl, Josef Christof, lebte um 1900 als Geigenmacher in Wien
15Goffredsen s. Gotfredsen
16Gofriller, Antonio. — Venedig. 1730
17Er wird zwar mehrfach erwähnt, doch gelang es mir nicht, irgendein Instrument von ihm zu erfragen.
18Geigenzettel: Antonio Gofriller / fece in Venezia 1730 (gedruckt).
20Gofriller, Francesco. — Venedig, Udine. 1960. 1740
21Bruder von Matteo G. Da er hauptsächlich als Mitarbeiter seines Bruders tätig war, sind selbständig ausgeführte Geigen von ihm sehr selten, die wenigen aber sehr gut und gelbbraun lackiert.
23Gofriller (Goffriler, auch Gafriller), Matteo. — Venedig. 1690. 1742
24Wahrscheinlich ein Tiroler aus Lajen, der wohl schon in seiner Heimat gelernt hat, weshalb seine ältesten Geigen in der Wölbung auch mehr an die Tiroler als an die italienische Schule erinnern. Er scheint bei Carlo Bergonzi, vielleicht auch bei Stradivari selbst gearbeitet zu haben; beiden kommt er sehr nahe. Seine Arbeit ist musterhaft, in der Wahl des Holzes ist er sorgfältig, der Boden ist meist nach der Schwarte geschnitten, bei den Violoncelli aus schön geflammtem Ahorn-, seltener aus Pappelholz. Die F-Löcher sind gut, die Schnecke tief und schwungvoll gestochen. Besonders schön ist sein roter Lack. Der Ton ist sehr edel, namentlich sind seine Violoncelli Meisterwerke ersten Ranges, und es erscheint glaubwürdig, daß viele davon als »echte Carlo Bergonzi« in den Handel gebracht wurden. Diesem Umstand ist es zuzuschreiben, daß M. Gofriller leider nicht so berühmt ist, als er es zu sein verdiente. Werke von ihm sind in verschiedenen Sammlungen, so u. a. eine Gamba von 1709 und eine Geige 1742 in W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln. Eine sehr schöne Violine von ihm mit der Jahreszahl 1732 besitzt Albert Berr in Böhmischbruck. In seiner ersten Zeit führte er das Ladenschild »All inseagna di Cremona«.
25Geigenzettel: Mattheus Goffriler faciebat / Venetijs anno 1735 (gedruckt) und Abb. 282 und 292.
27Goldt, Jacob Heinrich. — Hamburg. Geb. um 1700, † 1775
28Sohn von Samuel G. Er dürfte bei seinem Vater gelernt haben und ging dann nach Hamburg, wo er wahrscheinlich bei Tielke arbeitete, an dessen Art seine Arbeiten erinnern. Er gehörte zu den besten Hamburger Lauten- und Geigenmachern; merkwürdigerweise ist im Hamburger Archiv nichts über ihn zu finden. Er scheint das Bürgerrecht nicht erworben zu haben. Verheiratet war er mit Dorothea Elisabeth Honstede aus Lübeck. Eine Laute und eine Archilaute von ihm mit den wahrscheinlich falsch gelesenen Jahreszahlen 1700 und 1712 waren in South Kensington ausgestellt. Eine Geige aus dem Jahre 1754 führt der Selhofsche Auktionskatalog auf. Eine Laute mit vier einzelnen und vier doppelten Saiten besitzt das Musikhistorische Museum in Stockholm (Nr. 87).
29Geigenzettel: Jacobus H. Goldt fecit / 1742 (gedruckt) und Abb. 244.
31Goldt, Jacob Samuel. — Verden. 1770
32Sohn und wohl auch Schüler von Jacob Heinrich G. Von ihm weiß ich nur, daß er in jungen Jahren als Geigen- und Lautenmacher nach Verden zog und dort mit Louise Dorothea, der Tochter des hannoverschen Oberleutnants David Friedrich Brückmann, verheiratet war.
34Goldt, Lukas. — Lübeck. 1673. 1695
35Von ihm ist nur bekannt, daß er aus Hamburg stammte, in der Ägidienstraße wohnte und von 1673—1681 sechs Kinder taufen ließ. Besonders gut scheint es ihm nicht ergangen zu sein, denn im Wettegerichtsprotokoll vom 3. Mai 1695 liest man, daß »Lucas Goldt, ein Lauten- und Violenmacher, wegen Schneider-Böhnhaserei« verklagt worden war. Er hatte zwei Söhne, die wohl beide seine Schüler waren, wenn auch der ältere, Johann Christoph († 1707) lediglich als Musiker erwähnt wird.
37Goldt, Samuel. — Lübeck. Geb. 1673 (getauft am 2. Okt. d. J.), † 28. oder 29. April 1740
38Sohn und Schüler von Lukas Goldt. Ein tüchtiger Lautenmacher, von dem sich eine Mandora (halbbirn-
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- Gözel, Johann Georg
- Gözel, Johann Gottfried
- Gözel, Johann Wilhelm
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- Gofriller, Antonio
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- Gofriller, Matteo
- Goldt, Jacob Samuel
- Goldt, Lukas
- Goldt, Samuel
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