Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 185

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

56 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 181. See the scan on archive.org.

1Griseri, Filippo. — Florenz. 1650
2Seine Geigen haben manches, was an die deutsche Schule erinnert, so daß die Meinung aufkommen konnte, daß er ein Deutscher gewesen sei und vielleicht zur Familie Grieser (Griesser) aus Füssen gehört habe.
4Grivel, V. — Grenoble. 1867
5Er beschäftigte sich eingehend mit dem Studium des altitalienischen Geigenlacks und gab auch eine Schrift darüber heraus.
7Griwalski, Franz. — Posen. 1743
8Einer der besten polnischen Geigen- und Lautenmacher seiner Zeit. August Zimmermann in St. Petersburg besitzt von ihm eine kunstvoll ausgeführte Viola d’amore mit hellbraunem Lack von italienischem Charakter. Am Wirbelkasten befindet sich der Kopf der Justitia (Frauenkopf mit Diadem und verbundenen Augen).
9Geigenzettel: AMDCB . M. V1) 1743 D 30 X bris / Franciszek Griwalski w Poznaniu. (gedruckt).
11Grob, Andreas Joseph. — Straubing. Geb. 26. April 1826 in Straubing, † daselbst 4. April 1909
12Schüler von Jacob Schmidbauer in Regensburg. Als Gehilfe arbeitete er in München und Passau usw. und kehrte dann in die Heimat zurück, wo er der Nachfolger Melzls wurde, dessen Geschäft er kaufte. Er machte sowohl alle Arten von Streichinstrumenten als auch Gitarren, Mandolinen und Zithern.
14Grobert. — Mirecourt. Geb. um 1794, † 1869
15Ein geschickter Gitarrenmacher, von dem noch manche Arbeiten in Sammlungen aufbewahrt werden, so im Museum des Pariser Konservatoriums eine Gitarre, die ehemals Paganini und Berlioz besessen haben.
17Groblicz, Martin I (Marcin). — Krakau. 1601. 1609
18Einer der namhaftesten polnischen Geigenmacher. Am besten sind seine Violoncelli. Arbeiten von ihm waren auf der Wiener Musik- und Theaterausstellung zu sehen. Kolarczkowski2) erwähnt eine in Krakauer Privatbesitz noch vorhandene Viola da Gamba mit dem Zettel: Na chwałę Bożą ukończył / Marcin Groblicz roku pańskiego 1602 (Zur Ehre Gottes vollendet von Martin Groblicz im Jahre des Herrn 1602.)
20Groblicz, Martin II. — Warschau. 1710. 1750
21Vielleicht ein Enkel des Krakauer Meisters. In der Arbeit ist er ihm gleichstehend, verwendet gutes Holz und arbeitet nach verschiedenen Modellen, meistens aber nach Stainer. Er machte hübsche Einlagen und schnitzte Löwenköpfe am Wirbelkasten. Seiner Arbeit nach kann man ihn allenfalls der deutschen Schule zuzählen, nur darf man ihn nicht als »artifice tedesco« bezeichnen, wie es de Piccolellis tut. Seinen Ruhm in Deutschland verdankt er vornehmlich dem Lob, das ihm Kapellmeister Löhlein1) in Danzig († 1782) erteilte. Eine Geige von ihm besitzt das Konservatorium in Warschau. (Abgebildet in Polinskis Geschichte der poln. Musik.)
22Geigenzettel: Marcin Groblicz / z Warszawie 1710 (geschrieben).
24Gröber, Georg. — Innsbruck. 1816
25Er war Orgel- und Musikinstrumentenbauer.
27Groh, Heinrich Moritz. — Geb. 3. Febr. 1869 in Erlbach, lebt als Geigenmacher in Markneukirchen
29Grohmann, C. A. G. (gen. Franck). — Bayreuth. 1799
30Ist nur als Reparateur bekannt geworden. Eine Abbildung seines Reparaturzettels findet sich in G. Kinskys Katalog von W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln, Bd. II, S. 623.
32Groll, Math. — Meran. 1800
33In der Arbeit mit den Halleiner Geigenmachern ziemlich gleichwertig. Er scheint übrigens nur vorübergehend in Meran ansässig gewesen zu sein, wodurch es sich erklärt, daß weder im dortigen Archiv noch in den Geburts- und Sterbematrikeln etwas über ihn zu finden ist.
35Gronau, Joh. Benjamin. — Danzig. 1794. 1798
36Ein Geigenmacher, von dem bisher nur Reparaturen bekannt geworden sind.
37Geigenzettel: Joh. Benj. Gronau / Geigenmacher in Danzig / Reparirt 1794 (gedruckt) und Abb. 319.
39Grosjean, John Frederick. — London. 1837. 1840
40Er war Harfenmacher, baute aber auch Harfengitarren.
42Grosselet. — Mirecourt
43Eine Geigenmacherfamilie, aus der A. Jacquot die Folgenden aufzählt:
44Jean G. 1758. 1770
45Jean-François I G., geb. 4. Juli 1727, † 1759, Sohn des Joseph I G.
46Jean-François II G., geb. 5. November 1749, lebte noch 1776, Sohn von Jean François I.
47Joseph I G. 1727, der Stammvater der Familie.
48Joseph II G., geb. vor 1740, lebte noch 1789. Er gebrauchte eine Brandmarke mit seinem Namen. Jacquot kennt Geigen von ihm, die er lobt.
50Grosset, Paul-François. — Paris. 1744. 1765
51Schüler von Claude Pierray. In Arbeit und Modell ungleich und mittelmäßig, am besten ist noch sein gelber oder brauner Spirituslack. Die Wölbung nimmt
531) Die Buchstaben könnten mit: »Ave Maria Domini Christi Beata Mater Virgo« zu deuten sein.
542) In seiner 1888 erschienenen Schrift über Kunst und Gewerbe im alten Polen, S. 221. Dasselbe Instrument scheint auch schon A. Grabowski gekannt zu haben.
551) Löhlein gab 1774 eine heute noch wertvolle Anweisung zum Violinspielen heraus.

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