Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 195

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

63 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 191. See the scan on archive.org.

1Guggemos, Markus. — Füssen. 1759. 1791
2Seine Geigen sind hochgewölbt und halten zwischen Stainer und M. Alban die Mitte. Das Holz ist gut, bei den Decken gewöhnlich weitjährig, der Lack dunkelbraun, mager und glanzlos. Der Ton bei gut erhaltenen Instrumenten recht gut.
3Geigenzettel: Abb. 262.
5Guglielmi, Gio. Battista. — Cremona. 1747
6Einer der kleineren Cremoneser Meister. Seine Geigen kommen selten vor und sind ziemlich sorglos nach Amati gemacht.
8Guibourg. — Mirecourt
9Eine Geigenmacherfamilie, von der A. Jacquot die folgenden Namen aufzählt:
10Henry G. — 1744. 1775
11Joseph I G. — 1744. 1763
12Joseph II G. — 1766
13Joseph III G. — 1744. 1775
14Remy I G. — Bruder von Joseph I. † 19. März 1779
15Remy II. — Geb. 14. Nov. 1763.
17Guidantus, Antonio
18Niederheitmann u. a. erwähnen einen Antonio Guidante; es ist dies wohl ein erfundener Name, der ein Mitglied der Familie Florenus (»Guidante Florenus«) fingiert.
20Guidantus s. Florenus
22Guide, Joseph. — Mirecourt. 1763. 1770
23Nur dem Namen nach bekannt.
25Guillami, Joannes. (Vater und Sohn.) — Barcelona. 1742. 1760
26Schöne Arbeit nach Stradivari, meist hohe Wölbung, roter, etwas harter Öllack. Der Vater erinnerte in der Arbeit an die Gaglianischule. Auffallend sind die Schnecken mit dickem, nicht geschweiftem Wirbelkasten. Es soll übrigens drei Geigen- und Lautenmacher dieses Namens gegeben haben, die von 1680 bis 1780 arbeiteten.
27Geigenzettel: Joannes Guillami me fecit / en Barcelonæ 1742 (gedruckt).
29Guillani, Sanctus? — Rom. 1710
30Von einem Geigenmacher wurde mir die nachstehende Abschrift eines Zettels mitgeteilt. Sollte es nicht richtig Santagiuliana heißen?
31Geigenzettel: Sanctus Guillani / fecit Rom 1710 (gedruckt).
33Guillaume, François. — Paris. 1783. 1789
34Er war nur Harfenmacher, hat jedoch auch einige Gitarren gemacht. Eine solche besaß die Marquise de Marbeuf (vgl. Brunis Inventaire). Er wohnte erst Rue de l'Université und dann Rue de Beaune.
36Guillemin, Felix I. — Mirecourt. † 1743
37Man kennt bis jetzt nur seinen Namen. Dasselbe ist der Fall bei seinem Sohne Felix II, der 1745—1748 nachweisbar ist.
39Guinobaldi. — Nizza. 1900
40Mandolinenmacher.
42Guinot. — Mirecourt
43Den Forschungen A. Jacquots verdankt man die Namen folgender Mitglieder dieser Familie:
44Claude-Nicolas G. † 1784, Bogenmacher, Vater des 1772 vorkommenden Bogenmachers Jean G.
45Joseph I. — 1761. 1768. Geigenmacher.
46Joseph II G. — 1764. 1774.
48Guinot, Nicolas. — Paris. 19. Jahrhundert
49Schwager von Nicolaus Maire. Seine Arbeit ist nicht übel, nur der braune Lack etwas zu dunkel. Am besten gelangen ihm seine Violoncelli.
51Guntzer, Max. — Stuttgart. Um 1600
52Ein Musikinstrumentenmacher, der wahrscheinlich auch Lauten gebaut hat. Bekannt ist nur, daß er dem jungen Herzog Achilles Friedrich von Württemberg ein Clavichordium lieferte.
54Gurski, Anton. — Kiew. Geb. nach 1830, † 1909 in Kiew
55Ein Autodidakt, der keine Gelegenheit hatte, wirklich gute Geigen kennenzulernen. Seine Arbeiten waren daher recht mangelhaft. Er hat nur sehr wenige neue Geigen gemacht.
57Gusetto, Nicolo. — Cremona. 1785. 1828
58Aus Florenz stammend. Seine Arbeit erinnert fast mehr an deutsche als an italienische Vorbilder. Die Ecken sehr hervorstehend, sehr breite (nicht besonders geschickt gemachte) Einlage, Decke ungleichmäßiges Holz mit engen und weiten Jahren, Wölbung nicht sonderlich schön, hohe Zargen, oben und unten 32 mm hoch, schmale Reifchen, Boden sehr wenig geflammtes Ahornholz mit vielen Spiegeln. Eigenartige hübsche Schnecke mit kühn durchlaufendem Mittelpunkt. Die Seiten ziemlich flach, sehr gewöhnliche F-Löcher, brauner Spirituslack. Eine hochgewölbte, in schwungvollem Umriß sauber gearbeitete Violine von auffallend kurzem Körper mit kurzen F-Löchern, tief ausgestochener elliptischer Schnecke und rotgelbem Lack befindet sich in der Sammlung K. Friedrich in Posen. Der Besitzer liest den Namen allerdings Nicol. Girgitto. Es kommen Zettel mit sehr frühen Jahreszahlen vor, bis 1728, die wahrscheinlich dadurch entstanden sind, daß die Zahl 7 der vorgedruckten Jahrhundertzahl mit einer 8 überschrieben war, was später von Händlern beseitigt oder auch von Gusetto selbst übersehen wurde.
59Geigenzettel: (?) Nicolaus Gusetto Fiorentinus, / Musicus Instrumentalis / a Cremona. Ao. 1785 (gedruckt). Nicol: Gusetto Fiorentino / Fabbricante di violini, Cremonae (geschrieben) und Abb. 311.
61Gusnasco, Lorenzo. — Pavia, Venedig. 1500
62Ein sehr angesehener Musikinstrumentenmacher, den u. a. Alessandro Luzio in »Il lusso d'Isabelle d'Este (Nuova Antologia 1896, Heft 147, 148, 149), ferner in »La Coltura d'Isabella d'Este« (Giornale storico della litteratura ital. 32—40 u. 42) erwähnt. Er verkehrte als

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