Scan 208
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1denen des Franzosen Thibouville gleichgestellt. Er imitierte die alten Meister, sowohl was Sauberkeit der Arbeit als auch was den Ton anbelangt. Er besaß sieben erste Ausstellungspreise und den Albrechtsorden. Er hielt auf die Ehre seiner Kunst und hat auch als Lehrer der Fachschule für Instrumentenbau verdienstvoll gewirkt. Sein Geschäft wird von seinen Söhnen fortgesetzt.
2Geigenzettel: Abb. 337 und 345.
4Heberlein, Johann Gottlob. — Markneukirchen. Geb. 14. August 1782, † 2. Mai 1856
5Schüler von Joh. Gottlob Schönfelder. Da er selbst ein tüchtiger Geiger war, arbeitete er mit Eifer darauf hin, einen guten Ton zu erzielen, und machte auch manchen interessanten Versuch. So stellte er 1813 mit Hilfe des Blasinstrumentenmachers Dürrschmidt eine Geige aus Messing her usw.
6Geigenzettel: Johann Gottlob Heberlein / Violinmacher et Musicus / in Neukirchen 1816 (gedruckt). — Johann Gottlob Heberlein / Geigenmacher und Musicus in Neukirchen (gedruckt) und Abb. 355.
8Heberlein, Julius. — Markneukirchen
9Lebt als Streichinstrumentenmacher in seinem Heimatorte.
11Heberlein, Paul. — Markneukirchen. Geb. 15. Mai 1872
12Er lernte bei seinem Vater Heinrich Th. H. jun., war dann durch drei Jahre der letzte Schüler von August Riechers in Berlin und hat nach dessen Tode auch das Geschäft bis zur Auflösung desselben geführt. Er ist ein tüchtiger Meister und im väterlichen Geschäft tätig.
14Heberlein, Reichard. — Markneukirchen. Geb. 1871, † 1895
15Er war kurze Zeit in der Geigenmacherlehre, wurde aber Kaufmann.
17Heberlein, Richard. — Nürnberg. Geb. 1862 in Markneukirchen
18Schüler von Adolph Hammig, bei dem er von 1876 an drei Jahre lernte. Er arbeitete darauf bei Gustav Roth und Albin Vogt und später bei Liebich in Breslau. Nach Beendigung seiner Militärzeit kam er zu Ludwig Glaesel und Heinrich Theod. Heberlein. Von da ging er nach Berlin, nach Rußland und war Werkführer bei Altrichter in Frankfurt a. O. Zuletzt kam er nach Nürnberg, richtete das Weidingersche Geschäft ein und blieb fünf Jahre da. 1894 eröffnete er seine eigene Werkstatt und machte sich einen Namen als tüchtiger Geigenmacher.
20Hec, Giovanni. — Rom. 1606
21Ein in Rom ansässiger vlämischer Lautenmacher, der 1606 als Zeuge urkundlich erwähnt wird. Er war vielleicht der Eigentümer der unter der Firma »à la Trinità« bestehenden und schon 1590 in Rom erwähnten Lautenmacherwerkstatt und dürfte richtig Hecke (van Hecke oder Eecke geheißen haben; wahrscheinlich ist er identisch mit Giovanni Ecchio. — Ein Van Hecke (Vaneck) wird noch 1773 als Erfinder einer zwölfsaitigen Gitarre genannt.
23Hecha. — Cadix
24Ein Mandolinenmacher, der um die Mitte des 19. Jahrhunderts in Cadix lebte, soll diesen vielleicht falsch übermittelten Namen geführt haben.
26Heck, August, hat sich als Geigenmacher in Baltimore niedergelassen
28Heckel, Friedr. August. — Markneukirchen. Geb. 11. Febr. 1840 in Adorf
29Er war eine Zeitlang in Markneukirchen ansässig und hauptsächlich für Händler tätig, scheint aber inzwischen gestorben oder wieder verzogen zu sein.
31Heckel, Heinrich Wilhelm. — Markneukirchen
32Geb. 13. Nov. 1856, † 26. Dez. 1894
33Die wenigen Geigen, die seinen Zettel tragen, sind in der Hauptsache zusammengesetzt aus den einzelnen Bestandteilen, die von Facharbeitern hergestellt wurden.
35Heckel, Rudolf. — Dresden. Geb. 1857 in Markneukirchen
36Schüler von Ludwig Gläsel. Nach beendigter Lehrzeit kam er zu Adolf Paulus (Firma Otto Bausch) und von da zu Ernst Liebich, bei dem er etwa fünf Jahre lang blieb. Nachdem er dann noch längere Zeit bei August Riechers gearbeitet hatte, ging er nach Dresden, wo er sich im Jahre 1884 selbständig machte. Er fertigt getreue Kopien nach alten Meistern; arbeitet hauptsächlich nach Stradivari und verwendet einen selbstbereiteten Öllack. Er erwarb sich bereits mehrfache Auszeichnungen. — Eine aus Wilhelmjs Besitz stammende Violine ging in den Besitz P. de Wits über.
37Geigenzettel: Abb. 356.
39Heel, Martino. — Genua. 1697. 1706
40Dem Namen nach ein Deutscher. Da der Familienname Heel in Füssen heimisch ist, liegt es nahe, auch diesen Deutsch-Italiener für einen Füssener Meister zu halten. Sein Modell ist hochgewölbt, sein Lack rotbraungelb und von gutem Glanz. Seine Böden zeigen gewöhnlich das Holz nach der Schwarte geschnitten, die Decken sind dreiteilig, haben also zwei Fugen. Die Schnecke ist plump und erinnert in den Umrissen an Maggini. Von ihm besitzt das Museum des Pariser Konservatoriums eine hübsche Viola, ein Violoncello befindet sich in Freiburg i. Br.
41Geigenzettel: Mardino Heel in / Genova. 1697. (gedr.).
43Heesom, Edward. — London. 1748. 1750
44Geigen von ihm kommen nur selten vor; sie sind leidlich gut und, wie fast alle zeitgenössischen englischen Arbeiten, dem Stainermodell nachgeahmt.
45Geigenzettel: Edward Heesom Londini fecit 1749 (gedruckt).
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