Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 210

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

47 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 206. See the scan on archive.org.

1wo er Gelegenheit hatte, seine Ausbildung allseitig zu vervollkommnen. Im Oktober 1893 machte er sich in Markneukirchen selbständig und verfertigt recht sorgfältig durchgeführte Violinen, Violen und Violoncelli nach Stradivari, Guarneri, Amati und Maggini; er ist sehr geschickt in der genauen Nachahmung alter Meisterwerke, verwendet sowohl Spiritus- als auch einen selbst zubereiteten feinen Öllack und ist ein sehr gesuchter Reparateur. Als Zettel klebt er den Abdruck seines Stempels ein.
3Geigenzettel: Oskar Bernhard Heinel / Streichinstrumentenfabrikation / und / Reparaturwerkstatt / Markneukirchen i. Sa. (Stempel).
5Heinel, Otto Adolf. — Geb. 27. Juni 1868
7Heini, Franz Xaver. — Kempten. 1826
8Sein Name findet sich in sehr gewöhnlich gearbeiteten Violinen (ohne Einlage) mit dürftigem Lack und unschönem Holz.
9(no line here) one of two readings
11Geigenzettel: Xaver Heini in der / Neustadt Kempten / 1826 (gedruckt).
13Heinicke, Mathias. — Wildstein b. Eger. Geb. 1871 in Maria Kulm (Böhmen)
14Schüler von E. Reinhold Schmidt in Markneukirchen, arbeitete längere Zeit in Berlin und Budapest und ging dann zu seiner weiteren Ausbildung nach Italien, wo er hauptsächlich bei Degani blieb und viel gelernt hat. Im Jahre 1897 machte er sich in Wildstein selbständig; jetzt gehört er zweifellos zu den geschicktesten Geigenmachern Nordböhmens und besitzt eine Anzahl erster Ausstellungspreise usw. Er baut nach italienischen und eigenen Modellen, letztere zwischen Stradivari und Amati liegend (über Form) und zeichnet sich auch durch außergewöhnlich treue Kopien bestimmter berühmter Geigen aus. Er verarbeitet vorzügliches, mehrhundertjähriges Tonholz, das er sich aus alten Kirchen usw. zu verschaffen gewußt hat, und verwendet Spiritus- und Öllack, wobei er namentlich die Farbe des Lacks italienischer Meister sehr gut trifft. Sein Bruder Josef wurde sein Schüler und hat sich gleichfalls zu einem tüchtigen Geigenmacher entwickelt.
15(no line here) one of two readings
17Geigenzettel: Mathias Heinicke Geigenbauer / Wildstein b. Eger 19 Bohemia (gedruckt).
19Heinke, A., war 1895 vorübergehend in Stettin ansässig
21Heinl, Johann. — Schnecken b. Fleissen. Geb. in Fleissen 1868
22Schüler von August Bernhardt; war nach beendigter Lehrzeit von 1885—1890 in der Fabrik von Reinhold Schmidt tätig und machte sich 1890 in Schnecken bei Fleissen selbständig, wo er jetzt Geigen und Violoncelli nach den bekannten italienischen Modellen macht. Er verwendet gelbbraunen Spiritus- und Öllack. In seine Instrumente klebt er die Zettel der Meister, deren Modelle er nachahmt. — Ein Josef Heinl lebt in Watzkenreuth b. Fleissen als Geigenmacher.
24Heinle, J. — Paris. 1761
25Vermutlich ein Deutscher, der vorübergehend in Paris lebte. Es soll bisher nur eine einzige Geige von ihm bekannt sein.
27Heinrich, Andreas. — Schönbach b. Eger
28Geb. in Schönbach (Stadt) 1858
29Sohn von Vinz. Heinrich und Schüler von Anton Pötzl. Er arbeitete von 1873—1875 in Markneukirchen, 1875 in Leipzig und an andern Orten, ging 1876 nach Wien und dann nach Budapest, kehrte nach Wien zurück und war zuletzt in Breslau tätig, bis er sich 1881 in Schönbach selbständig machte. Er gilt als einer der besten Reparateure in seiner Vaterstadt. Seine Geigen und Violoncelli sind nach italienischen Meistern kopiert und mit weichem, sattem Spiritus- und Öllack überzogen. Für Händler klebt er den Zettel des Modells in die Geigen, für besondere Kundschaften den eigenen Zettel. Er wurde auf Ausstellungen mehrfach ausgezeichnet.
31Heinrich, Johann s. Meiß
32Heinrich, Vinzenz. — Schönbach b. Eger.
33Geb. 1825, † 1871
34Er war als Geigenmacher nicht ungeschickt, da er aber fast nur für Händler arbeitete und seine Geigen aus gelieferten Bestandteilen zusammensetzte, klebte er in der Regel keine Zettel ein.
36Heinrichs, Otto. — Berlin. 1895. 1898
37Erfinder der sog. Schoßvioline (einer Art Streichzither), die er jedoch nicht selbst machte.
39Heinzmann, Josef. — Schönbach. 1851. 1859
40Er hatte als Violoncello- und Geigenmacher seinerzeit einen gewissen Ruf, benutzte jedoch die Mitarbeit der sog. Korpus- und Halsmacher usw.
42Heisele (Aisselle, Eisele), Jakob. — Modena. 1614. 1629
43Ein deutscher, in Modena ansässiger Geigen- und Lautenmacher, auf den zuerst Valdrighi aufmerksam machte (Nr. 1428), indem er aus der Chronik von Spaccini (vom 10. Okt. 1614) zitiert: »È venuto moltidi sono un Tedesco habitare, che fa lauti e chittarini et simili instromenti, per excelentia« und einige urkundliche Belege beibringt, aus denen u. a. hervorgeht, daß H. auch Bögen gemacht hat.
45Hel, Pierre-Joseph. — Lille. Geb. 8. Febr. 1842 in Mazirot b. Mirecourt, † 14. März 1902 in Lille
46Nachdem er durch acht Jahre in Mirecourt das Geigenmachen erlernt hatte, kam er nach Paris zu Seb. Vuillaume, den er zwei Jahre später verließ, um nach Aachen zu Darche zu gehen. Im Jahre 1865 eröffnete er seine eigene Werkstatt in Lille und machte es sich zur Aufgabe, die großen italienischen Meister (hauptsächlich Stradivari, Guarneri, Amati und Maggini) in allen Teilen genau zu kopieren, wobei er auch auf den Lack besondere Sorgfalt verlegte, den er tatsächlich im Aussehen dem Cremoneser sehr nahe zu bringen verstand.

Makers on this page

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.