Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 211

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

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1Seine Geigen sind, was Schönheit der Arbeit und des Tons anbelangt, tadellos, und so erhielt er auch auf allen von ihm beschickten Ausstellungen erste Preise und wurde wiederholt als Juror berufen. Er erfand u. a. einen Verlängerungsstachel für das Violoncell und eine recht brauchbare Wirbelbefestigung.
2Geigenzettel: Abb. 381.
4Hel, Pierre-Jean-Henry. — Lille. Geb. 15. März 1884 in Lille
5Sohn von Pierre-Joseph H., lernte bei Bazin in Mirecourt und schloß seine Ausbildung bei seinem Vater ab, dessen Werkstatt er im Jahre 1902 übernahm. Er steht seinem Vater nicht nach und erhielt 1904 in St. Louis und 1906 in Mailand erste Preise für seine Geigen.
7Held, Georg. — Ellwangen. 1788
8In den Ellwanger Kirchenbüchern kommt sein Name nicht vor. Nach einer unverbürgten Nachricht soll er Musiker und Tischler gewesen sein, der in der Kapelle des Propstes von Ellwangen beschäftigt war.
9Geigenzettel: Reparirt von Georg Held / in Elwangen 1788 (geschrieben).
11Held, Johann Joseph. — Euskirchen, Beuel b. Bonn. Geb. 17. Juli 1823 in Flamersheim (Kr. Rheinbach). † 1904
12Als Sohn eines Musikers war er auch zum Musiker bestimmt. Mit zwölf Jahren bereits ein tüchtiger Flötist, sollte er von seinem dreizehnten Jahre an das Violinspiel erlernen. Hierdurch erwachte sein Interesse für das Geigenmachen, und um einen Fehler seiner Geige zu verbessern, machte er die ersten Versuche in dieser Kunst. Er bildete sich allmählich autodidaktisch aus und wagte sich schließlich auch an den Neubau. Sein Brot verdiente er aber noch immer als Musiker. Nach seiner Verheiratung siedelte er nach Euskirchen über und eröffnete hier 1861 eine Musikinstrumentenhandlung und Reparaturwerkstatt. Im Jahre 1862 lernte er den in Godesberg zur Kur weilenden Ole Bull kennen, für den er mehrere Reparaturen ausführte. Im Jahre 1878 kam Ole Bull wieder zu Held und blieb 14 Tage bei ihm als Gast, während welcher Zeit Held einen glücklichen Gedanken des großen Geigers praktisch durchführte, um Geigen einen auf allen Saiten gleichmäßig ansprechenden Ton zu verschaffen. Die neuen Geigen gelangen so gut, daß Held von nun an dieser Methode, die in der schrägen Lage des Baßbalkens und der Stellung der Stimme besteht, treu blieb. Er erfand auch eine »Substanz zum Imprägnieren der Decke«, welche eine leichtere Ansprache bewirken soll. Sein Sohn zweiter Ehe wurde sein Nachfolger. Biographie und Bild in De Wits Zeitschrift 1893, Nr. 34.
13Geigenzettel: I. I. Held, Geigenmacher in / Beuel (gedruckt).
15Held, Johann Josef Michael. — Bonn, Köln. Geb. 14. April 1880 in Combahn (Kr. Bonn Land)
16Sohn und Schüler von J. J. Held, bei dem er auch als Gehilfe tätig war. Beim Tode seines Vaters übernahm er am 7. Dezember 1904 dessen Geschäft von seinen Stiefgeschwistern. Im Jahre 1908 siedelte er nach Köln über und erwarb sich bald Anerkennung und einen ausgedehnten Kundenkreis. Auf der Turiner Ausstellung war er durch ein sehr gutes Quartett vertreten. Auch seine Reparaturen werden sehr gelobt.
18Heldahl, Anders. — Bergen. 1851. 1862
19Er machte hübsche Hardangerviolinen mit reichverziertem Griffbrett, die in fast allen Museen zu finden sind, so auch im Museum des Konservatoriums in Brüssel (Nr. 242).
20Geigenzettel: Forfærdiget af Anders Heldahl / Violinmager, Bergen 1850 (gedruckt).
22Heldt, Niklas. — Rostock. 1599
23Nach Koppmanns Beiträgen zur Geschichte der Stadt Rostock (Bd. IV, Heft 2, S. 110: Auszug aus dem Bürgerverzeichnis) hat am 15. September 1599 »Niclas Heldt, ein lutenmacher«, das Rostocker Bürgerrecht erworben. (Vgl. Helt.)
25Helfert, Andreas Martin. — Prag. 1659
26Wenig bekannt. Andr. Ott beschwerte sich im Jahre 1659 über ihn bei der Hofkanzlei, da er nicht »ausgelernt« habe.
28Hell, Ferdinand. — Wien. 1845. 1855
29Ein vielseitiger Mann, der hauptsächlich Blasinstrumentenmacher war und sich in allerlei Erfindungen versuchte, aber auch einige Geigen hergestellt hat, die trotz ihres nicht sehr gefälligen Äußern gut im Ton waren. Er machte u. a. auch Trompetengeigen, d. h. Instrumente, die sowohl als Geige wie als Trompete zu benutzen sind. Solche hat es übrigens schon im 18. Jahrhundert gegeben, waren also nicht seine Erfindung.
30Geigenzettel: Ferdinand Hell / Instrumenten-Fabrik / in Wienn anno 1845 (gedruckt).
32Hell, Franz. — Elmshorn. Geb. 26. Mai 1896 in Elmshorn
33Sohn des Instrumentenmachers Adolf H., Schüler von Ernst Reinhold Schmidt in Markneukirchen, bei dem er auch noch als Gehilfe tätig war. Seine Meisterprüfung bestand er in Markneukirchen. Nachdem er den Krieg mitgemacht hatte, ging er im Jahre 1919 nach Norwegen und 1921 nach Amerika (Chicago) und hat sich hier wie dort als besonders tüchtiger Künstler bewiesen.
35Hell, Z. H. Ferd. — Brünn. 19. Jahrhundert
36Hauptsächlich als Gitarrenmacher bekannt.
37Geigenzettel: Nach dem Modell / des Luigi Legnani / Z. H. Ferd. Hell / in Brünn No 294 (gedruckt).
39Helland, Eirik Jonson. — Bó (Telemarken). Geb. 1816, † 1868
40Norwegischer Geigenmacher, der hauptsächlich die sogenannte »Telemarksfelen« machte. Er war Schüler seines Vaters Jón Helland, der das Geigenmachen jedoch nur in seinen Mußestunden betrieb. Er ver-

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