Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 232

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

56 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 228. See the scan on archive.org.

1Hornsteiner, Johann I. — 1822
2Wahrscheinlich ein Sohn von Georg I H. Er soll hauptsächlich Verleger gewesen sein. Geigen, die seinen Namen tragen, müssen daher nicht von ihm selbst gemacht sein. Da er aber nur in guten Geigen seinen Zettel anbrachte, dient dieser doch zur Empfehlung. Eine schön gearbeitete, gut klingende Violine mit seinem Namen besitzt J. de Boer in Haarlem.
3Geigenzettel: Johan Horensteiner / Geigenmacher in / Mittenwaldt an der Isar / 1822 (geschrieben).
5Hornsteiner, Johann II
6Er stammt aus Mittenwald, wo er auch gelernt hat, und ging 1848 nach Passau zu Georg Heidegger, dessen Witwe er später heiratete. Das Geigenmachen gab er bald auf und verlegte sich wie Heidegger auf die Zithermacherei, die er fortdauernd betrieb. Jetzt ist sein gleichnamiger Sohn Geschäftsteilhaber der Firma, die daher in Johann Hornsteiner & Sohn geändert wurde.
7Geigenzettel: Johann Hornsteiner / Saiten-Instrumentenmacher / Passau / Anno 1862 (gedruckt).
9Hornsteiner, Johann III
10Bruder von Martin H. Er wanderte vor 1890 nach Amerika aus und ist in Chicago ansässig.
12Hornsteiner, Joseph I, blühte 1730—1780
13Seine Arbeit ist gut, der Lack goldbraun, er machte auch gutklingende Bässe.
14Geigenzettel: Abb. 364.
16Hornsteiner, Joseph II, blühte um 1790—1825
17Einer der besseren Geigenmacher aus seiner Familie. Vermutlich der Sohn von Joseph I H., dessen Zettel er auch im Wortlaut und in der Umrahmung ziemlich getreu nachahmt. Seine ersten und Joseph I H.s letzte Instrumente können daher schwer auseinander gehalten werden. Seine Zettel sind manchmal auch mit Nummern bezeichnet.
18Geigenzettel: Abb. 336.
20Hornsteiner, Joseph III. — 1818
21Angeblich ein Sohn von Gregori H. Er arbeitete recht sauber nach einem großen Modell, verwendete gutes Holz und einen zwar mageren aber doch ganz guten gelbbraunen Lack.
22Geigenzettel: Abb. 358.
24Hornsteiner, Joseph IV. — Geb. 1853 in Mittenwald
25Bruder von Martin II H. Er besuchte von 1866—1869 die Mittenwalder Geigenmacherschule und begründete 1888 in Berlin seine Werkstatt, wo er auch zum gerichtlichen Schätzer ernannt wurde. Seine Arbeit zeigt noch den Mittenwalder Stil, sowohl in der Durchführung als auch im Lack. Am 1. Mai 1909 zog er sich ins Privatleben zurück. Sein Nachfolger wurde Emil Pliverics.
27Hornsteiner, Joseph
28Hornsteiner, Kaspar. — 1794
29Vielleicht identisch mit Kaspar H. in Seefeld. Arbeitete gut im Mittenwalder Stil, seine Geigen klingen nicht schlecht.
30Geigenzettel: Kaspar Hornsteiner / Mittenwald an der Iser 1794 (geschrieben).
32Hornsteiner, Martin I, lebte um 1765—1790
33Ähnlich wie Joseph I H. Sein Zettel hat auch die gleiche Einfassung.
34Geigenzettel: Martin Harnsteiner Laut- und / Geigenmacher in Mittenwald. / 1765 (gedruckt).
36Hornsteiner, Martin II. — Geb. 1840
37Der älteste von vier Brüdern, die alle gelernte Geigenmacher sind. Er baute jedoch hauptsächlich Zithern für die »Verleger«.
39Hornsteiner, Mathias I, blühte 1737—1760
40Seine Arbeit ist sorgfältig und der Ton gut.
41Geigenzettel: Mathias Harnstainer Laut- und / Geigenmacher in Mittenwald. (gedruckt). — Oder (mit der gleichen Einfassung, wie sie die Zettel der beiden Joseph H. zeigen): Mathias Hornstainer Musicant / und Geigenmacher in Mittenwald (gedruckt).
43Hornsteiner, Mathias II (vulgo Dax), blühte 1760 bis nach 1803
44Der beste aus der Familie Hornsteiner. Er hatte den Spitznamen »Dax«, was das auf einigen seiner Zettel nach dem Namen vorkommende, eingeklammerte »Gratz« bedeutet, ist nicht ganz klar. Graz kann nicht gut gemeint sein, da die steyrische Stadt damals noch »Graetz« hieß. Schöne zierliche Geigen, schönes, feinjähriges Deckenholz, roter oder gelbbrauner Lack, gute Klotzschule. Seine beste Zeit ist 1765—1795.
45Geigenzettel: Mathias Hornstainer. Gräflicher / Geigenmacher und Händler Mittenwald / fecit anno 1792 (geschrieben) und Abb. 330, 360, 361.
47Hornsteiner, Peter
48Wahrscheinlich nur Verleger.
50Hornsteiner, Wilhelm. — 1793
51Der untenstehende Zettel erscheint mir nicht ganz einwandfrei, da einerseits der Name schon zu einer Zeit mit ei geschrieben erscheint, da alle übrigen Mitglieder der Familie ai gebrauchen und anderseits der Ursprungsort verschwiegen ist, was sonst kein Mittenwalder getan hat, während die Vogtländer gerne »Tirol« und ähnliches auf ihre Zettel setzten.
52Geigenzettel: Wilhelm Hornsteiner / Fecit in Tirole 1793 (gedruckt).
54Hornsteiner, Joseph. — Volderwald (Kreuzhäusel), Hall (Tirol). Geb. 20. März 1809 in Seefeld, † 29. April 1889 in Hall
55Sohn und Schüler von Kaspar H., bei dem er auch als Gehilfe arbeitete. Nach Dr. Fr. Waldners Mitteilung gab er den Geigenbau nach dem Tode seines Vaters

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