Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 244

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

48 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 240. See the scan on archive.org.

1Jansson, Karl. — Högvalta Arvika. 1897
2Er stellte 1897 eine Gitarre, eine Geige und ein Violoncello in Stockholm aus. Die Arbeit war nicht schlecht.
4Jany, Jakob. — Wien. 1800. 1801
5Er wohnte als Lauten- und Geigenmacher in Neulerchenfeld Nr. 19 und legte am 12. Dez. 1800 den Bürgereid ab. Seine Geigen sind gut gemacht, aber keine Kunstwerke, das Holz ist ohne Sorgfalt gewählt, der gelbbraune Lack ohne Feuer. Er verwendete nur geschriebene Zettel. Abb. 398.
7Jarasch, Anton. — Wien. 1816. 1838
8Er wohnte in Reinsdorf, das jetzt zum XV. Bezirk der Stadt Wien gehört. Ein wenig bekannter Meister, der aber recht sauber arbeitete und gute Geigen machte. Einen sehr guten Kontrabaß von ihm besitzt die Kirche in Altlengbach bei Wien.
9Geigenzettel: Anton Jarasch / in Reinsdorf Anno 1830 / nächst Wien (gedruckt) und Abb. 396.
11Jaspers, Jan. — Antwerpen. Geb. in Coesvelt (Westfalen) um 1540
12Sohn von Josse J., wurde 1569 Bürger und wird ausdrücklich als Lautenmacher bezeichnet.
14Jauch (Jauck), Andreas Balthasar. — Dresden. Geb. um 1701, † 16. März 1785
15Wahrscheinlich ein Sohn von Johannes J. Er arbeitet nicht mehr nach Stainer und nähert sich mehr der Cremoneser Schule. Seine Arbeit ist sorgfältig, das Holz meist gut, ebenso sein Bernsteinlack. Seine Geigen haben durch das Alter sehr gewonnen, sie klingen jetzt edel, während noch Otto ihren schwachen spitzen Ton tadelte. Jauch war Hoflautenmacher. Das Adreßbuch von 1797 und 1799 führt noch seine Witwe, die in der Töpfergasse Nr. 584 wohnte, auf. Sie hat vielleicht das Geschäft nach dem Tode ihres Mannes fortgeführt. Eine theorbierte Laute mit seinem Reparaturzettel von 1749 befindet sich in W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln.
16Geigenzettel: Andreas Jauch. Hoff-Lauten- / macher in Dresden, Reparav: 1749. (geschrieben) und Abb. 395.
18Jauch (Jauck) Augustin, Ignatius. — Dresden. Geb. 30. März 1749. 1812
19Sohn und Nachfolger von Andreas Jauch. Zu seines Vaters Lebzeiten war er bereits »adjungierter« und nach dessen Tode wirklicher Hoflautenmacher. Nach den Adreßbüchern von 1797—1799 wohnte er in der Töpfergasse Nr. 584. Nach 1812 wird er nicht mehr verzeichnet. Außer Geigen machte er auch gute Klaviere.
21Jauch (Jauck), Johannes. — Dresden. 1735. 1750
22Es liegt nahe, ihn mit dem Grazer Meister Joh. Jauck in Verbindung zu bringen. Würden die Jahreszahlen dies gestatten, wäre ich sogar geneigt, zu glauben, daß man es da mit einer und derselben Person zu tun hat, um so mehr, als die Arbeit nicht gerade dagegen spricht. Er scheint italienische Geigen gekannt zu haben, die er nachahmte. Eine Viola d’amore von ihm aus dem Jahre 1735 mit hübsch geschnitztem Köpfchen am Wirbelkasten und schönem rotbraunem Lack besitzt das Museum des Pariser Konservatoriums (Nr. 155).
23Geigenzettel: Joannes Jauch me fecit / ? ? (Sa)xon. anno 1743 (gedruckt).
25Jauck, Joh. Georg. — Graz. 1752. 1790
26Wahrscheinlich der Sohn von Johannes J. Gutes Holz, Birnbaumschnecke. Stainermodell, brauner Lack.
27Geigenzettel: Johann Georg Jauck, fecit / Græci 1786 (gedruckt). — Georgius Jauck me fecit / Graecij Anno 1752 (gedruckt).
29Jauck, Johannes. — Graz. 1719. 1746
30Seine Arbeit erinnert sowohl an die Tiroler, als auch an die Wiener Schule. Er arbeitet, wie diese, nach Jac. Stainer, nimmt die Wölbung sehr hoch und verwendet schönes Deckenholz. Seine Böden sind meist wenig geflammt. Sorgfältige Arbeit zeichnet ihn aus. Besonders schön sind seine Schnecken. Sein roter, dicker Lack ist dem Albans ähnlich. Eine schöne Theorbe von ihm mit drei zierlichen Schalllöchern befindet sich im Instrumentenmuseum zu Brüssel (Nr. 251), eine theorbierte Laute von 1734 in der Sammlung der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. In komischer Weise mißversteht Grillet, der Jauck übrigens den Italienern beizählt, die Ortsangabe, indem er schreibt: »Il avait dû voyager en Grèce, ce qui lui valut le surnom de Graecii«.
31Geigenzettel: Joannes Jauck me fecit / Graecii anno 1743 (gedruckt) und Abb. 388.
33Jauck, Josef Friedrich. — ? 1768
34Eine Geige von ihm (Ortsname unleserlich) mit der Jahreszahl 1768 besaß Lenhart in Leitmeritz.
36Jaudt, Anton. — Freising, St. Petersburg. 1837. 1850
37Seiner Angabe nach stammt er aus München, erst war er in Freising ansässig und siedelte dann nach St. Petersburg über.
38Geigenzettel: Anton Jaudt aus München / verfertigt in St. Petersburg 18 . . (gedruckt).
40Jaura, Ferdinand. — Wien. 1910
41Enkel von Wilhelm Josef und Neffe von Karl und Wilhelm Th. Jaura, der als Gehilfe bei seinem Oheim arbeitet.
43Jaura, Karl. — Wien. Geb. 1866
44Zweiter Sohn von Wilh. Jos. J. Ein besonders geschickter Violoncellobauer, der bei seinem Bruder tätig ist.
46Jaura, Wilhelm Josef. — Wien. Geb. 30. Mai 1830 in Znaim, † 2. Jan. 1908
47Eröffnete 1875 seine eigene Werkstatt und hat hauptsächlich Zithern und Gitarren gemacht.

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