Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 284

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

44 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 280. See the scan on archive.org.

1Lachmann, Erich. — Berlin W. 30. Geb. 15. April 1886
2Schüler von Michael Strobl. Er besuchte das Friedrichs-Realgymnasium in Berlin und erhielt seit seinem 8. Lebensjahre einen gediegenen Violinunterricht, den er mit 14 Jahren im Sternschen Konservatorium fortsetzte. Seiner besonderen Neigung folgend, trat er mit 18 Jahren bei Michael Strobl als Volontär ein; dann verließ er die Lehre, um als Einjährig-Freiwilliger im 4. Garde-Grenadierregiment seiner Wehrpflicht zu genügen, und zwar als Geiger beim Musikkorps. Nach gründlichen theoretischen und praktischen Studien, namentlich auf dem Gebiete der Akustik und der Lackbereitung, eröffnete er im April 1909 seine eigene Werkstatt. Er beschäftigt sich fast ausschließlich mit der Anfertigung getreuer Kopien nach den Originalen berühmter Meister, die sich in seinem Besitze befinden, oder die er zu diesem Zwecke geliehen erhält.
3Geigenzettel: Erich Lachmann / fecit Berlin anno 19. (gedruckt).
5Lacôte. — Paris. 1826. 1852
6Er stammt aus Mirecourt und wohnte in Paris erst Place des Victoires Nr. 51, seit etwa 1832 Rue de Grammont Nr. 7 und dann seit etwa 1845 Rue des Martyrs Nr. 20. Er war hauptsächlich als vorzüglicher Gitarrenmacher bekannt und geradezu als der »Stradivari der Gitarre« geschätzt. Er machte verschiedene Erfindungen, u. a. eine zehnsaitige Gitarre, eine siebensaitige Theorbe usw. und erhielt mehrere Medaillen. Die wenigen Geigen, die seine Brandmarke tragen, sind Mirecourter Fabrikware.
7Geigenzettel: Lacôte / à Paris (gedruckt) und Abb. 466.
9Lacroix, Salomon, Chevalier de. — Paris. 1814. 1831
10Vermutlich ein Aristokrat, der durch die Revolution verarmt war und sich dann als Geigenmacher fortbringen mußte. Seine Arbeit ist nicht übel, nur sein dunkelroter Lack etwas zu dick. Auch durch einige Erfindungen, die sich freilich nicht bewährt haben, ist sein Name bekannt geworden.
12Lafage. — Langon. 1900
13Ein Uhrmacher und tüchtiger Geiger, der auch Handel mit Geigen treibt und kleinere Reparaturen ausführt. Er soll eigentlich einen andern Namen führen.
15La Fille
16Ein französischer Geigenmacher des 18. Jahrhunderts, den Valdrighi (1039) aufzählt, der sonst aber nirgends erwähnt wird.
18Lafleur, Jacques. — Paris. Geb. 28. März 1757 zu Nancy, † 1832 in Paris an der Cholera
19Er wohnte 1783 in der Rue de la Coutellerie, 1785 in der Rue de la Verrerie und von 1788—1799 in der Rue de la Juiverie Nr. 30. Seine Geigen sind weniger gut als seine nach Tourte gemachten Bogen, die sich durch kühnen Schwung und Leichtigkeit auszeichnen. Eine Violine von ihm befindet sich in der Sammlung Savoye in Paris.
21Lafleur, Joseph-René. — Paris. Geb. 9. Juni 1812 in Paris, † 18. Febr. 1874 (Maisons Lafitte)
22Sohn, Schüler und Nachfolger von Jacques L. — Er war ursprünglich Geiger und wandte sich erst später der Geigenmacherei zu; zuletzt wurde er auch Musikverleger. Bedeutung hatte er nur als Bogenmacher und kam in dieser Beziehung Tourte nahe. Mehrere schöne Bogen von ihm, darunter interessante Versuche, bewahrt das Museum des Pariser Konservatoriums, so einen Bogen mit flacher Stange, die dazu dienen sollte, das sog. Schleudern zu verhindern, — Ein Bruder von ihm ging nach London, wo er noch 1824 lebte.
24Laforêt, Nicolas. — Mirecourt. 1740. 1742
25Wird als Geigenmacher erwähnt.
27Lafranchini, Giacomo (Jacopo) de. — Brescia. 1604. 1617
28Sohn des Battista L., aus Cividale di Valcamonica stammend. Man weiß von ihm nur, daß er bei Gasparo da Salò gelernt hat und 1614—1617 als »Maestro di violini« in Diensten Magginis stand. Arbeiten von ihm sind nicht bekannt.
30Lagarde, Antoine. — Mirecourt. Geb. 1798, † um 1840
31Bogenmacher.
33Lagetto, Louis. — Paris. 1745. 1753
34Ein in Paris ansässiger Italiener. Da er das Ladenschild »à la ville de Crémona« führte, haben manche, wohl sehr mit Unrecht, angenommen, daß er aus Cremona stammte. Er arbeitete nach Amati und hatte ein breites Modell. Sein Holz ist mittelmäßig, der Boden nach der Schwarte geschnitten, der Lack gelbbraun, aber wertlos. Er wohnte in der Rue des Saints Pères (Faubourg St. Germain). Er scheint zuerst in Mirecourt gearbeitet zu haben, — vielleicht bei Duchêne, — denn in einer in München befindlichen, einmal von ihm ausgebesserten Violine findet man auf dem Boden mit Tinte geschrieben: Racomodé L… Lagedo (sic) anno 17… / a la ville de Cremone Mirecourt. (geschrieben).
35Geigenzettel: Louis Lagetto, Luthier rue des saints / Pères / faubourg St. Germain à Paris 1753. / à la ville de Cremona / Lagetto (gedruckt).
37Laignel, frères, haben in Lille ein Geigengeschäft
39Lainey. — Glasgow. 1818
40Geigen von ihm kommen manchmal vor.
42La Loe. — Paris
43Ein französischer Geigenmacher des 18. Jahrhunderts, der mit Pierre de Planché zusammen arbeitete.

Makers on this page

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.