Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 289

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

49 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 285. See the scan on archive.org.

1Larsen s. Brynildsrud
2Larue, Pierre, Mathieu. — Paris. 1767
3Er war geschworener Zunftmeister für 1767 und ist im übrigen wenig bekannt.
5Laske, Josef Anton. — Prag. Geb. am 18. März 1738 in Rumburg 1), † 30. Nov. 1805 in Prag
6Schüler von Jac. Kolditz und Th. Hulinzky. Er arbeitete dann in Dresden, Berlin, Wien und Brünn. Aus der Fremde zurückgekehrt, machte er sich 1764 auf der Prager Kleinseite ansässig, wo er Malteserplatz Nr. 474 »bei der goldenen Schlange« wohnte; 1765 erlangte er das Bürgerrecht. Am 6. Mai 1766 heiratete er Elisabeth Vogl († 1768) und ging 1779 eine zweite Ehe mit Ludmilla Libovický ein. Außer sehr guten Geigen baute er auch Pochetten, Violen d’amour, Harfen und Mandolinen. Der Name kommt auch Laschke, Lasche oder Láska geschrieben vor. In Böhmen und Polen stand er in höchstem Ansehen bei den Geigern, die (nach Fétis) seine Instrumente denen der Italiener vorgezogen haben sollen. Auf dem Chor der Braunauer Stiftskirche befindet sich von ihm eine Geige von 1765 (1775?). Vier Violinen von 1770 und je eine von 1779, 1780 und 1787 sowie ein Kontrabaß von 1770 befinden sich im Kloster Strahow, ein Baß von 1791 in der Lorettokirche in Prag. Das Musikhistorische Museum von W. Heyer in Köln besitzt eine schöne Taschengeige von ihm.
7Geigenzettel: Josephus Laske / Lauten u Geigenmacher in Prag Anno 1780 (gedruckt). — Josefus Antonius Laske / fecit Pragae anno 1785 (gedruckt) und Abb. 470 und 509.
9Laskovsky, Ignatius. — Hamburg. 1790
10Ein Instrumentenmacher, der am 19. März 1790 Bürger wurde.
12Lassière, Adrien. — Saint Malo. 1735
13Ein Bauernleiermacher, von dem sich in der Sammlung des Barons Léry eine gute Arbeit befindet.
15Laub, Hermann. — ? 1783
16Der Name war nur unsicher, der Ort gar nicht zu lesen, die Violine dunkelbraun lackiert, und nicht schlecht.
18Laumann, Robert. — Budapest. Geb in Budapest 1870
19Schüler von Ferd. Brückner, ging nach beendet Lehrzeit, um sich weiter auszubilden, für fünf Jahre nach Deutschland und begründete 1895 seine eigene Werkstatt. Er arbeitet nur nach dem Stradivariomodell
211) So berichtet J. G. Dlabač in seinem Allg. hist. Künstlerlexikon für Böhmen. Nach einer Mitteilung von Prof. D. Constantin Svorčík in Braunau gilt Laske dort für ein Stadtkind und soll auch dort gearbeitet haben. Die Familie Laske soll von dem polnischen Adelsgeschlecht Laski abstammen. Er selbst schrieb sich auch Lasky, Laschke, sogar Lasche.
23und verwendet einen gelben Öllack. Seine Arbeiten wurden in Budapest 1896 und auf der Pariser Weltausstellung durch Medaillen ausgezeichnet.
24Geigenzettel: Abb. 467.
26Laurent, Emile, père. — Brüssel. Geb. 1859 in Mirecourt
27Ein tüchtiger Nachahmer der alten Meister, der bei Hel in Lille seine letzte Ausbildung erhielt. Er arbeitet sehr sauber und besitzt verschiedene Ausstellungspreise.
29Laurent, Louis Sigismond. — Paris. 1774. 1789
30Geigen von ihm kommen selten vor. Sie gehen auf italienische Vorbilder zurück und haben gelben Lack. L. dürfte aus Mirecourt stammen; er wohnte Passage du Saumon und hatte das Schild: »Au cytre allemand«. Theorben aus den Jahren 1774 und 1775 sind im Museum des Konservatoriums in Brüssel und aus der Sammlung Snoeck in Berlin. Ein C. Laurent, vielleicht sein Sohn, kommt 1806—1819 als Erfinder der Kristallflöten vor.
31Geigenzettel: Au Cy. Allemand / Laurent luthier, passage / du Saumont rue Monmartre / près l’égout à Paris / 1774. (gedruckt). — Au cytre allemand / Laurent / maître luthier passage du Saumon / rue Montmartre / à Paris 1775 (gedruckt).
33Laurent, Pierre und Joseph. — Mirecourt. 1785
34Zwei Brüder, die Geigenmacher waren.
36Laurentius Papiensis s. Lorenzo
37Lauriol, ein guter französischer Geigenmacher, der im 19. Jahrhundert in Bordeaux wohnte
39Lauro, Antonio. — Rom. 1608. 1610
40Er wird in einer Urkunde als »Antonio Lauro liutaro al Pasquino« bezeichnet und dürfte ein Deutscher oder ein Flamländer gewesen sein.
42Laussedat fils. — Clermont. 1814
43Weder von ihm noch von Laussedat père, der doch wohl auch Geigenmacher war, konnte ich je eine Arbeit ermitteln. Er soll als Wiederhersteller nicht ungeschickt gewesen sein.
45Lautenbacher, Anton. — Füssen. 1802
46Eine Geige mit diesem Namen ist in Füssen noch vorhanden; der Name kommt jedoch in den Kirchenbüchern nicht vor, nur ein Haus in Füssen heißt heute noch zum »Lautenbacher«. Es ist daher zu vermuten, daß der damalige Besitzer dieses Hauses statt mit seinem Familienamen mit dem Hausnamen bezeichnet wurde, wie das ja in vielen ländlichen Gegenden Brauch ist. Den Namen, unter dem ihn jeder kannte, schrieb er deshalb in die Geigen. Er gehörte vielleicht der Familie Stoß an.
48Lautenmacher (Lawtenmacher) s. Bertolt, ferner Fritz

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