Scan 304
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
54 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 300. See the scan on archive.org.
1Lippi-Coviaux. — Marseille. 1823. 1840
2Vielleicht ein Verwandter von Pietro L., dessen Namen er dem seinen beifügte. Er war der Nachfolger Laprevottes und der Vorgänger von Ch. Daniel und galt als guter Lehrmeister; Marius Richelme war einer seiner Schüler. Seine Gitarren sind besser als seine Violinen.
4Lippitsch, Heinrich. — Graz. Geb. nach 1850, † 1878 in Bosnien
5Schüler von Franz Herzlieb jun. und dessen würdiger Nachfolger. Ein sehr begabter Geigenmacher, der zu schönen Hoffnungen berechtigte. Zur Zeit der Besetzung Bosniens durch die Österreicher wurde er trotz seines leidenden Zustandes gezwungen, Soldat zu werden. Er wurde darüber schwermütig und schied auf dem Wege nach Serajewo freiwillig aus diesem Leben. Geigenzettel: Heinrich Lippitsch / Reparirt Graz 1877 (geschrieben).
7Lippold. — Markneukirchen
8Aus dieser Familie sind die folgenden Geigenmacher hervorgegangen:
10Lippold, Carl Friedrich. — Geb. 20. Aug. 1772, † 1. Jan. 1854
11Sohn und Schüler von Johann Georg L. Seine Violinen sind denen der Familie Ficker gleich zu achten. Die Arbeit ist sauber, der braungelbe Lack oft recht gut und der Ton sehr ansprechend.
12Geigenzettel: Carl Friedrich Lippold / musikalischer Instrumentenmacher / in Neukirchen 1794 (gedruckt).
14Lippold (Lippoldt), Johann Georg. — Geb. 1739, † 4. Sept. 1824
15Er wird ausdrücklich als Geigenmacherssohn bezeichnet — sein Vater dürfte Wolf Erhardt L. gewesen sein — und war der beste Meister aus seiner Familie. Seine Violinen zeigen gute Arbeit, und wenn sie auch in den Umrisse usw. denen seiner Vogtländer Zeitgenossen ähnlich sind, so ist doch ihr gelbbrauner Lack wesentlich besser, so daß es nahe liegt, anzunehmen, daß er auch einige Zeit anderswo gearbeitet hat. Er wurde am 28. Mai 1760 Meister und starb in einem Alter von 85 Jahren 5 Monaten und 17 Tagen.
16Geigenzettel: Johann George Lippold / musikalischer Instrumentenmacher / Neukirchen bey Adorf 1807 (gedruckt) und Abb. 473.
18Lippold, Johann Gottfried. — Geb. 1737, † 7. Juli 1806
19Sohn von Wolf Nikolaus L. und jüngster Bruder von Wolf Erhardt. Er wurde am 6. Juni 1759 Meister.
21Lippold, Johann Gottlob. — Geb. 10. Juli 1777, † 6. Okt. 1808
22Sohn und Schüler von Johann Georg L.
24Lippold, Wolf Erhardt. — Geb. 1696, † 17. April 1768
25Er war ein Sohn und Schüler von Wolf Nikolaus L. und dürfte noch in Klingenthal geboren sein. Er wurde am 3. Juni 1719 als Meister in die Zunft aufgenommen. Er war sehr tüchtig, stand in hohem Ansehen und saß 1766 als Vor- und Ladenmeister im Zunftrate. Bei ihm schwankt die Schreibart des Namens noch häufig (Lippolt, Lipoldt usw.).
27Lippold (Lippoldt), Wolf Nikolaus, kommt schon 1678 vor und lebte noch 1736
28Der Stammvater der Familie, der später aus Klingenthal nach Neukirchen übersiedelte. Er wird oft kurzweg Nikolaus Lippold genannt.
30Lipski (Lippsky), Fadei Fadejewitsch. — Jelabuga, Wjatka. 1892. 1910
31Ein ehemaliger russischer Offizier, der im Jahre 1892 begann, als Dilettant Geigen zu machen. Nachdem er sich durch fünf Jahre langes Arbeiten eine gewisse Fertigkeit angeeignet hatte, verlegte er sich ganz auf den Geigenbau und wurde später Direktor der Gewerbeschule in Wjatka. Er hat seitdem viele Geigen gemacht und verwendet dazu russisches Holz (weitjähriges wjatisches Tannen- und kaukasisches Ahornholz ohne Flammen). Sein Modell ist ziemlich hochgewölbt mit einer Hohlkehle am Rand. Er verwendet einen dicken, schwarzbraunen Öllack. Der Ton seiner Geigen ist weich, trägt aber nicht weit. Viele Geigenmacher im Norden Rußlands sind seine Schüler. Er besitzt mehrere Medaillen, u. a. von der Ausstellung in Nischnij Nowgorod.
33Lirscher, Johann Georg. — Wels. 1774
34Wahrscheinlich aus der Wiener Schule hervorgegangen, an die seine Geigen erinnern. Die Arbeit ist nicht übel, das Holz und der Lack dagegen wenig vorteilhaft.
36Lissieux. — Lyon. 18. Jahrhundert
37Er wird zwar zu den Geigenmachern gezählt, doch kenne ich nur Blasinstrumente, Musetten und Oboen von ihm.
39Lister, John. — Leeds. 1727. 1728
40Einer der am wenigsten bekannten englischen Geigenmacher des 18. Jahrhunderts.
42Liuti s. Antonio dai Liuti
44Livorno, Vincenzo da. — Livorno. 1862
45Es gibt zwei Personen dieses Namens (Vater und Sohn), doch steht nur von dem Vater fest, daß er Geigen selbst gemacht hat.
47Lobo, Beato Martino, lebt als Gitarren- und Mandolinenmacher in Coimbra
49Lobraszewski. — Warschau. 1865
50Mittelmäßiger polnischer Geigenmacher aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
52Locatelli, Ignatius. — Innsbruck. 1764
53Ein Geigenmacher, der bereits der Verfallszeit der Tiroler Schule angehört und wohl nur vorübergehend in Innsbruck ansässig war. Dr. Fr. Waldner erwähnt ihn nicht in seinen Nachrichten über tirolische Lauten-
Makers on this page
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.