Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 310

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

29 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 306. See the scan on archive.org.

1Luglioni (Lugloni), Giuseppe, ein 1777 vor kommender, von Vidal erwähnter Geigenmacher, der in Venedig lebte
2Luglmayer?, Siegmund. — Wien?. 1760
3Harry Dykes in Leeds bot im Jahre 1910 in Nr. 245 der Zeitschr. »The Strad« eine sehr gute Violine dieses bisher nicht bekannten Wiener Geigenmachers für 10 £ zum Kauf an. Er versicherte, daß sie den Originalzettel trage und erbot sich außerdem zu einer schriftlichen Gewährleistung für die Echtheit.
4Lullier, Charles. — Boulogne, Douai. 1830. 1860
5Seine Geigen verraten die Mirecourter Schule. Besser sind seine Gitarren, die sich durch saubere Arbeit und guten Ton auszeichnen.
6Geigenzettel: Abb. 477.
7Lullier, Joseph. — Mirecourt. 1767
8Bogenmacher.
9Lullier, Joseph Philippe. — Mirecourt. 1762
10Bruder von Joseph L. und wie dieser Bogenmacher.
11Lund, Niels Jensen. — Kopenhagen. 1784 bis 1858
12Schüler von Ole Dreier und nebenbei Militärmusiker. Seine Geigen waren nicht schlecht, besonders gut aber seine nach Tourte gearbeiteten Bogen.
13Lundborg, Pehr. — Stockholm. 1773. 1787
14Ein Klaviermacher, der sich auch als Lautenmacher betätigte und Theorben und Harfen baute. Eine Läute von ihm mit der Nummer 181 besitzt Generalkonsul J. Jahnsson in Stockholm. Ein Klavichord von ihm besitzt das Musikhistorische Museum in Stockholm als Geschenk von Generalkonsul Claudius in Malmö (jetzt in Kopenhagen).
15Lupo, Pietro. — Antwerpen. 1559
16Wahrscheinlich ein Wälscher. Im Jahre 1559 verkaufte er an den Magistrat von Utrecht 5 Geigen für 72 Livres.
17Lupot, François I. — Stuttgart, Orleans. Geb. in Plombières 5. Juli 1725, † in Paris 1804
18Sohn und Schüler von François-Laurent L. Er verheiratete sich und wurde auf Empfehlung des aus Lunéville stammenden Galeriedirektors Guibal um 1758 nach Stuttgart berufen, wo er Lautenmacher des Herzogs von Württemberg wurde und bis etwa 1766 blieb. Man findet ihn dann in Ludwigsburg, der zweiten Residenz des Herzogs. Mit einem glänzenden Zeugnis des württembergischen Hofkapellmeisters Jomelli versehen, kehrte er nach Frankreich zurück und ließ sich gegen 1770 in Orleans als Geigenmacher nieder. Dort wohnte er bis 1794 in der Rue St. Cathérine und folgte dann seinem Sohne Nicolas nach Paris. Er war einer der besseren Geigenmacher seiner Zeit, dessen Ruhm freilich sehr von seinem großen Sohne Nicolas verdunkelt wurde. Auch um sein Leben wurde ein Sagenkranz gewunden; man machte ihn zu einem Schüler von Jos. Guarneri u. dgl., obwohl er nachweislich nie in Italien war und nur nach Stradivari arbeitete. Manche seiner Violinen zeigen am Boden einen helleren Lack, als auf der Decke. Eine schöne Violine von ihm aus dem Jahre 1772 besitzt das Museum des Pariser Konservatoriums. Eine Lyragitarre in New York mit seinem Zettel und der Jahreszahl 1778 dürfte nicht von ihm herrühren.
19Geigenzettel: François Lupot. luthier de / la cour de Wirtenbergk / à Stoutgard l’anno 1763 (gedruckt) und Abb. 478 und 502.
20Lupot, François II. — Paris. Geb. in Orleans 1774, † 4. Febr. 1837 in Paris
21Zweiter Sohn von François I L. und Bruder von Nicolas. Er war hauptsächlich als Bogenmacher berühmt. Seine Geigen sind weniger gut; auf seinem Zettel bezeichnet er sich als einen Schüler von Stradivari, was aber nicht einmal dann stimmt, wenn man annehmen wollte, daß er ihn damit nur als seinen geistigen Lehrer habe bezeichnen wollen. Dagegen gehören seine Bogen zu den besten, die in Frankreich gemacht worden sind. Er soll als erster den Schieber am Frosch eingeführt haben. Seine Werkstatt befand sich von 1837 bis zu seinem Tode in der Rue d’Angevilliers Nr. 18. Einen schönen Bogen mit leichter dunkelbrauner Stange besitzt Apoth. E. Meisner in Nymphenburg bei München.
22Geigenzettel: François Lupot, Luthier / Elève de Antonius Stradivarius / Rue de Cramot à Paris l’an 1798 (gedruckt).
23Lupot, François-Laurent. — Mirecourt, Plombières, Lunéville, Orléans. Geb. 11. Aug. 1696, † nach 1762
24Achter Sohn von Jean L. und Lucy Henry. Er war erst Schulmeister, dann Drechsler und zuletzt Geigenmacher und als solcher Schüler seines Vaters. Mit 20 Jahren heiratete er Catherine Gilson. Vor 1725 siedelte er mit seiner Frau nach Plombières über, er kehrte aber nach einigen Jahren nach Mirecourt zurück, verließ seine Heimatstadt aber wieder am 15. Dez. 1739, um sich neuerdings in Plombières niederzulassen und ging von da bald nach Lunéville. Hier blieb er bis um 1756 und zog darauf nach Orleans. Er war ein sehr geschickter Geigenmacher.
25Geigenzettel: Laurent Lupot / Lunéville 1751 (geschrieben).
26Lupot, Jean (le Jeune). — Mirecourt. Geb. um 1652, † nach 1696
27Sohn des am 19. September 1675 in Mirecourt verstorbenen Nicolas Lupot. Soweit bis jetzt bekannt ist, war er der älteste Geigenmacher seines Namens. Er verheiratete sich im Jahre 1683 mit Lucy Henry, von der er acht Kinder bekam. Er war der Urgroßvater von Nicolas Lupot. Einen Stammbaum der Familie findet man bei A. Jacquot¹), der sich große Verdienste um die Richtigstellung weit verbreiteter, irriger Angaben über die Familie Lupot erworben hat.
28¹) La Lutherie Lorraine et Française. S. 183.

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