Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 312

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

59 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 308. See the scan on archive.org.

1Lutz, Johann I. — Geb. 1820, † 1888
2Sohn von Florian Lutz.
4Lutz, Johann II. — Geb. 1854
5Schüler seines Vaters Vincenz L. Einer der besten Geigenmacher seines Ortes; Inhaber der Firma J. T. Lutz, die 1875 begründet wurde. Ton und Lack seiner Geigen sind gut. Auch seine beiden Brüder sind Geigenmacher.
6Geigenzettel: J. T. Lutz, / Instrumenten-Erzeuger / Schönbach (Böhmen) (gedruckt). Abb. 464.
8Lutz, Johann III. — Schönbach. † 1891 in Schönbach
9Zweiter Sohn und Schüler von Anton Lutz.
11Lutz, Josef I
12Jetzt der alleinige Inhaber der Firma Brüder Lutz, er ist der zweite Sohn des 1896 verstorbenen Anton L..
14Lutz, Josef II
15Er hat seine Werkstatt im Hause Nr. 392.
17Lutz, Martin, noch tätig
19Lutz, Michael. — 1835
20Direktor Müller in St. Gallen besaß eine gute Violine mit dunkelbraunem Lack und stumpfen Ecken, die auf der Innenseite der Decke die Inschrift »Michael Lutz in Mittenwald 1835« trug. In Mittenwald war nie eine Familie Lutz heimisch, aber wahrscheinlich hat ein Schönbacher Lutz dort als Lehrling oder Gehilfe gearbeitet, da die Stelle, wo die Inschrift angebracht war, es als ausgeschlossen erscheinen läßt, daß der Verfertiger nach bekanntem Vorbild den Ursprungsort zum Zwecke der Täuschung des Käufers falsch angegeben hat.
22Lutz, Vincenz. — Geb. 1821, † 1886 in Schönbach
23Zweiter Sohn des 1840 verstorbenen Ignaz L. und Schüler seines Bruders Anton L.
25Lutz, Gebrüder. — Wien
26Eine Schönbacher Firma, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Wien bestand und deren einer Teilhaber der Schwager Ignaz Sandners gewesen sein soll.
28Lutz, Georges. — Paris. 1895. 1900
29Neffe, Schüler und Nachfolger von Louis Lutz.
31Lutz, Ignaz. — Wien. Geb. 1843 zu Schönbach, † 1907
32Schüler seines Vaters Anton Lutz. Er bereiste nach beendigter Lehrzeit zu seiner weiteren Ausbildung ganz Österreich und Ungarn, einen großen Teil von Deutschland und Italien und ließ sich 1868 in Wien nieder, wo er Franz Hoyers Nachfolger wurde. Er war seit 1878 k. k. beeideter Schätzmeister, Besitzer vieler Preise von Ausstellungen, pers. Hoflieferant usw. und machte auch Zithern, Gitarren, Klavierharfen und Klavierzithern von eigener Konstruktion. Gemeinsam mit seinem Sohn beschäftigte er sich besonders mit dem Lackieren und machte vielerlei Versuche, um den altitalienischen Geigenlack zu kopieren, und in einzelnen Fällen ist ihnen dies auch in hervorragendem Maße gelungen. Die dazu verwendeten Geigen stammten aus Schönbach. Das Geschäft wurde 1909 aufgelöst, und seitdem kommen viele Lutzsche Geigen mit mißlungenen Lackversuchen im Handel vor, die völlig wertlos sind.
33Geigenzettel: Ignaz Lutz / Musikinstrumentenfabrikant / Wien (gedruckt).
35Lutz, J. — Graslitz. 1893
36Er war noch im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts tätig und arbeitete hauptsächlich für den Handel nach Amerika. Auf der Ausstellung in Chicago hatte er gute Streichinstrumente ausgestellt.
38Lutz, Louis. — Paris. Geb. in Lausanne um 1840, † in Paris 1895
39Schüler seines Bruders Théophile L. Er machte hauptsächlich Gitarren und Mandolinen.
40Geigenzettel: Abb. 484.
42Lutz, Théophile. — Lausanne. 1850. 1883
43Guter Schweizer Geigenmacher und tüchtiger Geiger. Lehrer seines Bruders Louis L.
45Lutze, J., lebt als Streichinstrumentenmacher in Karlsbad
47Lux, Franz I. — Wien. 19. Jahrhundert
48Bruder von Wendelin L. Er arbeitete im III. Bezirk (Landstraße) und hatte im Jahre 1857 sein Gewerbe angemeldet. Er befaßte sich hauptsächlich mit dem Verkauf von Egerländer-Geigen.
50Lux, Franz II. — Wien. 1896. 1910
51Sohn von Franz I L., Neffe und Schüler von Wendelin L. Er führte das väterliche Geschäft fort, ist aber hauptsächlich Musiker.
53Lux, Wendelin. — Wien. 1860. † 1896
54Er war als Schüler von Anton Kiendl hauptsächlich Zithermacher. Nachdem er sich selbständig gemacht hatte, verlegte er sich mehr auf den Geigenhandel und war als Reparateur von Streichinstrumenten ein sorgfältiger, sehr tüchtiger Arbeiter. Besonders gut waren seine Kontragitarren. Eine Gitarre von ihm in Bandurriaform befindet sich im Musikhistorischen Museum in Stockholm.
56Luzzi. — Paris. 1768. 1788
57Dem Namen nach ein Italiener, der sich in Paris niedergelassen und in der Rue Mazarin seine Werkstatt hatte. Er machte alle Gattungen von Musikinstrumenten, war aber nur ein Handwerker.
58Geigenzettel: Luzzi Mre. luthier, rue / Mazarine près le carrefour de Bussy (gedruckt).

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