Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 316

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

53 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 312. See the scan on archive.org.

1auch musikalisch gut gebildet, so daß er als der beste Zitherlehrer in Wels galt. Als Geigenmacher war er ein zwar wenig bekannter, aber geschickter Meister, von dem verschiedene gute Violinen vorkommen. Er arbeitete nach einem flachen Modell und verwendete braunen Lack. Eine Geige von ihm ist in der Sammlung des Pater Haas in Herzogenburg.
2Geigenzettel: Johannes Mahrer fecit / Wels anno 1844. (gedruckt). — Johann Mahrer fecit / 1835 (geschr.).
4Maier. — Traunstein. 1811
5Ein Stadtmusikant (Türmermeister), der sich auch mit der Wiederherstellung schadhafter Geigen beschäftigte.
6Geigenzettel: Rebarirt Maier Thürmer / maister in Traunstein anno 1811. (geschrieben).
8Maier, Anton. — Böhm.-Krumau (Krumlov).
9Geb. zu Schönbach (Böhmen) 7. Sept. 1869
10Schüler von Josef Sandner und Rudolf Placht in Schönbach und von Fiedler und Schiller in Markneukirchen. Ließ sich im März 1895 zu Krumau nieder.
12Maindorge. — Rouen. 1708
13Nur dem Namen nach bekannt.
15Mainelli (Majneli, Majnely), Luigi. — Cremona. 1823
16In Geigen, die nicht schlecht sind, flach gewölbt mit schönem roten Lack, die aber wenig Italienisches an sich haben, findet sich gelegentlich dieser sonst nicht bekannte Name und der Brandstempel »L. M. C.«, dazu fast immer die Jahreszahl 1823. Vielleicht hat ein Meinel seine Geigen durch die welsche Form des Namens verkäuflicher zu machen gesucht? Eine Geige mit diesem Namen besitzt u. a. Primarius Dr. Smoler in Olmütz.
18Maire, Etienne. — Paris. Geb. in Barcelona 1867
19Schüler und seit 1895 Nachfolger seines Vaters E. Maire-Breton. Er siedelte 1898 nach Paris über, wo er seine Werkstatt in der Rue Poissonière Nr. 26 eröffnete. Jetzt wohnt er in der gleichen Straße Nr. 31. In Spanien verwendete er eine Brandmarke, jetzt den Zettel: Abb. 558.
21Maire, Michel. — Mirecourt. 1756. 1760
22Kommt als Geigen- und Bogenmacher in den Akten vor.
24Maire, Nicolas. — Mirecourt. 1774
25Vielleicht Sohn oder Bruder von Michel M.
27Maire, Nicolas. — Paris. Geb. in Mirecourt 28. Dez. 1800, † 17. Juli 1878
28Enkel von Michel M. Schüler des alten J. Lafleur, bei dem er viele Jahre als Gehilfe arbeitete, und dessen Nachfolger; ein geschickter Bogenmacher. Er wohnte in der Rue de Viarmes und war ein Schwager des Geigenmachers Nic. Guinot.
30Maire-Breton, Etienne. — Barcelona. Geb. in Mirecourt 1827, † nach 1895
31Schüler von François Collin. Im Jahre 1854 ging er nach Barcelona, stand durch 21 Jahre der Geigenmacherwerkstatt der Fabrik Altimiras vor und machte sich dann 1875 selbständig. Im Jahre 1895 wurde sein Sohn sein Nachfolger.
33Makropulos, Georgios, lebte ungefähr von 1865—1890 als Gitarren- und Mandolinemacher in Athen
35Malagoli, Eleuterio. — Modena. † 1827
36Talentvoller Gitarrenmacher und unvergessen als der Held eines Liebesdramas, dem er zum Opfer fiel.
38Malagoli, Folgenzio. — Modena. 1856
39Er hat viele alte Geigen wieder hergestellt, doch ist mir nicht bekannt, daß er auch neue gemacht hat.
41Malahar (?), Pierre. — Bordeaux. 1698
42Eine Baßviola der Sammlung Savoye in Paris trägt den Namen dieses französischen Geigenmachers des 17. Jahrhunderts. Eine gutgearbeitete und gutklingende Violine von ihm wurde vor dem Kriege in London für 16 Pfund St. versteigert.
44Malchant. — (Mirecourt?) 19. Jahrhundert
45Ein Gitarren- und Lautenmacher, von dem C. C. Snoeck eine Gitarre besaß, deren Decke von einem Dachstern und zwei F-Löchern durchbrochen war. — Der Name dürfte falsch gelesen sein und richtig Mauchant lauten.
47Maldoner, Johann Stephan. — Füssen. 1750. 1799
48In den Füssener Umlageregistern von 1774 kommt er mit seinen Söhnen Hans Michael, geb. 1770 und Mang (Magnus) Anton, geb. 1773, als Lautenmacher vor. Da seine Geigen mehr an die Mittenwalder als an die Füssener Schule erinnern, dürfte er dort gelernt haben. Seine Arbeit ist übrigens oft handwerksmäßig, das Holz ohne Sorgfalt gewählt und jetzt meist vom Wurm zerrissen. Er machte hauptsächlich Violoncelli und Bässe. Es gibt aber auch Instrumente von sehr vorteilhafterm Äußern und gutem Ton von ihm. Eine sechssaitige Diskantgamba mit seinem Namen und der Jahreszahl 1702, goldgelb lackiert und mit einem menschenähnlichen Löwenkopf am Wirbelkasten besitzt Fritz Wildhagen in Halensee. Wenn die Jahreszahl richtig gelesen ist, müßte es in Füssen zwei gleichnamige Meister gegeben haben — vielleicht Vater und Sohn.
49Geigenzettel: Joannes Stephanus Maldoner / Fecit Füssen, 17. (gedruckt).
51Maldoner, Michael. — Füssen. Geb. um 1697, † 1. Mai 1774
52Ein angesehener Lautenmacher, der im Umlageregister für 1741 als Ratsherr und Vater eines Sohnes namens Dominikus aufgeführt wird. Eine Violine von ihm (ohne Jahreszahl) ist in Füssen noch vorhanden.

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