Scan 321
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Kenntnis alter Instrumente erwarb. 1889 wurde er Gioffredo Rinaldis Nachfolger. Er arbeitet nach den von Pressenda stammenden Modellen, wie er auch goldgelben Lack nach Pressendas Rezept anwendet. Er besitzt goldene und silberne Medaillen (von Turin 1898, Paris 1900 usw.).
2Geigenzettel: Abb. 557.
4Margalé, François. — Mirecourt. Geb. 1. Nov. 1728, † 21. Juni 1788
5Sohn und Schüler von Charles M., der schon 1712 nachweisbar ist; er galt als guter Geigenmacher und war auch ausübender Geiger.
7Margini, Antonio. — Cremona (?). 1693
8Ein bisher nicht bekannter »Cremoneser«, von dem sich eine dunkelrot lackierte Violine in Boryslaw in Galizien befindet. Der nicht einwandfreie Zettel, bei dem vielleicht der Schreiber die Namen Antonius Stradivari und Paolo Maggini mischen wollte, lautet: Antonius Margini / in Cremona. 1693 (gedruckt).
10Maria, Giuseppe da. — Neapel. 1770. 1779
11Er wohnte unweit dem Collegio di Musica (gegründet 1537), das in dem neben der Kirche S. Pietro a Maiella befindlichen Klostergebäude untergebracht ist. Seine wenigen leidlich hochgewölbten Geigen sind nicht besonders hervorragend, haben aber schönen, orange-gelben Lack. Dagegen sind seine Mandolinen berühmt; ein Prachtexemplar (Mandola) besitzt Gautier in Nizza. Eine gute Violine von ihm besitzt Dr. J. Geyer in Budapest.
12Geigenzettel: Joseph di Maria di Nap. / in strada S.° Pietro a Maiella / fece in Napoli Año Dni 1778 (gedr.).
14Maria (Marius), Joannes — . . . 1515. 1540
15In alten Violen usw., sowie in der aus dem Besitze von A. Hajdecki und E. Rott in das Eigentum von Hill & Sons in London übergegangenen Lira da fraccio, die früher einen als gefärbt erwiesenen Zettel mit dem Wortlaut »Gasparo Duiftopruggor Bonoriensis anno 1518« trug, finden sich die beiden Taufnamen Joannes Maria, die in der verbundenen Form »Giammaria« (Gianmaria) keine Seltenheit sind. Auch einige Lauten- und Geigenmacher mit diesen Taufnamen lassen sich nachweisen, wie z. B. del Busetto oder auch dalla Corna usw. Es wäre sehr erfreulich, wenn sich der Meister der erwähnten Lira noch einmal feststellen ließe.
17Marjanenko, Luka. — Kertsch, Kiew. Geb. nach 1870 in Kertsch
18Ursprünglich für einen anderen Beruf bestimmt, wurde er 1893 durch die Schriften A. Lemans angeregt, sich dem Geigenbau zuzuwenden. Natürliche Begabung und Fleiß halfen ihm, sich durch Selbststudium die nötigen Fertigkeiten anzueignen. Er reiste mit seinen Geigen ins Ausland, wo er von bedeutenden Geigern ermuntert wurde. Er ließ sich als Geigenmacher zuerst in Kertsch nieder und siedelte nach 1906 nach Kiew über. Er ist sehr fleißig, hat schon zahlreiche Instrumente gebaut und arbeitet sehr sauber nach Maggini, Stradivari und nach einem eigenen Modell. Die Ecken macht er sehr scharf und die F-Löcher etwas steif. Sein dunkelroter oder gelbroter Spirituslack ist dünn aufgetragen. Der Ton ist groß, aber scharf.
20Mariani, Antonio. — Pesaro. 1636. 1680
21Seine Zeit wird gewöhnlich fast um 100 Jahre zu früh angenommen; Vidal, Valdrighi u. a. setzen ihn in das Jahr 1570. Dagegen sprechen sowohl seine Geigen als auch seine Zettel. Wenn auf diesen 1619 zu lesen ist, so scheint diese Zahl aus 1649 entstanden zu sein. Er konnte sehr gute Geigen bauen, und hatte einen prächtigen Lack, namentlich seine Violoncelli verdienen alles Lob, doch kommen auch mittelmäßige Geigen von ihm vor, die als seine Jugendarbeiten gelten. An diesen ist das Holz unschön und gewöhnlich; die F-Löcher sind roh mit dem Messer ausgeschnitten, die Schnecke ziemlich plump, doch klingen seine Geigen immer gut. Die Geigen werden gern für Arbeiten Gaspar da Salòs ausgegeben, obwohl sie wegen ihrer doppelten Einlagen eher an Magginis Stil erinnern. Übrigens ist auch sein Name von Fälschern oft mißbraucht worden. Wegen der weit auseinanderliegenden Jahreszahlen nehmen manche zwei gleichnamige Meister an. Er verwendete verschiedene Zettel. Eine Violine aus dem Jahre 1666 von ihm besitzt J. T. Chapman. Eine von W. Th. Jaura verkleinerte braun lackierte Viola mit doppelter Einlage, schief gestellten, schwunglosen F-Löchern, flach gewölbt mit fast gar nicht ausgestochener Schnecke besitzt Univ.-Prof. Dr. L. Réthi in Wien.
22Geigenzettel: Antonius de Marianis / fecit Pisauri anno 1638 (gedruckt). — Antonio Mariani / Fece in Pesaro / Anno 1680 (gedruckt) und Abb. 545.
24Mariani, Fabio. — Pesaro. 1679
25Vielleicht ein Sohn Antonios. Er wird als Geigenmacher von Valdrighi (4299) erwähnt, obwohl Arbeiten von ihm nicht nachzuweisen sind.
27Mariano, Davide Chirone. — Como. 1904
28Von ihm war eine gute Viola in der Londoner italienischen Ausstellung zu sehen.
30Marino, Bernardo (Bernardino). — Rom. 1770. 1805
31Er steht unter Tecchlers Einfluß, kann aber nur als Handwerker gelten. Sein Lack ist rötlichbraun, der Ton stumpf, so daß selbst eine tadellos erhaltene Geige von ihm kaum höher als eine gleichalte Mittenwalder bewertet werden kann.
33Maris. — Firenzuola
34Ein von Valdrighi (1969) aufgeführter Musikinstrumentenmacher, der aber in Firenzuola gänzlich unbekannt ist. Auch in der ganzen Umgebung kommt dieser Name nicht vor.
36Marizot, Bastien. — Charkow. 1870. 1892
37Er kam aus Mirecourt als Gehilfe zu Salzard nach Moskau und machte sich später in Charkow selbstständig. Seine Arbeit entspricht gutem Mirecourter Durchschnitt.
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- Margalé, François
- Margini, Antonio
- Maria
- Maria, Joannes
- Marjanenko, Luka
- Mariani, Antonio
- Mariani, Fabio
- Mariano, Davide Chirone
- Marino, Bernardo (Bernardino)
- Marizot, Bastien
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