Scan 325
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Masson, Nicolas und Antoine. — Paris. Geb. in Thons (Vogesen) 13. Mai 1863 und 15. Sept. 1864
2Zwei Brüder, die durch Selbststudium das Geigenmachen erlernten und sich »unter Zugrundelegung der physikalischen und akustischen Gesetze und unter Beobachtung der von den Cremoneser Meistern aufgestellten Regeln« ein eigenes Modell schufen. Nach zwölfjährigem wissenschaftlichen Studium und durch zehn Jahre fortgesetzten Versuchen traten sie am 1. Juli 1899 in die Öffentlichkeit und haben ihre Werkstatt für die Anfertigung von Violinen, Bratschen und Violoncelli in der Rue Ramey 44 begründet. Sie kopieren auf Wunsch die Modelle von Amati, Stradivari und Stainer, bevorzugen jedoch ihr eigenes Modell, dem sie elegantere Form und leichtere Spielbarkeit zuschreiben, und mit dem sie den modernen Anforderungen an den Tonumfang besser Rechnung tragen zu können glauben. Ihren Lack, der schön goldrot ist, bereiten sie selbst und behandeln die Herstellung als Geheimnis.
3Geigenzettel: Abb. 552.
5Mast, (Blaisot) Bloise. — Mirecourt?, Paris. 1821
6Wenig hervortretender Meister, der nach A. Jacquots Vermutung wahrscheinlich Blaisot hieß und der Schwager oder Schwiegervater von J. L. Mast gewesen sein könnte. Er datierte seine Instrumente von Paris aus, so z. B. eine Gitarrelyra der Sammlung Snoeck (Nr. 364) in Berlin.
8Mast, Jean-Laurent. — Mirecourt, (Paris?). 1750. 1789
9Geschickter, aber wenig geschätzter Geigenmacher aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Flaches Modell, dicker Spiritusharzlack, der so stark nachgedunkelt hat, daß er jetzt ganz schwarz wirkt. Er verwendete innen und außen eine Brandmarke: J. L. Mast / A PARIS. Er war seit 1775 der Schwiegervater von François II. Nicolas.
11Mast, Joseph-Laurent. — Toulouse. 1802. 1830
12Geboren in Mirecourt, Sohn von Jean L. M., Schüler von Didier Nicolas. Seine Arbeit läßt seine Schule deutlich erkennen, doch hat er einzelne Geigen aus schönem Holz mit besonders großer Sorgfalt durchgeführt: nur die F-Löcher liegen schräge und sitzen bei ihm selten an der richtigen Stelle. Sein Lack ist gelb oder rötlich und sieht gut aus. Auch Gitarren (Lyra- und Harfengitarren) von ihm kommen vor. Den Boden seiner Instrumente verzierte er gerne mit weiblichen Bildnissen u. dgl. Er verwandte untenstehende Brandmarke »Mast fils Toulouse«, der er manchmal die Jahreszahl beifügte, und verschiedene Zettel. Arbeiten von ihm besitzen das Pariser Konservatorium und Baron de Léry.
13Geigenzettel: Raccommodé par Mast rue / des Balances à Toulouse 1808 (gedruckt). — Josephus Laurentius Mast / fecit Apollini Deo Harmoniae / 1816 (gedruckt).
15Mastini, Giacomo Alessandro. — Penna. 1730
16P. de Wit veröffentlicht den geschriebenen Zettel ohne nähere Angaben.
18Matabosch, Juan. — Barcelona. 1797
19Er soll gute Gitarren gebaut haben. Sein Zettel ist bei P. de Wit zu finden.
21Matern, Johann Christoph. — Warmbrunn. 18. Jahrhundert
22Arthur Voß in Charlottenburg besitzt eine siebensaitige, hochgewölbte Viola d’amore von ihm mit gelbbraunem Lack, schwerfällig in der Form und ziemlich roh gearbeitet.
23Geigenzettel: Joh. Christoph Matern / Violinmacher / Warmbrunn nächst Hirschberg (geschrieben).
25Mathes, J. A. — Berlin. 1825. 1830
26Nur als Gitarren- und Lautenmacher bekannt, doch soll er auch Klaviere gebaut haben, wie sein Vorgänger Thielemann. Eine Lyragitarre aus Zedernholz von ihm befindet sich in W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln. Das Bachhaus in Eisenach besitzt eine schöne Lyragitarre (Nr. 17) aus dem Jahre 1830 von ihm.
27Geigenzettel: J. A. Mathes, vorm. J. G. Thielemann / Berlin, Lindenstr. No 82 / Anno 1826 (gedruckt). — J. A. Matthes / vormals J. G. Thielemann / Berlin / Lindenstraße No 82 / verfertigt alle Arten Guitarren und Aeols Harfen von / in und ausländischen Holze. 1830. (gedruckt).
29Mathias. — Nürtingen
30Grillet teilt diesen Namen nebst Zettel mit und bezeichnet die Arbeit als handwerksmäßig. Der Name oder Ort dürfte falsch gelesen sein. In Nürtingen kam der Familienname Mathias nie vor. Immerhin könnte dieser Matthias vorübergehend in Nürtingen gelebt haben.
31Geigenzettel: Mathias à Nürtingen en Suabe / Anno … (gedruckt).
33Mathieu, François. — Mirecourt. 1774
34Bogenmacher.
36Mathieu. — Paris. 1731
37Dem Namen nach aus Mirecourt stammender Bauernleiermacher, der seit 1731 in der Rue Coquillerie wohnte. Eine hübsch verzierte Bauernleier von ihm befand sich in der Sammlung Savoye.
39Mathieu, Nicolaus. — Mirecourt. Geb. 23. Dez. 1753, lebte noch nach 1789
40Sohn eines schon 1750 vorkommenden Joseph M. und vielleicht der Bruder eines im Jahre 1772 heiratenden Claude M. Wenig bekannter Instrumentenmacher des 18. Jahrhunderts, der seine Arbeiten aus Paris datierte. Seine Geigen sind nach einem großen Modell gebaut, flach gewölbt und haben braunen Lack.
41Geigenzettel: Nicolaus Mathieu / Faiseur d’instruments a Paris / Anno 1780 (gedruckt).
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