Scan 33
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Banks, Benjamin (II). — Salisbury, später London, dann Liverpool. Geb. 13. Sept. 1754, † 22. Jan. 1820 in Liverpool
2Zweiter Sohn und Schüler von Benj. B. (I), bei dem er bis etwa 1780 gearbeitet hat. Er ging dann nach London und wohnte Sherrard Street, Golden Square N. 30, später zog er nach Liverpool, wo er in der Bank Street seine Werkstatt aufschlug. Es sind nur wenige Arbeiten seiner Hand bekannt, er hat wohl meist für Händler gearbeitet.
3Geigenzettel: Made by Benjn. Banks / No 30 Sherrard Street, Golden / Square, from Salisbury (gedruckt).
5Banks, Henry. — Salisbury, Liverpool. Geb. in Salisbury 1770, † 16. Okt. 1830 in Liverpool
6Sechster Sohn von Benj. B. (I), bei dem er auch gelernt hat. Er verlegte sich in der Folge mehr auf das Reparieren von Pianofortes und war ein gesuchter Klavierstimmer. Er blieb aber dabei Teilhaber seines Bruders und hat wohl auch an verschiedenen Instrumenten, die aus der gemeinsamen Werkstatt hervorgingen, mitgearbeitet.
8Banks, James. — Salisbury, später Liverpool. Geb. in Salisbury 1756, † in Liverpool 15. Juni 1831
9Vierter Sohn von Benj. B. (I), Schüler seines Vaters, den er gleichwertig nachahmte. Er gebrauchte die gleichen Modelle und verwendete den gleichen Lack, nur von etwas schwärzlicherer Färbung. Er arbeitete mit seinem Bruder Henry zusammen, mit dem er das väterliche Geschäft in der Catherine Street fortsetzte. Im Jahre 1811 verkauften sie dasselbe und siedelten nach Liverpool über, wo sie erst in der Church Street und dann in der Bold Street wohnten. Ein Cello, von den beiden Brüdern 1797 gebaut, war 1871 im South Kens. Mus. ausgestellt.
10Geigenzettel: James and Henry Banks / Musical Instrument Makers / and Musik Sellers / Salisbury 1802 (gedruckt).
12Bantis (?), Jean. — Mirecourt. Um 1740
13Er soll nur handwerksmäßig gearbeitet haben, doch gelang es mir nicht, Arbeiten von ihm kennen zu lernen. Auch Jacquot erwähnt ihn nicht.
15Barabàs. — Cremona. 1793
16Eine Viola d’amore von ihm besaß der Maler Kraus in München. Auch Valdrighi führt diesen Namen (Nr. 3664) auf. Näheres war jedoch nicht zu erfahren.
18Baracchi, Venerio. — S. Martino d’Este. (Modena.) 1829
19Mittelmäßiger modenesischer Geigenmacher, der im Sommer Landwirtschaft betrieb. Seine Geigen klingen manchmal recht gut.
21Baraldi, Alfonso. — Modena, Bomporto. 1879. 1891
22In seiner Arbeit nicht ungeschickt, doch lassen Holz und Ton zu wünschen übrig.
24Baraldi, Giovanni. — San Felice (Modena). 1766
25In Valdrighis Nomocheliurgografia wird er unter Nr. 204 mit der Jahreszahl 1766 angeführt. In der Berliner staatlichen Sammlung alter Musikinstrumente befindet sich ein zur Lira in gamba hergerichtetes, altes Streichinstrument (Nr. 820) mit der Jahreszahl 1566, die offenbar unrichtig ist. Nach dem Zettel ist anzunehmen, daß Baraldi ein Dominikanermönch war. Seine Arbeit ist roh, ob die häßlichen F-Löcher ihm zuzuschreiben oder schon vorher gewesen sind, will ich nicht entscheiden.
26Geigenzettel: Fece questo violunetto io / Giovanni Baraldi di S. D. / L’anno del Signore 1(5)66 (gedruckt).
28Bárány, Desiderius (Dezsö). — Budapest. Geb. 1871
29Schüler von Pilát und von Hamberger in Wien. Im Jahre 1897 machte er sich selbständig. Der Ton seiner kräftig gebauten Geigen wird gelobt. Er verwendet einen rotbraunen Lack.
30Geigenzettel: Készitette / Bárány Deszö / Bpest 1897 Op. . . . (geschrieben).
32Barat, arbeitete im 19. Jahrhundert in Paris
33Baravalli, Francesco
34Unbekannter italienischer Geigenmacher des 18. Jahrhunderts.
36Barbanti, Silva Francesco. — Correggio. 1847. 1850
37Da er nur selten einen Zettel in seine Geigen einklebte, läßt sich nicht feststellen, ob er überhaupt viele Geigen neu gebaut hat. Er galt jedoch seinerzeit als tüchtiger Meister und namentlich seine Violoncelli sind sehr beliebt.
39Barbara, Charles. — Orleans. 1810. 1850
40Er soll sich nur mit Wiederherstellungsarbeiten beschäftigt haben.
42Barbaro s. Branzo
44Barbé, Amable Télesphore. — Paris, Nancy. Geb. in Dijon 1822
45Sohn von J. Barbé und Schüler von Derazey. Als er nach Paris kam, wurde er Gehilfe bei J. B. Vuillaume, den er als seinen eigentlichen Lehrmeister betrachtet. Er gilt als geschickter Künstler, hat aber seit 1865 fast ausschließlich für große Firmen (Vuillaume, Miremont und Gand in Paris, Jacquot in Nancy usw.) gearbeitet.
46Geigenzettel: Télesphore Barbé / Expremier ouvrier de J. B. Vuillaume / medaillé à l’Exposition de 1867 / Paris (gedruckt).
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