Scan 358
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Nielsen, Isak. — Norwegen. Um 1700
2Schüler von Lars Klark in Östersjö. Er gilt als der Schöpfer der sog. »Hardangerfele«, einer Volksgeige, die kleiner als die Violine ist, mit niedrigerem Steg, kürzerem Hals, hochgewölbter Decke und mitklingenden Untersaiten. Am Wirbelkasten findet sich gewöhnlich ein Drachenkopf. Sein Sohn Tron (Trond) Isaksen (s. d.) war sein Nachfolger.
4Niemeyer, Adalbert. — München. 1900
5Ein Professor, der ein einsaitiges, der singhalesischen zweisaitigen »Venâva« ähnliches Streichinstrument herstellte, dessen Korpus eine Kokosnuss mit einer Trommelfelldecke ist, und das er »Cococello« nennt.
7Nier, Cajetan, arbeitet als Geigenmacher in Watzkenreuth bei Fleissen
9Nigetti, Francesco, gen. Cestinetti. — Florenz. 1645. † 1682
10Ein Tonkünstler, der sich auch mit dem Anfertigen von Saiten- und Tasteninstrumenten beschäftigte und u. a. das von ihm Proteus benannte »Cembalo omnicordo« erfand.
12Nigg, Gottfried. — Füssen. 1741
13Er stammte aus Gunzenberg und kommt in dem Füssener Umlageregister für 1741 als Lautenmacher vor.
15Nigg, Sympert I (Koloman). — Füssen. Geb. 14. Okt. 1702, † 30. Okt. 1759
16Sohn des Bierbrauers (cerevisianus) Magnus N. und seiner Frau Sabina. In den Umlageregistern für 1737 wird er mit einem fünfjährigen Sohne Hans Michael und einem dreijährigen Sohne Thomas aufgeführt. In der Sterbematrikel wird er als testudinarius bezeichnet. Er darf nicht mit Sympert Niggell verwechselt werden.
18Nigg, Sympert II. — Füssen. 1774
19Vielleicht der jüngste Sohn von Sympert I N. Er wird in den Steuerlisten für das Jahr 1774 genannt. Arbeiten von ihm mit handschriftlichen Zetteln sollen durch fremde Hinzufügung des Buchstabens I als Werke von Sympert Niggell (Niggl) ausgegeben werden.
21Nigg, Thomas. — Füssen. Geb. 18. Dez. 1733, † nach 1774
22Sohn von Sympert I (Koloman) N. und dessen Frau Maria Anna. In den Füssener Steuerlisten für 1774 wird er als vierzigjähriger Lautenmacher aufgezählt.
24Niggell, Sympert. — Füssen1). Geb. 14. April 1710 in Schwangau, † 17. Juli 1785
25Sohn des Matthäus N. und seiner Frau Regina. Als »cheliferarius de Schwangau« heiratete er am 26. September 1740 die Maria Regina Ott (gest. 19. Mai 1784). Der bedeutendste Füssener Meister des 18. Jahrhunderts. Sein Todesintrag lautet: »Sympertus Niggli vi-
271) Wenn Hart ihn nach Paris versetzt, muß wohl ein Lesefehler die Schuld tragen.
29duus obit 17. VII. 1785 chelificum facile celeberrimus, vir sancte, simplex et rectus.« Seine Arbeit hält zwischen Stainer und Alban ungefähr die Mitte. Seine Geigen sind sorgfältig durchgeführt, die Wölbung nicht allzu hoch, das Holz recht gut; nur der Lack (von hellroter, rotbrauner oder auch schwarzbrauner Farbe) ist etwas spröde und springt leicht ab. In der staatl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin ist eine aus der Sammlung Snoeck stammende 14saitige Viola d’amore von ihm, mit einem hübsch geschnitzten, eine Fortuna darstellenden Köpfchen am Wirbelkasten (Nr. 499). Ein Violoncello von ihm aus dem Jahre 1750 besitzt W. Heyers Musikhist. Museum in Köln. Einige seiner Geigen tragen außer seinem Zettel im Innern auch die Brandmarke Nr. 73.
31Geigenzettel: Sympertus Niggell / Lauten- und / Geigen-Macher in Füssen / 1750 (gedruckt) und Abb. 562.
33Niggl, Korbinian. — Braunau. 1849
34Wahrscheinlich zur Füssener Familie gehörig oder ein Sohn von Seb. Nickl. Seine Arbeit ist mittelmäßig. Geigenzettel: Korb. Niggl bürgl. Geigen- / macher in Braunau 1849 (gedruckt).
36Nigl s. Nickl
38Nigout. — Jenzat (Allier). 1863
39Schüler von Pajot; macht Bauernleieren.
41Niklas s. Niclas
43Nilssen s. Nielsen
45Nilsson, N. — Malmö. Geb. 1842
46Ein geschickter schwedischer Geigenmacher der Gegenwart, der 1897 in Malmö recht gute Arbeiten ausgestellt hatte. Er ist auch in der Wiederherstellung alter Instrumente recht tüchtig; mehrere Arbeiten von ihm besitzt das Musikhistorische Museum in Stockholm.
48Nisbet, William. — Lint Mill, Prestonkirk. Geb. 3. Jan. 1828 in Stenton
49Er hat sich in vielen Berufen versucht und über 100 Violinen, zuerst frei nach Maggini, später nach einem eigenen, an Nicolas Amati erinnernden Modell gemacht. Er nahm gutes Holz und einen braunen Spirituslack. 1886 erhielt er für seine Geigen auf der Ausstellung in Edinburgh zwei Bronzemedaillen. Er schrieb seinen Namen mit einem harten Bleistift, der ins Holz dringt, auf die Innenseite des Bodens. Meredith-Morris widmete ihm einen Aufsatz in »The Strad« 1899, Nr. 130.
51Geigenzettel: Wm Nisbet / Lint Mill / 1890 (geschr.).
53Nisle, David. — 1799
54Beifolgenden Reparaturzettel ohne Ortsangabe fand ich in einer Geige: Reparirt von David Nisle / Musicus und Instrumentenmacher / Anno 1799 (gedruckt).
56Nobili, Antonio Francesco. — Florenz. 1693
57Ein Lautenmacher, den ich bisher nur bei Valdrighi (2247) erwähnt gefunden habe.
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- Nielsen, Isak
- Niemeyer, Adalbert
- Nigetti, Francesco
- Nigg, Gottfried
- Nigg, Sympert I (Koloman)
- Nigg, Sympert II.
- Nigg, Thomas
- Niggell, Sympert
- Niggl, Korbinian
- Nilsson, N.
- Nisbet, William
- Nisle, David
- Nobili, Antonio Francesco
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