Scan 366
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Bürgerrecht auf der Prager Kleinseite¹). Eine Viola von ihm aus dem Jahre 1651 befindet sich in M.-Běnátky i. B., eine zweite, von 1657 besitzt die St. Veitskirche in Prag.
2Geigenzettel: Andreas Ott, / Lautten- und Geigenmacher in Prag Ao. 1657 (gedruckt).
4Ott, G(eorg?). — Füssen. 1620
5Mutmaßlich ein Sohn des aus Remnatsried im Jahre 1546 in Füssen eingewanderten Georg Ott. Mittelmäßiger Lautenmacher, dessen Arbeiten weder in der Form noch in der Ausstattung zu loben sind. Vielleicht der Vater des Andreas Ott.
7Ott, Hans. — Nürnberg. 1434. 1463
8Vermutlich stammt er aus Füssen. Einer der berühmtesten altnürnbergischen Lautenmacher. Die wenigen Urkunden, die seinen Namen enthalten, bieten nichts von Belang für seine Lebensgeschichte (Kreis-Archiv Nürnberg), auch in Christl. Gottl. v. Murrs Journal zur Kunstgeschichte und zur allgemeinen Literatur, 5. Teil, wird er in dem »Versuch einer Nürnbergischen Handwerksgeschichte« S. 114 nur dem Namen nach erwähnt. Eine Laute von ihm, die auf der Wartburg aufbewahrt wird, besitzt der Großherzog von Sachsen-Weimar. Auf dem Zettel erscheint der Name in gotischen Majuskeln.
9Geigenzettel: Hans Ott Nürnberg (gedruckt).
11Ott, Johannes. — Füssen. 1727
12Guter Vertreter der gleichzeitigen Füssener Schule, von dem sich namentlich größere Geigen und Bässe erhalten haben, die eine geschickte Hand erkennen lassen, wenn ihnen auch künstlerischer Schwung fehlt. Ein kleiner dreisaitiger Baß (sog. »Bassettl«) befindet sich in Füssen in Privatbesitz. Ein anderes »Bassettl« besitzt Apotheker E. Meisner in Nymphenburg-München in seiner Sammlung.
13Geigenzettel: Johannes Ott, Geigen- und / Lautenmacher in Fiessen / Anno 1727 (gedruckt).
15Ott, Joseph, lebte um die Mitte des 19. Jahrhunderts in Langendorf i. M.
16Geigenzettel: Joseph Ott / in Langendorf in Mähren / 185 . . (gedruckt).
18Otto, August Adolf. — Markneukirchen. Geb. 19. Febr. 1865, † vor 1904
19Er war ein Bruder von P. Max Otto und als Geigenmacher in Markneukirchen tätig.
21Otto, Carl Christian. — Halle a. S. Geb. 1792 in Weimar, † 1853
22Zweiter Sohn und Schüler von Jakob Aug. Otto. Ein talentvoller und fleißiger Geigenmacher, der einzelne recht gute Werke hinterlassen hat.
23Geigenzettel: Verfertigt / von / Carl Christian Otto / Instrumentenmacher in Halle. / 1828 (gedruckt).
25¹) Er hatte drei Söhne und fünf Töchter, von denen eine den Geigen- und Lautenmacher Pradter heiratete.
27Otto, Carl Gustav. — Markneukirchen. Geb. 8. Jan. 1857
28Schüler von Bausch sen. in Leipzig.
30Otto, C. W. F. — Stockholm. Geb. 4. Nov. 1808 in Jena, † 3. Febr. 1884 in Stockholm
31Fünfter Sohn von Jak. Aug. O. Schüler seines ältesten Bruders G. A. G. in Jena. Als Gehilfe arbeitete er bei Engleder in München und bei L. Widhalm jun. in Nürnberg, worauf er als »fahrender Geigenmacher« von Stadt zu Stadt zog, um seine Kunst auszuüben. So findet man ihn nacheinander in Amsterdam, Haag, Hamburg, Kopenhagen und Gothenburg, bis er sich 1835 in Stockholm niederließ. Daß er auch hier nicht auf die Dauer gefunden hat, was er suchte, beweist, daß er in den sechziger Jahren nochmals auszog. sich ein lohnenderes Feld für seine Tätigkeit zu suchen. Er versuchte dies zuerst in St. Petersburg, dann in Königsberg, Danzig und Stettin. Hier schien es, als ob er endlich den rechten Platz gefunden hätte; aber er erkrankte, und in seiner Sehnsucht nach seinen in Stockholm zurückgebliebenen Angehörigen beschloß er, mitten im Winter, dahin zurückzukehren, wo er dann auch bis an sein Lebensende blieb. Er erklärte, daß nur das ein Kunstwerk werden könne, was aus einem Gusse sei, deshalb mache er alles an seinen Werken — sogar Saitenhalter und Wirbel — selbst. Er war sehr fleißig und sorgfältig, seine Geigen klingen gut, wenn sie auch gerade keinen großen Ton haben, und sind leicht als seine Arbeit zu erkennen, auch wenn sie keinen Zettel haben. Er hat wohl ebenso viele Violoncelli als Violen und Violinen gemacht und hielt sich im allgemeinen an die Modelle seines Vaters. Seine Zettel sind fast stets in deutscher Sprache abgefaßt.
32Geigenzettel: C. W. F. Otto. / Saiteninstrumentenmacher / Stockholm (gedruckt). — Verfertigt von C. W. F. Otto / Stockholm, anno 1842 [Initialen und Kreuz im Kreis] (gedruckt). — Verfertigt von / C. W. F. Otto / Stockholm. (gedruckt). — C. W. F. Otto. Gothoburgi / Faciebat Anno 18 (gedruckt).
34Otto, Ernst Albin. — Geb. 30. März 1863, lebt als Geigenmacher in Markneukirchen und † 6. Nov. 1917
36Otto, Georg August Gottfried (Gottlieb?) — Jena. Geb. 5. Okt. 1789 in Weimar, † 2. Juni 1857 in Jena
37Ältester Sohn und Schüler von Jakob Aug. Otto, dessen Nachfolger als Großherzogl. Weimarischer Hofinstrumentenmacher er im Jahre 1818 wurde. Am 30. September desselben Jahres wurde er als Bürger in Jena verpflichtet. Er kam seinem Vater in der Sorgfalt der Arbeit gleich und übertraf ihn vielleicht an Talent, wenn auch nicht an Wissen, obwohl er in jeder Beziehung ein gebildeter und verlässlicher Künstler war. Es gibt Zettel von ihm, auf denen sein dritter
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