Scan 371
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
58 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 367. See the scan on archive.org.
1Paianino, Marco. — Ferrara. 1591
2Wahrscheinlich ein Mitglied der Familie Cricca, die bekanntlich den Beinamen »Paianini« führte. Er wird als Schüler Giulio Criccas bezeichnet und war bisher nur urkundlich nachzuweisen. Auch bei Valdrighi (4329) findet sich sein Name.
4Paillot, Claude. — Mirecourt. 1772
5Vielleicht Bruder des gleichzeitig vorkommenden François Paillot.
7Painclai, Jean-Joseph. — Mirecourt. 1783
8Von A. Jacquot erwähnter Luthier.
10Pajeot s. Pageot
12Pajot, Gilbert. — Jenzat (Allier). 1795. † 1853
13Sohn von Jean P. Durch einen Verwandten erhielt er eine Leier von Charotte und Unterricht im Spiel der selben. Dadurch erwachte seine Lust, ähnliche Instrumente anzufertigen. Er wurde der Gründer der Instrumentenindustrie seiner Heimat, die er zur Blüte brachte. Er arbeitete nach Charotte und Varquain und gebrauchte den Brandstempel: Pajot à Jenzat.
15Pajot, Jacques-Antoine I. — Jenzat. Geb. 1835. † 1877
16Vetter und Nachfolger von Jean-Bapt. I P.
18Pajot, Jacques-Antoine II (Pajot Jeune I). — Jenzat. Geb. 1847. 1897
19Arbeitete bei Jean-Bapt. und Jacques-Antoine I P. und machte sich 1875 selbständig.
20Geigenzettel: Pajot Jeune, facteur d'instruments / à Jenzat, par Gannat (Allier) (gedruckt).
22Pajot, Jean. — Jenzat (Allier). 1765. † 1847
23Ein Landmann, der (nach Grillet) Bauernleier (Viel- len) machte, die dadurch auffallen, daß er sie oft aus einem einzigen Stück Nußbaumholz durch Aushöhlen hergestellt hat.
25Pajot, Jean-Baptiste I. — Jenzat. Geb. 1817, † 1863
26Der Stradivari der Bauernleier. Er lernte in Mirecourt und Paris und war ein geschickter Bildhauer in Ebenholz und Elfenbein. Er war erst Teilhaber und später der Nachfolger im Geschäfte seines Vaters. Er gebrauchte einen Brandstempel: Pajot / à Jenzat und den Zettel: Abb. 582.
28Pajot, Jean-Baptiste II. — Jenzat. Geb. 1863
29Sohn und Nachfolger von Jacques-Antoine I P.; Schüler von Pimpard, dem Werkführer des Hauses Pajot. Er hat manche Verbesserungen eingeführt, die sich bewährt haben.
30Geigenzettel: Abb. 588.
32Pajot, Joseph (Pajot Jeune II). — Jenzat (Allier). Geb. 30. Aug. 1868
33Sohn und Schüler von Jacques-Antoine II und seit 1897 dessen Nachfolger. Er verwendet Spirituslack und besitzt mehrere Medaillen.
34Geigenzettel: Pajot Jeune, nouvelle Maison / à Jenzat, allier (gedruckt).
36Palate. — Lüttich. 1710. 1750
37Ein braver Nachahmer der Italiener, ohne bemerkenswerte Vorzüge.
39Palazzoli, Giovanni Battista. — Verona. 1605
40In der Allg. Musikal. Zeitung 1831, Nr. 35, wird durch die Marxsche Buchhandlung in Karlsruhe eine doppelt eingelegte Violine dieses sonst nicht bekannten Meisters zum Kaufe angeboten. Da ein Fälscher wahrscheinlich lieber den Namen Magginis mißbraucht hätte, halte ich es für wahrscheinlich, daß es tatsächlich in Verona einen Palazzoli gegeben hat.
42Palfner, Alois. — Graz. Geb. 1884 in Graz
43Ursprünglich Zithermacher, kam er in jungen Jahren zu H. Voigt nach Wien, erlernte bei ihm den Geigenbau, arbeitete dann bei F. Güttler und in Deutschland und ließ sich 1907 in Graz nieder, wo er sich selbständig machte. Er baut seine Geigen nach Stradivari, verwendet einen weichen, orangefarbigen Öllack und ist auch ein guter Bogenmacher und Reparateur. Seine Arbeit wird gelobt.
45Palla, Vincenzo. — Perugia. 1790
46Bisher nur als Harfenmacher bekannt.
47Geigenzettel: Palla Vincenzo / fece in Perugia 1790 (gedruckt).
49Palladini, Giovanni
50Italienischer Mandolinenmacher des 19. Jahrhunderts, der sich durch hübsche Einlegearbeiten hervortat.
52Pallota, Pietro. — Perugia. 1788. 1821
53Er hat einige gute, sehr flach gewölbte Violen und Violoncelli gemacht, gehört aber nicht zu den großen Meistern. Fälschlicherweise wird seine Lebenszeit wiederholt in das Jahr 1593 zurückverlegt, wozu weder seine Arbeiten noch seine verschiedenen geschriebenen und gedruckten Zettel einen Anlaß geben.
54Geigenzettel: Abb. 602.
56Palma, Karl F. — Wien. 1883. 1912
57Er arbeitete lange bei Bucher und Gutermann, wo er hauptsächlich sehr schöne Zithern machte. Er ist aber auch als Geigenmacher recht geschätzt. In seiner Arbeit ist er oft ungleich, so daß man neben sehr guten Violinen (auch nach Staufer und anderen Wiener Meistern) sehr sorglos ausgeführte sehen kann. Nach Jos. Botts Tode übernahm er dessen Geschäft, das er jedoch nicht lange fortführte. Jetzt befaßt er sich ausschließlich mit Reparaturen.
Makers on this page
- Paianino, Marco
- Paillot, Claude
- Painclai, Jean-Joseph
- Pajot, Gilbert
- Pajot, Jacques Antoine I.
- Pajot, Jacques Antoine II. (Pajot Jeune I.)
- Pajot, Jean
- Pajot, Jean Baptiste I.
- Pajot, Jean Baptiste II.
- Palazzoli, Giovanni Battista
- Palfner, Alois
- Pallota, Pietro
- Palma, Karl F.
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