Scan 377
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Paulus, Albert Reinhold
2arbeitete seit den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts als Geigenmacher.
4Paulus, Albin Ludwig. — Geb. 16. April 1866
5Schüler von Dölling. Nachdem er ausgelernt hatte, arbeitete er bei Bernhardt und bei Reinhold Paulus. Nach vollendetem 19. Jahre ging er für 1 1/2 Jahre zu Rudolf Heckel nach Dresden, dann zu Adolf Hammig, bei dem er 3 1/2 Jahre blieb. Im Oktober 1890 kehrte er heim und machte sich selbständig, 1895 erhielt er den Titel eines kgl. sächs. Hofinstrumentenmachers. Seine Geigen gehören zu den besten, die man jetzt in Markneukirchen bekommen kann. Er arbeitet nach Amati, Stradivari und Guarneri und verwendet zu den besten Geigen nur Öllack. (Sein Vater und Großvater waren Holzblasinstrumentenmacher.)
7Paulus, August Reinhold. — Geb. 21. Jan. 1868 in Breitenfeld b. M.
8Schüler von Ludw. Glaesel jr., bei dem er bis zu seiner Militärzeit blieb. Später arbeitete er noch in Berlin und kehrte dann in seine Heimat zurück, wo er Vorarbeiter in der Geigenfabrik von Roth & Lederer wurde.
10Paulus, Balthasar. — 1746
11Ein bisher unbekanntes Mitglied der Familie. Das Inventar von 1773 der ehem. Köthener Hofkapelle verzeichnet eine Violine von »Baltasar Paulus, ist grün, 1746«.
13Paulus, Karl Anton. — Geb. 30. Sept. 1830
14Paulus, Karl Vitus. — Geb. 15. Juni 1815
15Paulus, Heinrich Adolf. — Geb. 11. Okt. 1854
16† 16. Jan. 1871
17Ein sehr geschickter Geigenmacher.
19Paulus, Adolf. — Berlin-Friedenau. Geb. 1874 in Markneukirchen
20Ältester Sohn und Schüler von Adolf Wilh. Ed. P. Nachdem er die Schule verlassen hatte, besuchte er das Leipziger Konservatorium und arbeitete gleichzeitig in der väterlichen Werkstatt, die er 1899 unter Beibehaltung der alten Firma Lud. Bausch & Sohn übernahm. Im Jahre 1908 löste er jedoch das Geschäft in Leipzig auf und zog nach Berlin, um sich vorzugsweise dem Lauten- und Gitarrenbau zu widmen, und heute gilt er als einer der besten deutschen Lautenmacher. Auch seine Streichinstrumente werden sehr gelobt.
22Paulus, Adolf Wilhelm Eduard. — Leipzig. Geb. 3. März 1843 in Markneukirchen, † 13. Juli 1899 in Leipzig
23Er war erst zwei Jahre lang Schüler seines Vaters Karl Vitus P. und kam dann zu Bausch jun. Seit 1860 Mitarbeiter von Bausch und seinen Söhnen, übernahm er 1873 die Werkstatt, die er unter der alten Firma fortführte. Er arbeitete nach italienischen Vorbildern und nach eigenem Modell, verwandte einen goldgelben, weichen Lack und wich in der Stimmsatzung sowie im Baßbalken von anderen Geigenmachern ab. Auch die Ausarbeitung von Decke und Boden berechnete er nach einem eigenen System.
25Geigenzettel: Adolf Paulus / Ludw. Bausch & Sohn / Leipzig / Instrumente, Bogen, Saiten, Etuis etc. / Reparaturen (gedruckt).
27Paulus, August. — Dresden. Geb. 1851 in Markneukirchen
28Seit 1893 Inhaber der Firma Richard Weichold (s. d.). Er ist seit 1902 Hoflieferant und hat der Firma einen Weltruf durch seine nach eigenem System hergestellten quintenreinen Saiten verschafft. Die Geigenbauwerkstatt wird von Reinhold Paulus geleitet (s. d.). August Paulus schenkt dem Dresdener Konservatorium seit Ostern 1899 jährlich eine aus seiner Werkstatt hervorgegangene wertvolle neue Geige und in jedem fünften Jahre ein Violoncello zur Preisverteilung. Die Firma hat auch ein großes Lager alter Musikinstrumente.
30Geigenzettel: Abb. 601.
32Paulus, Christian August. — Wohlhausen. Geb. in Wohlhausen 18.Nov. 1862, † 4. Febr. 1899
33Geigenmacher, Sohn von Karl Anton P. und wie dieser hauptsächlich für Händler tätig gewesen. Am gleichen Orte ist noch ansässig der derselben Familie angehörende:
35Paulus, Karl
36Paulus, Johann George. — Potsdam 1790. 1793
37Wenn er auch ganz gute Geigen usw. gemacht hat, so war er doch kein hervorragender Meister, dagegen sind seine Bogen durchaus lobenswert. Sie sind sorgfältig gemacht und häufig am Frosch besonders verziert, z. B. durch eine Perlmutterlyra an beiden Seiten.
39Geigenzettel: Johann George Paulus / Königl. Preuß. Hoff-Instrumentenmacher / in Potsdam 1793 (gedr.).
41Paulus, Moritz. — St. Petersburg, Warschau, Hamburg. † um 1895 in Hamburg
42Bruder von Wilhelm und Adolf P. in Berlin. Seine Geigen haben den Vogtländer Stil. Er soll recht geschickt gewesen sein, aber sehr sorglos gearbeitet haben und war meist für andere Firmen tätig.
44Paulus, Moritz, gründete 1875 sein Geschäft und ist in Brambach tätig
46Paulus, Reinhold. — Markneukirchen, Dresden. Geb. 1848
47Nach beendigter Lehrzeit arbeitete er bei Bausch, Otto (Köln), Liebich und Riechers und begründete 1878 in seiner Vaterstadt Markneukirchen sein eigenes Geschäft, das er 1893 wieder aufgab, als er als Leiter der
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- Paulus, Albert Reinhold
- Paulus, Balthasar
- Paulus, Karl Anton
- Paulus, Adolf Wilhelm Eduard
- Paulus, August
- Paulus, Johann George
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