Scan 378
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Geigenbauanstalt der Firma R. Weichold nach Dresden berufen wurde. Er ist ein tüchtiger Geigenmacher und Reparateur und verwendet sehr schönes Holz und schönen Öllack.
3Paulus, Richard. — Markneukirchen. 1920
4Bestand im Jahre 1920 die Geigenmachermeisterprüfung.
6Paulus, Richard. — Freiburg i. Br.
7Geb. 11. Dezember 1884 in Markneukirchen als Sohn des Saitenmachers Richard P. Von 1899—1903 lernte er bei Theodor Scherzer, arbeitete dann als Gehilfe bei Eugen Gärtner, bei der Firma Jul. H. Zimmermann und bei Phil. Keller und machte sich am 15. März 1909 in Freiburg selbständig. Er befaßt sich sowohl mit dem Neubau als auch mit der Wiederherstellung alter Geigen.
8Geigenzettel: Richard Paulus, Geigenbauer / Kunst-Reparaturwerkstätte / Freiburg Baden, Rotteckstr. 5 / Verfertigt im … 19 … No. … (gedruckt).
10Paulus, Robert. — Stockholm. Geb. 1854 in Steingrub b. Eger
11Von 1866—1869 Schüler von Johann Sandner in Schönbach, arbeitete als Gehilfe zwei Jahre in Markneukirchen, ein Jahr bei Bausch in Leipzig und sieben Jahre bei Oswald Möckel in Berlin. Im Jahre 1879 machte er sich in Stockholm selbständig. (Sein Vorgänger war C. W. F. Otto.) Paulus machte interessante Versuche, einen neuen Geigenlack (oder den alten italienischen) zu finden, und verwendete dabei besonders Kirschbaumharz. Seine Geigen sind gut und sauber gearbeitet. 1897 erhielt er in Stockholm eine goldene Medaille.
13Paulus, Wilhelm. — Berlin. 1880. † 1890
14Aus dem Vogtlande stammend, wo er auch gelernt hat. (Oheim von Aug. Reinh. P.) Er war nicht ungeschickt.
16Paverot, Alexander. — Bordeaux. 1823
17Ein Mirecourter, der mittelmäßige Geigen nach Stradivari herstellte.
19Pazarini, Antonio. — Genua. 1740
20Er war mit B. Calcagni verbunden und scheint bald gestorben zu sein. Seine Geigen waren groß und hochgewölbt und hatten gelbbraunen Lack. Da die Violinen, die Calcagni allein gemacht hat, sich von denen, die die Namen beider tragen, wesentlich unterscheiden, so ist Pazarinis Arbeit leicht zu erkennen.
21Geigenzettel: Antonius Pazarinius et Calcanius / Genuae 1740 (gedruckt).
23Pazzagola, Francesco. — Ferrara. 1577
24Er wird als »Maestro di Liuto« bezeichnet. Eine Urkunde berichtet über seinen Gehalt, den er für einen zweimonatlichen Unterricht bei Marco (Pio) von Savoyen zu beanspruchen hatte. Erscheint er demnach hier deutlich als Lautenspieler, so dürfte er doch, wie so viele seiner damaligen Berufsgenossen, imstande gewesen sein, sein Instrument nicht nur zu spielen, sondern auch zu bauen.
26Pazzavola (Pazzagola?), Giovanni. — Ferrara. 1580
27Ein älterer Lautenmacher, der mehrfach und auch von Valdrighi (4340) erwähnt wird. Er gehörte wahrscheinlich zur Familie Pazzagola, Valdrighi dürfte den Namen nur falsch gelesen haben.
29Pazzini, Giovanni Gaetano. — Florenz. 1630. 1666
30Er nennt sich einen Schüler Magginis. Man kann seiner Angabe wohl Glauben schenken, wenn auch seine Arbeit nicht dafür spricht. Sein Modell ist sehr hoch gewölbt, der Lack meist dunkelbraun, das Holz aber fast immer recht gut gewählt. Seine Zettel haben kleine Druckfehler. (Siehe auch Pozzini.)
31Geigenzettel: Giovanni Gaettano Pazzini / Florentinus Anno 16 … (gedruckt) und Abb. 604.
33Peacock, John. — Melbourne (Elgin Terrace, Carlton). 1880. 1900
34Besserer australischer Geigenmacher, der schon 1880 auf der Melbourner Ausstellung für fünf Geigen mit Bogen einen zweiten Preis erhielt.
36Pearce, George. — London. Geb. 16. Nov. 1820 in Warminster, † 3. Juli 1856 in London
37Seine Eltern zogen 1824 mit ihm nach London, und 1834 kam er als Laufbursche zu S. A. Forster, der sein Talent bald entdeckte und ihn zu einem tüchtigen Geigenmacher ausbildete.
39Pearce, James. — London. 1780. 1800
40Seine Arbeiten sind handwerksmäßig ausgeführt und unkünstlerisch. Er teilte seine Werkstatt mit seinem Bruder Thomas.
42Pearce, Thomas. — London. 1780. 1805
43Er wohnte mit seinem Bruder James in der Peter Street, Saffron Hill, also in einer verrufenen Gegend, und arbeitete nur für die musikalischen Bedürfnisse der untersten Schichten der Bevölkerung. Demgemäß sind auch seine Geigen roh gezimmerte Machwerke.
45Pearce, William R. — London. 1885. 1902
46Er scheint aus einer guten Schule hervorgegangen zu sein und erhielt 1885 in London eine bronzenen Medaille für seine Geigen.
48Peat, Richard. — 1896
49Englischer Geigenmacher vom Ende des 19. Jahrhunderts.
51Peborch, Hans van. — Antwerpen. 1558
52Ein Instrumentenmacher, der 1558 in die Gilde der Clavecinmacher aufgenommen wurde.
54Peccate (Peccatte), Dominique. — Paris. Geb. 15. Juli 1810 in Mirecourt, † 13. Jan. 1874
55Er war der Sohn eines Barbiers und trat bei einem Geigenmacher in die Lehre, verlegte sich aber bald ausschließlich auf das Bogenmachen und brachte es
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- Paverot, Alexander
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- Pearce, William Robert
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