Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 384

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

56 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 380. See the scan on archive.org.

1ten, das er sich erworben hat. Daß er sich im Gegensatz zu dem Wiener Gebrauch statt Geigenmacher »Violinmacher« nennt, bestärkt mich noch mehr in der schon angedeuteten Vermutung, daß er nicht aus der Wiener Schule hervorgegangen ist.
2Geigenzettel: Abb. 605.
4Petz, Johann. — Budapest
5Ein sonst nicht bekanntes Mitglied der Vilser Familie. Nach Dr. J. Geyer soll er im Anfang des 19. Jahrhunderts in Ungarn gearbeitet haben.
7Petz, Marianus. — Wien. 1770. † 1. Dez. 1781
8Er dürfte aus Vils oder Füssen stammen, übernahm 1774 die Werkstatt von Jos. Ferd. Leidolff, bei dem er wohl vorher als Gehilfe gearbeitet hatte, und legte am 12. Februar desselben Jahres den Bürgereid ab. Er wohnte als Lauten- und Geigenmacher Schottenviertel, Tiefer Graben Nr. 363 und kommt von 1775 bis 1781 in den Steuerbüchern vor. Seine Arbeiten sind im ganzen recht gut und sauber gemacht und sehen denen der Leidolffs oft zum Verwechseln ähnlich. Eine Baßgeige von ihm aus dem Jahre 1774 befindet sich im Schottenstift zu Wien.
9Geigenzettel: Marianus Petz / Viennae 1774 (gedruckt) und Abb. 610.
11Petz. — Füssen. 1770
12Vielleicht mit Marianus P. identisch. Der Vorname war auf dem mir vorliegenden stark verletzten Zettel abgerissen und die Geige stark vom Wurm zerrissen, die Schnecke dagegen sehr schön.
13Geigenzettel: … s Petz Lauten- und / … macher in Füssen / 1770 (gedruckt).
15Petzel, J. — Krakau. 1878
16Reparaturzettel.
18Petzold. — Markneukirchen
19Dieser Familie gehören die folgenden Geigenmacher an:
21Petzold, August Ferdinand. — Geb. 3. April 1825
22Sein Sohn war:
24Petzold, August Robert. — Geb. 4. Nov. 1850, † 1. März 1875
26Petzold, Ernst Hermann. — Geb. 24. Nov. 1856
28Petzold, Franz Paul. — Chemnitz. Geb. in Schöneck i. S. 1865
29Schüler von Gustav Roth, machte sich 1885 in Gablenz als Geigenmacher selbständig und siedelte dann nach Chemnitz über. Er verwendet Spirituslack.
30Geigenzettel: Franz Paul Petzold / Chemnitz i. S. 18 … (gedruckt).
32Petzval, Josef
33Bekannter und ausgezeichneter Physiker, Mathematiker und Techniker, der sich auch mit musiktheoretischen Studien befaßte und mehrere Musikinstrumente erfunden hat, darunter im Jahre 1862 eine »Guit-harfe« genannte Vereinigung der Gitarre und der Harfe. Das Instrument ist doppelt so groß wie eine Gitarre und hat zwei Griffbretter, ein schrages mit 6 Violinsaiten und ein horizontales mit 6 Baßsaiten. Er ließ seine Erfindung von Joh. Gottfr. Scherzer in Wien ausführen.
35Peynaud, Pierre. — Taillan par Eysines (Gironde)
36Erfand 1891 eine Geige mit Klaviatur.
38Pezzardi. — Brescia. 1660. 1690
39Seine Arbeiten sollen Berührungspunkte mit denen Magginis haben; so soll er auch durch doppelte Eingaben auffallen. Nur seine F-Löcher, heißt es, seien im Stile Amatis geschnitten. Sein Lack wird als dünn und hellgelb beschrieben. Es war mir nicht möglich, eine glaubwürdige Probe seiner Kunst ausfindig zu machen. Ob die angegebenen Jahreszahlen richtig gelesen sind, konnte ich daher nicht feststellen. Bei manchen Schriftstellern wird er sogar um 100 Jahre früher angesetzt, was sicher falsch ist.
41Pezzoni, Wm. V., lebt in Brooklyn
43Pfab, Friedr. August. — Hamburg. Geb. 1822 in Zwota, † am 3. Juni 1904 im 82. Lebensjahre
44Er hatte seine Lehrzeit in Klingenthal durchgemacht, arbeitete 1844 in Hamburg bei Sauke und ging dann zu Stoß nach Wien, bis er 1852 in Hamburg seine eigene Werkstatt eröffnete. Er machte Geigen und Violoncelli nach einem eigenen, dem Stradivari verwandten Modell und galt als Kenner alter Instrumente. Er erhielt 1873 in Wien eine Verdienstmedaille und 1889 in Hamburg die goldene Medaille. Am 1. März 1902 wurde Julius Hempel sein Nachfolger.
45Geigenzettel: August Pfab (gedruckt).
47Pfandler, Joseph. 1844. — ?
48Ist mir nur durch seinen Zettel bekannt geworden.
49Geigenzettel: Joseph Pfandler / Anno 1844. No. 39 (gedruckt).
51Pfanschel (Pfantschel), Peter. — Rom. † 1582
52Ein deutscher, in Rom ansässiger Lautenmacher, dessen Name in dieser Schreibart urkundlich überliefert ist; er wird wohl Pfanzel oder Pfantzelt geheißen haben und war vielleicht ein Vorfahre des Straßburger Meisters Jörg Pfanzelt. Eine Ebenholzlaute von ihm wird in einem Testament erwähnt.
54Pfanzelt, Jörg. — Straßburg. 1635
55Bei Jul. H. Zimmermann in St. Petersburg wurde im Jahre 1904 eine Laute aus Elfenbein und Palisanderholz mit schön geschnitztem, hölzernem Dachstern repariert, die den Zettel enthielt: Jörg Pfanzelt in Straßburg / 1635 (gedruckt).

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