Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 389

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

53 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 385. See the scan on archive.org.

1(Nr. 173), ein Violoncello Dr. med. Lang in Wiesbaden, eine Viola da Gamba von 1708 die Sammlung W. Galpin (Hatfield); eine Geige von 1710 aus der Sammlung Snoeck (Nr. 526) ist jetzt in Berlin.
2Geigenzettel: Claude Pierray / proche la Comédie / à Paris 1725 (gedruckt) und Abb. 609.
4Pierre, Jean-Etienne. — Mirecourt. † 26. Juli 1786
5Seine Violinen sind nach A. Jacquot sehr gut, originell in der Form, kommen jedoch selten vor. Er gebrauchte die Brandmarke: I. E. P. Von derselben Familie sind noch als Geigenmacher Antoine P. 1758, Nicolas-Etienne P. 1766 und Jean-Nicolas P. 1779 zu nennen.
7Pierron, Joseph. — Mirecourt. 1788
8Bogenmacher.
10Pierrot. — Lyon. 17.—18. Jahrhundert
11Diesen Namen fand ich bisher nur bei Hart aufgeführt. Ich vermute, daß hier eine Verwechslung mit Meriotte (s. d.) vorliegt.
13Piesendel, Ernst Albin. — Markneukirchen.
14Geb. 14. Okt. 1865 in Markneukirchen
15Einer Familie entstammend, der auch der berühmte Geiger Joh. Gg. Pisendel († 1755 in Dresden) angehörte.
17Piète, Noël. — Paris. Geb. um 1760, lebte noch 1810
18Schüler von Saunier. Man kennt recht gute Violinen und Violoncelli von ihm.
20Pietri, Pietro. — Venedig. 1690
21Ein Lauten- und Geigenmacher, den nur Valdrighi (2427) erwähnt.
23Pilar, Anton. — Berlin. Geb. 10. Juni 1881 in Altpaka in Böhmen
24Schüler von Benj. Patocka. Nachdem er als Gehilfe in Kuttenberg und Graz gearbeitet hatte, kam er zu Oswald Möckel, bei dem er acht Jahre lang blieb. Ostern 1909 machte er sich selbständig und verstand es, sich bald einen ansehnlichen Kundenkreis zu erwerben. Seine Arbeit sowohl im Neubau wie in der sorgfältigen Wiederherstellung alter Geigen wird sehr gelobt.
25Geigenzettel: (Violinschlüssel) Antonius Pilar / fecit / Berolinensis 19 . . (Baßschlüssel) (gedruckt).
27Pilát, Paul. — Budapest. Geb. in Benešov bei Prag 1860
28Schüler von Thomas Zach in Wien, arbeitete als Gehilfe bei Gab. Lemböck und David Bittner in Wien und bei Jos. W. Schunda, dann bei Ed. Bartek in Budapest, dessen Geschäft er 1883 übernahm. Er macht sehr gute Geigen, und besitzt ein Patent für einen »rekonstruierten« Baßbalken. Er bringt Bernsteinlack in Anwendung und hat seit 1885 eine große Zahl von Medaillen und Auszeichnungen erworben. Er verwendet auch Brandmarken.
29Geigenzettel: Abb. 600.
31Pilichowski, Woycech. — Krakau. 1799
32Guter polnischer Lautenmacher, von dem die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien eine polnische Zither (Kithara) besitzt.
33Geigenzettel: Woyceh Pilichowski / zrobil w Krakowie 1799 (gedruckt).
35Pillement (Pillementi), François. — Mirecourt. 1774. 1830
36Seine Arbeit ist sehr ungleichwertig: neben sehr mittelmäßigen Violinen findet man manchmal auch solche, die recht gut klingen. Seine Geigen kommen häufig vor, doch sind seine Violoncelli, deren Böden meist aus einem Stück gefertigt sind, in der Regel besser. Sein Lack ist ziemlich dunkel. Er verwendete eine Brandmarke: Pillement à Paris. Auf seinem Zettel bezeichnet er sich als F. Pillement père. Es scheint also auch sein Sohn Geigenmacher gewesen zu sein; vielleicht ist dies jener »Lété Pillement« in Turin, dessen Namen man in einer Gitarre las, oder jener Jean Pillement, der um 1788 als Geigenmacher und Händler in Mirecourt nachweisbar ist. Die staatl. Sammlung in Berlin besitzt aus der Sammlung Snoeck eine Geige von Pillement (Nr. 532), eine andere Karl Stoeber in Würzburg.
37Geigenzettel: PILLEMENT père / à MIRECOURT fecit / anno 1799 (gedruckt).
39Pillyser. — Brüssel. 1911
40Belgischer Geigenmacher unserer Zeit, dessen Violinen sowohl in der Arbeit, als in ihrem guten roten Lack Anerkennung finden.
42Pilosio (Pelosio), Francesco. — Görz. Geb. 1. März 1754 (?), † nach 1778
43In den Kirchenbüchern von Görz kommt ein einziges Francesco Pelosio als Sohn des Andrea und der Teresa vor. Ob dieser mit dem Geigenmacher identisch ist, muß dahingestellt bleiben. Da manche die Jahreszahl 1778 auf einem seiner Zettel mit 1748 lesen wollen, so müßte vielleicht der am 16. November 1715 geborene Francesco Andrea Pelosio (Sohn des Giacomo und der Maddalena P.) als der Verfertiger der Geigen usw., die den Namen »Pilosius« tragen, angesehen werden, obwohl das durchaus unwahrscheinlich wäre1). Francesco Pilosio war besonders als Violenmacher recht geschickt. Violinen von ihm habe ich nicht gesehen.
44Geigenzettel: Franciscus Pilosius / fecit in Gorizia 1778 (geschrieben).
46Pilotti, Giuseppe. — Bologna. Geb. 1784, † 1838
47Ein Musikinstrumentenmacher von wenig hervorragenden Eigenschaften.
49Piltz (Pilz), Gottfried. — (Mark)Neukirchen. 1732. 1752
50Er hat erst als Musketier gedient und sich dann in Markneukirchen niedergelassen, wo er Bürger wurde
521) Der Name Pelos kommt in Görz sehr häufig vor.

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