Scan 407
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
41 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 403. See the scan on archive.org.
1(früher Winderstein) in allen Konzerten mit, was ihm als Geigenmacher sehr zum Vorteil gereicht. Seine Arbeit ist bei Musikern sehr beliebt.
2Geigenzettel: Carl Rau · Nürnberg / Lauten- u. Geigenmacher. (gedruckt).
4Rau, Paul. — Nürnberg. Geb. 1857, † 1882 in Nürnberg
5Sohn und Schüler von Joh. Friedr. R. Er berechtigte zu schönen Hoffnungen und hat etwa 12 neue Geigen selbständig gebaut, die in jeder Beziehung vollendet waren, doch erlag er schon in jungen Jahren einem Gehirnleiden.
7Rauch, Christoph Johann. — Komotau. Geb. 14. März 1728, † nach 1792
8Sohn des Johannes R. und wahrscheinlich auch sein Schüler. Er war seit 23. Februar 1749 in erster Ehe mit Maria Kath. Fr. Schmidt verheiratet, von der er drei Söhne und drei Töchter hatte. Seine zweite Frau hieß Magdalena; von dieser hatte er auch einen Sohn. Seine Arbeit ist oft originell, der Lack braunrot. Das Stift Ossegg besitzt eine Viola d’amore von ihm aus dem Jahre 1747 (Kat. Nr. 20).
9Geigenzettel: Christoph Rauch Lauten- und Gei- / genmacher in / Comothau 1764 (geschrieben). — Christoph Rauch, Lauten- u. / Geigenmacher in Com- mottau / 1747 (gedruckt).
11Rauch, Jakob. — Bruck (im Pinzgau?). 1713. 1715
12Er stand wahrscheinlich in fürstbischöfl. salzburgischen Diensten und soll auch in Salzburg selbst tätig gewesen sein. Eine Geige von ihm befindet sich im städtischen Museum Carolino-Augusteum in Salzburg. Ob er mit dem gleichnamigen Mannheimer Meister identisch ist, was der Zeit nach nicht unmöglich wäre, will ich nicht entscheiden.
13Geigenzettel: Jacob Rauch, Hof- und bürgl. / Geigen- macher in Brugg 1715 (gedruckt).
15Rauch, Jakob. — Mannheim. 1720. 1763
16Er stand in Mannheim, wo er seit mindestens 1723 Hof- Lauten- und Geigenmacher war, in einem gewissen Ansehen; seine Liebesgeigen mögen auch recht gut gewesen sein; besondere Sorgfalt auf die Wahl des Holzes verwendete er jedenfalls nicht, und seine Violinen und Bratschen zeigen recht gewöhnliche Arbeit. Das meist breite Modell erinnert an die schwäbische Schule; hohe Wölbung, unschöne F-Löcher, Hals und Schnecke oft aus Birnbaum, trüber, braungelber Lack. In den Hofkalendern und Hoforchesterbesoldungslisten kommt er 1723, 1734 und 1745 vor; 1747, 1748 und noch 1759 wird er auch als »Calcant« bezeichnet. In Geigen findet man noch die Jahreszahl 1763. Das Mannheimer Theaterorchester besaß im Jahre 1820 noch eine Altviola und zwei Violinen von ihm aus den Jahren 1746 und 1756 und ein Violoncello von 1734. Der Mannheimer Altertumsverein besitzt ein Violoncello von ihm vom Jahre 1740.
17Geigenzettel: Jacob Rauch, Geigenmacher / in Mann- heim Anno 1763 (geschrieben). — Jacob Rauch Hoff- Lauten- und Geigen- / macher in Mannheim. Anno 1740 (gedruckt).
19Rauch, Johannes. — Komotau (Böhmen). 1720. 1760
20Vielleicht Sohn des Prager Sebastian R. Er verheiratete sich am 13. Januar 1739 mit Anna Kath. Webs in Komotau und hatte drei Söhne und drei Töchter. Seine Geigen sind nach der Form gemacht, die Wölbung nach Stainer, der Öllack von gelbbrauner Farbe, der Ton ansprechend und gut. Das Stift Ossegg besitzt eine Geige von ihm (Kat. Nr. 28.), eine Taschengeige das Kopenhagener Museum (Nr. 413).
21Geigenzettel: Johannes Rauch Violin und / Lauten- macher in Commotau Ao. 1760 (gedruckt). — Johannes Rauch Geigen- und Lauten / Macher in Comothau / Anno 1742 (gedruckt) und Abb. 644.
23Rauch, Johannes. — Kirchberghausen, Mitterwald
24Ein schwer leserlicher Zettel aus einer mittelmäßigen Geige, der der Schrift nach dem 18. Jahrhundert angehört, lautet: Johannes v. Kirchberghausen / Rauch (in?) Mittenwald. In Mittenwald ist dieser Rauch bisher nicht nachzuweisen gewesen. Ob er mit dem Komotauer Meister in Verbindung gebracht werden kann, wage ich nicht zu behaupten, doch wäre es denkbar.
26Rauch, Johann Sebastian. — Komotau. 1738. 1759
27Sohn von Johannes R.? Er war mit einer Maria Kath. verheiratet und hatte einen Sohn und eine Tochter.
28Geigenzettel: Sebast. Rauch / feci Komotau / ano 1759 (gedruckt).
30Rauch, Josef. — Würzburg. Geb. 19. März 1701 in Prag, lebte noch nach 1760
31Ältester Sohn von Sebastian Rauch und wohl auch dessen Schüler, Bruder von Th. Rauch in Breslau, dem er in vieler Hinsicht gleichkommt.
33Rauch, Josef I Johann. — Komotau. Geb. 1. November 1722, † nach 1795
34Sohn und Schüler von Johannes R., den er nachahmte aber nicht erreichte. Seine erste Frau, die er am 18. Januar 1744 heiratete, hieß Anna Kath. Dobrauer († 1769). Er hatte zwei Söhne und zwei Töchter. Er arbeitete nach der Form und verwendete einen dunkelbraunen Spirituslack. Eine Geige von ihm aus dem Jahre 1762 besitzt das Benediktinerstift St. Margareth bei Prag, eine von 1776 die St. Thomaskirche in Prag. one of two readings
35Sohn und Schüler von Johannes R., den er nachahmte aber nicht erreichte. Seine erste Frau, die er am 18. Januar 1744 heiratete, hieß Anna Kath. Dobrauer († 1769). Er hatte zwei Söhne und zwei Töchter. Er arbeitete nach der Form und verwendete einen dunkelbraunen Spirituslack. Eine Geige von ihm aus dem Jahre 1762 besitzt das Benediktinerstift St. Margaret bei Prag, eine von 1776 die St. Thomaskirche in Prag. one of two readings
36Geigenzettel: Joseph Rauch Lauthen- und Geigen- / macher in Commothau. 1795 (gedruckt) und Abb. 641.
38Rauch, Josef II. — Komotau. 1834
39Wahrscheinlich ein Sohn von Jos. R. I. In der fürstlich Lobkowitzschen Sammlung auf Schloß Roudnic befinden sich drei Violinen von ihm aus dem Jahre 1834.
40Geigenzettel: Joseph Rauch me fecit / Comotovii anno 1834 (gedruckt).
Makers on this page
- Rau, Paul
- Rauch, Jakob
- Rauch, Johannes
- Rauch, Johann Sebastian
- Rauch, Josef I. Johann
- Rauch, Josef II.
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