Scan 416
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
54 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 412. See the scan on archive.org.
1Remy, Claude I le Vieux. — Mirecourt. 1733.
21764
3Nach A. Jacquot heiratete er im Jahre 1733. Sein Sohn Claude II, le Jeune, kommt 1743—1761 vor.
5Remy, Claude III. — Mirecourt. 1750. 1789
6Er war 1761 erwählter Zunftmeister.
8Remy, Dominique. — Mirecourt. 1776. 1785
9Er scheint zumeist für die größeren Werkstätten gearbeitet zu haben.
11Remy, Hippolyte. — Paris. 1837. † um 1869
12Ältester Sohn von Jean Math. R., der stets im Geschäfte seines Vaters tätig war und daher wenig hervorgetreten ist.
14Remy, Jean-Mathurin. — Paris. Geb. in Paris (Rue Tiquetonne). 1770. † 1854
15Sohn, Schüler und Nachfolger von Math. Franz R. Im Jahre 1817 verlegte er seine Werkstatt in die Rue de Grenelle-Saint-Honoré Nr. 30. Seinen Vater übertraf er in mancher Hinsicht: er war sorgfältiger in der Wahl des Holzes; auch sein Lack ist besser. Seine beiden Söhne wurden Geigenmacher.
17Remy, Jules. — Paris. Geb. in Paris 1813, † 1876
18Sohn und Schüler von Jean-Mathurin R., dessen Geschäft er fortsetzte und aus der Passage Brady um 1872 in die Rue du Faubourg-Saint-Denis Nr. 60 verlegte. Er machte aus Liebhaberei viele Taschengeigen, die seinen Namen eingebrannt zeigen; auch verwandelte er gerne alte Leiern (Viellen) in eigenartige Lauten und Theorben, die von Nichtkennern gern gekauft wurden. Aus Liebhaberei beschäftigte er sich ferner auch mit der Anfertigung von Oboen.
20Remy, Jules-Hippolite. — Paris. 1894
21Bis jetzt der letzte aus der Familie Remy, der sich dem Geigenmachen widmet.
23Remy, Mathurin-François. — Paris. 1760. 1800
24Ein nicht ungeschickter Geigenmacher, der sich 1760 in Paris, Rue Sainte-Marguerite-Saint-Antoine niedergeließ und später nach der Rue Tiquetonne zog. Er arbeitete ziemlich handwerksmäßig im Geschmacke der Guersan, Saint-Paul und Gavinies, doch verwendete er meist gelben Öllack. Am besten sind seine Gitarren und Harfen; auch seine Bogen waren gut. Eine Pochette von ihm ist im Besitz von C. J. Read (England). Er ist der Begründer der Geigenmacherfamilie, die anderthalb Jahrhunderte in Paris ansässig war.
25Geigenzettel: Abb. 655.
27Remy, Nicolas. — Mirecourt 1689.
28Der Stammvater der Familie.
30Remmy (Remy). — London. 1840
31Ein in England ansässiger Franzose, der zwar gute Geigen machen konnte, diese aber dadurch verdarb, daß er das Holz künstlich alt machte und seinen Lack nachträglich zerstörte, damit auch dieser recht alt aussah.
33Renaudin, Christophe. — Mirecourt. 1689
34Bisher nur von A. Jacquot erwähnt.
36Renaudin (Regnaudin), François. — Mirecourt. 1682
37Als Instrumentenmacher das älteste Mitglied der Familie.
39Renaudin, Léopold. — Gent, Paris. Geb. 1. März 1756 (nach anderen 1749) in Mirecourt, † 7. Mai 1795
40Wenn die Ziffern auf seinem Zettel richtig sind, dann ist er um 1775 nach Paris gekommen, wo er Geigenmacher der kgl. Musikakademie wurde. Auf seinen Zetteln war die von einer Gloriole umgebene Lilie der Bourbonen und ein Schiff angebracht. Er scheint also damals sehr königstreu gewesen zu sein. Während der Revolution schlug er jedoch ganz in das Gegenteil um. Er gehörte zu den blutdürstigsten Mitgliedern des Tribunals Fouquier-Tinville und wurde auch zugleich mit Fouquier und 15 anderen am 7. Mai 1795 selbst guillotiniert. Näheres hierüber findet sich in Dr. H. M. Schletterers »Geschichte der Spielmannszunft in Frankreich« im Nachtrag S. 147. — Es ist erwiesen, daß ein Geigenmacher Léopold Renaudin um 1781 in Gent ansässig war. Die ältesten Instrumente aus Paris von ihm mit zweifellos echten Jahreszahlen sind von 1783. Wenn man nicht annehmen will, daß er einen gleichnamigen Vetter gehabt hat, so muß man vermuten, daß er entweder erst nach 1781 in Paris eingetroffen ist, oder daß er seinen Pariser Aufenthalt für einige Zeit unterbrochen hatte. Als Geigenmacher war er zweiten Ranges; die Arbeit ist nicht schlecht, das Modell aber unfein, die Wölbung ziemlich hoch und die Schnecke plump; am schlechtesten ist sein jetzt oft rissiger Lack von schmutzig rot-gelber oder fast schwarzer Farbe. Er hatte eine hübsche Geschäftskarte (Abb. II. S. 577) und benutzte verschiedene Zettel.
41Geigenzettel: Abb. 658.
43Renault, Didier. — Mirecourt. † Vor 1612
44Nur dem Namen nach bekannt.
46Renault, Henry. — Mirecourt. 1728. 1758
47Vielleicht mit dem später in Paris tätigen Geigenmacher identisch.
49Renault, Henry. — Paris. 1761. 1779
50Wahrscheinlich aus Mirecourt stammend. Arbeiten von ihm sind mir nicht bekannt geworden.
52Renault (Regnault, Regnaut), Jacques. — Paris. 1666. 1684
53Wahrscheinlich ein Enkel, wenn nicht ein Sohn von Nicolas R., dessen Nachfolger er war. Man kennt bisher
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- Remy, Claude I le Vieux
- Remy, Claude III
- Remy, Dominique
- Remy, Jean-Mathurin
- Renaudin, Christophe
- Renaudin, François
- Léopold, Renaudin
- Renault, Didier
- Renault, Henry
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