Scan 42
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Novello u. a.) in ihren Zetteln sich stets zu ihrer Empfehlung auf ihn beriefen. Seine Geigen klingen gut, wenn ihnen auch oft besseres Holz und schönerer Lack zu wünschen wäre.
2Geigenzettel: Anselmus Bellosius Fecit / Venetiis 1783 (gedruckt) und Abb. 54.
4Bellosio, Giovanni. — Venedig. 1735
5Angeblich ein Schüler von Montagnana. Es gelang mir jedoch nicht, irgendeine glaubwürdige Arbeit von ihm zu erfragen; auch der Zettel mit seinem Namen, den ich zu sehen bekam, war eine durch Steindruck hergestellte Fälschung. Auffällig ist ferner, daß die im Handel vorkommenden ihm zugeschriebenen Geigen fast immer die Jahreszahl 1735 tragen.
7Beltrami, Giuseppe. — Vescovato bei Cremona. 1870. 1881
8Als Geigenmacher eigentlich nur Laie. Er trieb aber gründliche Studien und besaß gute theoretische Kenntnisse, so daß seine Arbeiten immerhin einigen Wert besitzen.
10Belluomini, Maurizio, war im 19. Jahrhundert in Pisa tätig
12Belviglieri (Bilveglieri), Gregorio. — Bologna. 1742. 1772
13Nicht ungeschickt, am besten sind seine Bratschen.
14Geigenzettel: Gregorius Bilveglieri fecit / Bologninæ, villa Bononiæ, / m: jan: an: 1772 (geschrieben).
16Ben den Chaus s. Benedikt Tentzel
18Bendini, Giambattista. — ? 1668
19Ein von Valdrighi (277) ohne Quellenangabe erwähnter Meister, der sonst nicht bekannt ist.
21Benecke, S. — Stockholm. 1802
22Mittelmäßiger Geigenmacher des 19. Jahrhunderts. Am besten gelangen ihm noch Violoncelli und Bässe.
24Benedetti, Giuseppe. — Piacenza. Nach 1700
25Man kann ihn nach den Geigen und Violen, die seinen Namen tragen, nicht für einen besonderen Künstler halten.
27Benedict, José. — Cadix. 1667. 1744
28Besserer spanischer Lautenmacher.
29Geigenzettel: Compuesto en Cadix p. / José Benedict / año del 1738 (gedruckt).
31Benedicti, Donato de. — Cremona. 1679
32Er wird zwar mehrfach erwähnt, doch sind mir Arbeiten von ihm nicht bekannt geworden. Es steht auch noch nicht fest, zu welcher Familie er eigentlich gehört.
34Benettini. — Mailand. 1868
35Wenig hervorragender Geigenmacher, doch hat er einige gute Bässe gebaut.
37Benito, A. J. Antoni. — Mailand (?). 1664
38Name und Ort sind zweifelhaft. Eine Kniegeige aus der Sammlung Scheurleer (mit Schildpatt eingelegt und einem Löwenköpfchen am Wirbelkasten) soll den nebenstehenden Zettel tragen, der offenbar schlecht gelesen — oder gefälscht ist.
39Geigenzettel: A. J. Antoni Benito / Milaan 1664 (gedruckt).
41Benoit. — Düsseldorf. 1802
42Ein französischer Geigenmacher, der wohl nur vorübergehend in Düsseldorf gearbeitet hat. In einer mittelmäßig gearbeiteten Violine bezeichnet er sich »Luthi de Paris«.
44Benoit, Eugène. — Brüssel. 1754. 1758
45Ziemlich gute Arbeit, französische Schule. Die Holzwahl ist jedoch nicht sorgfältig, auch der rotbraune Lack läßt zu wünschen übrig.
46Geigenzettel: Eugène Benoit / Bruxelles 1754 (gedr.).
48Benozzati, Girolamo. — (Venedig.) 1899
49Schüler von Eugenio Degani, bei dem er zwei Jahre lang lernte.
51Bensande, Alfred Dr. — Lissabon. 1905
52Er ist Professor am Lissaboner Handels- und Industrieinstitut und beschäftigt sich aus Liebhaberei mit dem Geigenmachen.
54Benti (nicht Bente), Matteo. — Brescia. Geb. 1580, † nach 1637
55Er war nach einer im Brescianer Archiv aufbewahrten Urkunde vom 23. März 1637 Sohn des Giovanni Benti, wohnte in der Contrada di S. Antonio »con esercizio di far citere ed altri istruimenti« und war damals 57 Jahre alt. Seine um 11 Jahre jüngere Frau hieß Chiara Dea. Man hat sich erst in neuerer Zeit wieder mit ihm beschäftigt, und noch in Fenarolis Dizionario degli artisti Bresciani fehlt sein Name gänzlich. In den Urkunden heißt es von ihm »che fa Cithere et altri instrumenti«, und auch Fétis weiß von einer schönen Laute von ihm zu erzählen. Nach verschiedenen, nicht immer verläßlichen Nachrichten kennt man eine Geige von ihm aus dem Jahre 1601, auch Spinette und Cimbalone soll er gebaut haben. Sein Geigenmodell soll, wie behauptet wird, groß, die Wölbung ziemlich hoch und der Lack dunkelbraun gewesen sein. Willy Burmeister besaß eine Violine mit Benti's Namen. Miß Gardener besaß gleichfalls eine ihm zugeschriebene Violine, die Dr. Th. L. Phipson beschrieb, wobei er allerdings angibt, sie sei um 1580 — also im Geburtsjahr Benti's — gebaut. Eine ähnliche Geige mit der ausgeschriebenen gleichen unmöglichen Jahreszahl rühmte sich Ole Bull zu besitzen.
56Geigenzettel: Matteo Benti / fecit Bresiae 1601 (gedr.).
58Benvenuti, Paolo. — B. S. Lorenzo in Nugello. 18. Jahrhundert
59Von Valdrighi (3672) erwähnt, sonst nicht bekannt. Ein Benvenuti ist jetzt Teilhaber einer Geigenmacherfirma in Pisa.
61Benze, Ignaz, s. Penze
62Ber, s. Bertolt
63Ber, Ignatius, s. Beer
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