Scan 443
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
45 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 439. See the scan on archive.org.
1Viennae A. 1837. aus Gabriel Lemböcks Besitz erwarb W. Th. Jaura, durch den sie in die Sammlung von Pater Eugen Haas, Kämmerer im Stifte Herzogenburg, kam. Zwei vollständige Quartette nach Stradivari besaß der oldenburgische Hofkapellmeister Aug. Pott, der in Graz seine letzten Jahre verlebte, das eine Quartett rot, das andere gelb lackiert. Besonders schön waren die rote erste Violine und die Viola und das gelbe Violoncello. Seine Arbeiten sind in festen Händen und kommen daher im Handel nur selten vor. Seine Geigen werden jetzt recht hoch bezahlt. Wie sehr er schon zu Lebzeiten geschätzt wurde, geht aus zahlreichen, über ihn veröffentlichten Aufsätzen hervor. Auch im 16. Bändchen von Ortlepps großem Instrumental- und Vokalkonzert (Stuttgart 1841) wird ihm ein Loblied gesungen.
2Geigenzettel: C. Nicolaus Savicki / reparabit anno 1824 Viennae (gedruckt). — Nicolaus Sawitzki Leopolitanus/ fecit Viennae Anno 1834 (gedruckt) und Abb. 736 und 765.
4Sayher s. Socher
5Sayller s. Syller
6Sbordoni, Giacomo. — Brescia. 1857
7Erfinder einer Gitarrenlaute.
8Scappia, Francesco
9Neuerer italienischer Geigenmacher.
10Scarabelli, Agostino. — Mont’Orso (Modena). 1884. 1894
11Seiner Arbeit nach zu urteilen, dürfte er das Geigenmachen nur als Liebhaberei betrieben haben.
12Scarampella, Angelo. — Brescia. Geb. 2. Juni 1852 in Brescia
13Sohn von Paolo Sc. Ursprünglich wie sein Vater gelernter Zimmermann, verlegte er sich später mit Erfolg auf das Gitarrenmachen.
14Scarampella, Giuseppe. — Paris und Florenz. Geb. 25. August 1838 in Brescia, † in Varese nach 1885
15Sohn von Paolo Sc. Schüler von Niccolò Bianchi aus Genua, ging dann nach Paris wie sein Lehrer und blieb dort bis 1866. Hierauf zog er nach Florenz und trat als Gehilfe bei Luigi Castellani ein; nach dessen Tode machte er sich selbständig und wurde Konservator der Sammlung des Florentiner Konservatoriums. De Piccolellis erklärte ihn für den besten Reparateur seiner Zeit, wobei er ihn allerdings sehr überschätzt hat. Seine neuen Geigen waren ohne jede Eigenart, wenn auch sauber gemacht, und hatten rötlichen Lack.
16Geigenzettel: Giuseppe Scarampella / Fece in Firenze anno 1885 (gedruckt).
17Scarampella, Paolo. — Brescia. Geb. 25. Sept. 1803, † 7. April 1870
18Obwohl seines Zeichens ein einfacher Zimmermann, machte er doch viele Violinen, Violoncelli, Gitarren und Mandolinen mit beachtenswertem Geschick in der Art von Palotta in Perugia. Am besten gelangen ihm seine Violoncelli.
20Scarampella, Stefano. — Mantua. Geb. 17. März 1843
21Sohn von Paolo Sc., der begabteste aus seiner Familie. Schüler seines Bruders Giuseppe; tüchtiger Geigenmacher, der viele Violinen gemacht hat, die ein wenig an Balestrieri erinnern. Leider ist sein Lack sehr mangelhaft. Drei Geigen von ihm finden sich in der Sammlung Pasini in Brescia.
22Geigenzettel: Abb. 675 und 710.
24Scardigli, Ettore. — Siena. 1889
25Ein Musikinstrumentenmacher, der auch Geigen angefertigt oder doch ausgebessert haben soll.
27Schaar, Timotheus. — Lübeck. 1647. 1650
28Er wird in den Kirchenbüchern Instrumenten- und Violenmacher, aber auch »Schulmeister« genannt, ließ zwei Töchter taufen und wohnte in sel. M. Andreas Poelekes Haus in der Kurzen Königsstraße.
30Schachinger (Schächinger), Hans. — München. 1551
31Franz Trautmann sagt von ihm: »In das 18. Jahrhundert herüber war in Streichinstrumenten jeder Art auch Hans Schächinger berühmt.« (Die Altmünchener Meister, Jahrd. f. Münch. Gesch. I. S. 63.) Er war auch Organist. In den Rechnungen der Münchener Hofkapelle liest man u. a.: »Item d. 25. August 1551 bezahlt dem usw. Hans Schachinger für Macherlohn etlicher Instrument . . . . 19 Gulden 6 Sch. 20 D.«
33Schädlich, Christian Gottlob. — Markneukirchen. 1830
34Wahrscheinlich identisch mit Christ. Gottl. II Schetelig. Die Geigen mit seinem Zettel sind von gewöhnlicher Vogtländer Arbeit und haben einen dürftigen braunen Lack.
35Geigenzettel: Christian Gottlob Schädlich / Neukirchen 1830 (geschrieben).
37Schädlich, Hermann. — Schönbach b. E. † 1907
38Er war Violoncellomacher und als solcher nicht ungeschickt. — Die Familien Schädlich im Egerlande und Schetelig im Vogtlande sind zweifellos eines Stammes.
40Schäfer, Andreas. — Schönbach b. Eger. 1826
41Er gehörte 1826 bereits der Geigenmacherinnung an, scheint jedoch nicht viele seiner Geigen mit Zetteln versehen zu haben.
43Schäfer, Anton. — Gottesgab (Böhmen). 1860. 1896
44Weniger als Geigenmacher als dadurch für Schönbach bedeutend, daß er in Znaim das Zithermachen erlernte
Makers on this page
- Sbordoni, Giacomo
- Scarabelli, Agostino
- Scarampella, Angelo
- Scarampella, Giuseppe
- Schaar, Timotheus
- Schachinger, Hans
- Schädlich, Christian Gottlob
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.