Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 445

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

45 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 441. See the scan on archive.org.

1sitz nach Löbtau. Er kopiert Stradivari, Amati und Stainer und verwendet meistens einen gelbbraunen Spiritus-, manchmal auch Öllack.
2Geigenmacher: Reinhold Schaller / Geigenbauer in Chemnitz / Anno 1897 (gedruckt). — Reinhold Schaller, Geigenbauer / in Löbtau / bei Dresden. Anno 1899 (gedruckt).
4Schaller, Ignaz. — Schönbach b. E. 1820. 1830
5Als Geigenmacher nur ein geschickter Handwerker ohne jede Eigenart, was wohl daher kam, daß er von anderen angefertigte Bestandteile zusammensetzte. Zuletzt soll er sich ganz darauf verlegt haben, Geigen für fremde Geigenmacher vorzuarbeiten.
7Schaller, Johann I. — Schönbach b. E. 1826
8Sein Modell weicht von dem bei den meisten Schönbacher Geigenmachern seiner Zeit gebräuchlichen so sehr ab, daß es wahrscheinlich ist, daß er längere Zeit auswärts, vielleicht in Prag bei Adalbert Sch., gearbeitet hat.
10Schaller, Johann II. — Schönbach b. E. Geb. in Schönbach. 1863
11Sohn von Josef II Sch., bei dem er auch als Korpusmacher gelernt hat. Nach dem Tode des Vaters arbeitete er bei seinem Bruder Anton und ist jetzt als geschickter Korpusmacher geschätzt. Auch handelt er mit Geigenholz.
13Schaller, Johann III. — Schönbach. Geb. 1878
14Sohn von Anton Schaller, bei dem er als »Korpusmacher« ausgebildet wurde. Er arbeitet jetzt selbständig.
16Schaller, Josef I. — Schönbach b. E. Geb. um 1806, † 1876
17Er gehörte 1826 bereits der Geigenmacherinnung an und soll recht tüchtig gewesen sein.
19Schaller, Josef II. — Schönbach b. E. Geb. in Schönbach 1821, † 28. August 1882
20Schüler seines Vaters Ignaz Schaller. Er verstand das Geigenmachen von Grund aus, war als Fachmann und Kenner angesehen und wurde viel von fremden Geigenmachern aufgesucht — so auch von Schünemann —; aber die Verhältnisse brachten es mit sich, daß er sich fast sein ganzes Leben hindurch darauf beschränken mußte, nur Geigenbestandteile anzufertigen.
22Schaller, Oswald. — Frankfurt a. O. Geb. am 6. September 1857 in Markneukirchen
23Schüler seines Vaters Fr. W. Sch. Bevor er sich im Jahre 1881 in Frankfurt a. O. als Geigenmacher und Reparateur niederließ, arbeitete er bei Louis Otto in Düsseldorf. Seine Geigen sind nach italienischen Modellen gemacht und mit einem selbstverfertigten, durchsichtigen Öllack (meist rötlichgelb oder mahagonifarbig) überzogen. Eigentümlich ist ihm eine innen und außen angewandte Grundierung, die er alten Vorbildern nachahmt, und der er große tonbildende Kraft zuschreibt. Er ist ein Urenkel Friedr. Aug. Gläsels.
24Geigenzettel: Abb. 692.
26Schallowetz, Franz. — Brüx i. B. Geb. 13. Oktober 1858
27Im Jahre 1884 begründete er in Brüx ein Musikinstrumentengeschäft und befaßt sich auch mit der Anfertigung von Streichinstrumenten und deren Wiederherstellung.
29Schandl (Schändl), Anton. — Mittenwald. 1750. 1799
30Jedenfalls ein Sohn von Michael Sch., an den seine Arbeit sehr erinnert. Er scheint einen gleichnamigen Sohn gehabt zu haben, der noch um 1830 arbeitete und den gleichen gedruckten Zettel gebrauchte.
31Geigenzettel: Antony Schändl, Geigenmacher / in Müttenwald 1774 (geschrieben) und Abb. 670.
33Schandl, Johann. — Mittenwald. 1762. 1763
34Der Unbedeutendste aus der Familie; trotzdem kommen vereinzelt Geigen von ihm vor, die denen der Hornsteiner usw. nicht nachstehen.
36Schandl, Johann. — Stuttgart. 1880
37Er erlernte zwar in Mittenwald die Geigenmacherei, verlegte sich aber frühzeitig fast ausschließlich auf das Zithermachen. In seinen Anzeigen bezeichnete er jedoch seine Werkstatt ausdrücklich als beste »Reparatur-Werkstatt für Violinen etc.«.
39Schandl, Karl. — Mittenwald. 1914. 1919
40Er gilt als guter Lautenmacher, verlegte sich aber ganz auf den Holzhandel und die Landwirtschaft. — Ein Andreas Schandl ist Geigenwirbelmacher.
42Schandl, Michael. — Mittenwald. 1730. † 8. Dezember 1749
43Einer der besseren Meister seiner Heimat, dessen Geigen manche originelle Züge aufweisen, wenn sie auch noch auf das Stainermodell zurückgehen. Er nimmt die Wölbung ziemlich steil ansteigend und in der Mitte flach. In der Regel ist die Decke schöner gearbeitet und weniger gewölbt als der Boden, der aus enggeflammtem Holz besteht. Auffällig ist die tiefe Hohlkehle. Die F-Löcher sind Klotz nachgeahmt, und die Schnecke ist stark geschweift. Die Einlage ist 4 1/2 mm vom Rande entfernt, der Lack dünn und ohne Feuer. Seine Violinen haben folgende Maße: Länge 355 mm, obere Breite 165 mm, mittlere Breite 107 mm, untere Breite 205 mm, Zargenhöhe oben 32 mm, unten 33 mm. — Die Scharnitz, auf die er sich auf seinem Zettel bezieht, ist der bekannte befestigte Engpaß, der noch den Franzosen wiederholt zu schaffen machte.
44Geigenzettel: Michael Schandel, Lautenmacher in Mittenwaldt in der Grafschaft Werden- / fels im Tyrolischen Gebürgs gelegen / nächst an der Schörniz 1735 (gedruckt).

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