Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 446

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

45 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 442. See the scan on archive.org.

1Schanner, Michael. — Graz. 1856
2Es gibt einige gute Gitarren von ihm. Daß er auch Geigen gemacht hat, erscheint fraglich.
4Schantz, Johann. — Wien. 1780—1790
5Er nannte sich »Bürgerl. Orgel und Instrument Macher« und hat u. a. vielleicht auch Gitarren und Harfen gemacht; einen Namen hatte er jedoch nur als Klavierfabrikant; als solcher war er neben Anton Walter der bedeutendste seiner Zeit.
7Schanz, Gustav, arbeitet als Geigenmacher in Brambach
8Schedlich s. Schetelig
10Schefferná, Johann Nepomuk. — Kaschau. Geb. 1823 zu Budapest, † nach 1871
11Schüler von Teufelsdorfer, den er mit Geschick nachahmte. Bevor er sich in Kaschau niederließ, soll er auch bei Schweitzer gearbeitet haben.
12Geigenzettel: Kaschau. / Johann Nep. Schefferna, Schüler des / G. Teufelsdorfer in Persh. 1846 (gedruckt). — Schefferná János, hegedűkészítő / Pestről, lakik Kassán 1870 (gedruckt).
14Schefferná, Karl. — Kaschau. Geb. 1860
15Schüler von Nemessányi.
17Schefferná, Koloman. — Kaschau. Geb. 1869
18Sohn von Joh. Nep. Sch.
20Schefferná, Robert J. — Kaschau. 1879
21Soll hauptsächlich als Reparateur tätig gewesen sein.
23Scheffler, Louis, bezeichnet sich als »Musikwarenfabrikant« und hat sein Geschäft in Bukarest
25Scheib, Franz. — Szabadka. 1865
26Er stammte aus Budapest und war ein Schüler von Schweitzer.
28Scheinert, Christoph. — Berlin. 1895
29Erfinder eines Vibrierhammers für Streichinstrumente.
31Scheinlein, Georg Michael. — Langenfeld bei Neustadt an der Aisch. 1820
32Wahrscheinlich ein Sohn von Joh. Mich. Sch. Eine Geige von ihm mit gedrucktem Zettel besitzt C. Stoeber in Würzburg.
33Geigenzettel: Georg Michael Scheinlein / in Langenfeld prope Nürnberg 1820 (gedruckt).
35Scheinlein, Johann Michael. — Langenfeld bei Neustadt an der Aisch. Geb. 1751, † n. 1794
36Dritter Sohn und Schüler von Matthäus Friedr. Sch., der ihn schon im zwölften Jahre streng zur Arbeit anhielt, auf seinen Reisen nach Tirol usw. mitnahm und in die besten Geigenmacherwerkstätten führte, damit er dort noch etwas Neues lernen konnte. Er übertraf seinen Vater sowohl in der Genauigkeit seiner Arbeit, als auch an Verständnis und arbeitete seit 1780 nach dem größten Stainermodell. Er nahm die Wölbung jedoch etwas flacher und erzielte einen vollen und angenehmen Ton. Er war schon bei Lebzeiten sehr geschätzt und erhielt für eine Violine vier Louisdor. Vgl. die von ihm selbst herrührenden Angaben in Gerbers Lexikon.
37Geigenzettel: J. M. Scheinlein fecit Langenfeld / prope Nürnberg Ao 1780 (gedruckt).
39Scheinlein, Matthäus Friedrich. — Langenfeld bei Neustadt an der Aisch. Geb. 1710, † 1771
40Er war ursprünglich Musiker, tüchtiger Violinist und Harfenspieler und begann zunächst mit der Herstellung von Harfen. Seine sog. Davidsharfen waren bald sehr beliebt. Da er gleichzeitig einen Geigenhandel betrieb, kam es von selbst, daß man ihm auch Geigen zur Reparatur brachte. Er wagte sich daran, und als ihm einmal gelungen war, einer alten Geige eine neue Decke zu machen, fand er Geschmack an der Geigenmacherei; er reiste nach Mittenwald, um einzukaufen und bei dieser Gelegenheit den dortigen Meistern ihre Kunst »abzusehen«. Er mußte jedoch mehrmals die Reise wiederholen, ehe es ihm gelang, ein zufriedenstellendes Instrument zu machen. Erinnern seine ersten Instrumente noch an seine Tiroler Vorbilder, so zeigen seine späteren und besseren Geigen ein originelles Modell. Der Ton seiner Geigen ist gut und in der Höhe scharf; nur hat er sie im ganzen zu schwach gemacht. Er hinterließ sechs Kinder, von denen nur sein dritter Sohn die väterliche Kunst fortsetzte. Eine gute Violine von ihm besitzt K. Friedrich in Posen.
41Geigenzettel: Abb. 671.
43Schelle (Schell), Sebastian. — Nürnberg. 1700. 1745
44Schüler und vielleicht Schwiegersohn von Math. Hummel; der bedeutendste Nürnberger Lauten- und Geigenmacher seiner Zeit. Baron sagt von ihm in seiner Untersuchung des Instruments der Lauten (S. 97): »M. Hummel ist ein Lehrmeister des … Schelle gewesen, welcher bey ihm so viel gutes profitirt, dass er sich mit seiner bewährten Arbeit so wohl in Italien, Frankreich, Ober- und Nieder-Teutschland und andern cultivirten Theilen von Europa schon sehr signalisirt hat. Seine Lauten sind öfters so wohl gerathen, dass diejenigen Meister, welche sie von ihm um einen billigen Preiss bekommen, schon bissweilen das Glück gehabt haben, wenn sie dieselben vorhero ein wenig ausgespielt, an Kenner und Liebhaber theils vor hundert theils vor sechzig bis siebentzig Reichsthaler wieder anzubringen. Seine Instrumente sind von mittelmässigen Stock, fast vor Jedermanns Faust, haben eine schöne und accurate Proportion am Gebäude und Saitenlage, sind flach, breitspanicht, länglicht und werffen den Thon weit in die Ferne. Er hat einen grossen Vorrath von allerley raren, trucknen und schönen Holtze, das sich zu Instrumenten am besten schickt und kann man sich seiner mit guten Success bedienen.« — Eine Arbeit von ihm besitzt das städtische Museum

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