Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 450

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

55 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 446. See the scan on archive.org.

1Schilter, Franz Meinrad. — Am Sattel (Kanton Schwyz). 1829
2Wahrscheinlich ein Autodidakt, dessen Geigen jedoch ganz gut sind. Er verwendete gutes Holz und einen gelbroten Lack. Sein Patron erinnert an das große Guarnerimodell; die Wölbung ist ziemlich hoch und eigenartig, man könnte sagen »geschwollen«, der Rand ist ebenfalls hoch und die Einlage sauber gemacht. Seine Geigen klingen gut.
3Geigenzettel: Franz Meinrad Schilter / am Sattel / 1829 / Kanton Schwyz (gedruckt).
5Schimansky s. Szimański
7Schlegel, Elias. — Altenburg. 1730
8Ein Instrumentenmacher, der außer Lauten auch Harfen und Tasteninstrumente gemacht hat.
10Schlicht, O., lebt in Chicago
12Schlick, W. — Dresden. 1830. 1860
13Ein tüchtiger Musiker (kgl. Kammermusikus), der sich aus Liebhaberei dem Geigenmachen zuwandte und es darin zu großer Fertigkeit brachte. Auch er suchte unablässig das »Geheimnis des italienischen Geigenlacks« zu ergründen und durchforschte zu diesem Zwecke die italienischen Archive, ohne jedoch zu einem Ergebnis zu kommen. Glücklicher war er in der Auffindung von gutem Holz. Er betrieb das Geigenmachen als Kunst, und als ihm ein reicher Mann das Geld zur Begründung einer Geigenfabrik anbot, lehnte er ab, weil man »Kunstwerke« nicht fabrikmäßig herstellen könne.
14Geigenzettel: Abb. 720.
16Schlimbach, Johann Kaspar. — Königshofen im Grabfelde. Geb. 3. Januar 1820
17Ein Orgelbauer, der in seinen Mußestunden auch Gitarren gemacht hat. Eine solche besitzt die staatl. Sammlung in Berlin (Nr. 656). — Näheres über die Orgelbauerfamilie Schlimbach teilt Georg Kinsky in seinem trefflichen Katalog des Kölner Musikhistorischen Museums mit (Bd. I S. 261).
19Schlosser, Carl, lebt als Geigenmacher in Zwota i. S. Vor 1900 waren dort auch ein Ferdinand und ein Friedr. Schlosser ansässig. Ein Chr. Fr. Schlosser lebte von 1856—1864 in Mittenwalde
21Schlosser, Emil. — Rehna i. Mecklenburg. 1880
22Ein Uhrmacher, der Geigen »flickte«; seine Arbeit ist dilettantisch.
24Schlosser, Hermann. — Erlbach
25Die Londoner Firma G. Foucher brachte seit ungefähr 1895 seine Geigen in den englischen Handel.
27Schlosser, Klingenthal
28Dieser Familie gehören an:
30Schlosser, Eduard, arbeitet noch als Geigenmacher
32Schlosser, Ferdinand, war um 1830—1845 tätig und tüchtig in seinem Fache
34Schlosser, Friedrich, wird nach 1750 und noch 1754 als Geigenmacher erwähnt
36Schlosser, Johann Christian. — 1738. 1773
37Fleißiger Geigenmacher, der bei einem Hopf oder Pfretzschner gelernt zu haben scheint. Er verwandte meist recht gutes Holz; die Einlage ist sauber, die Ecken sind sehr spitz, die F-Löcher ein wenig steif.
38Geigenzettel: Iohann Christian Schlosser, violin / macher in Klingenthal. 1738 (gedruckt).
40Schlosser, Johann Georg
41Er wird 1761 erwähnt und war wahrscheinlich der Sohn und Nachfolger Johann Christ. Schls. und vielleicht der Besitzer des Brandstempels; * I * G * S * Die Geigen mit dieser Marke sind denen von Johann Christ. Schl. sehr ähnlich.
42Geigenzettel: Iohann Georg Schlosser, Violinmacher in Klingenthal. 17 . . (gedruckt).
44Schlüter. — Barntrupp. 1840. 1890
45Eine Geigenmacherfamilie, die durch drei Generationen ihrem Berufe treu blieb und für ihre Geigen im ganzen Lippeschen Kreis stets dankbare Abnehmer fand.
47Schmahl, Carl. — Regensburg. † 1815
48Er wird von Mettenleiter in seiner Musikgeschichte der Stadt Regensburg als »Orgel- und Instrumentenmacher« bezeichnet. Sein Reparaturzettel findet sich manchmal in Streichinstrumenten, es ist aber ungewiß, ob er auch neue Geigen gemacht hat. Er war unverheiratet und scheint in jungen Jahren gestorben zu sein.
50Schmalzried, Paul. — Ulm. Geb. 12. August 1872 in Welzheim (Württemberg)
51Ein bekannter Maler und Professor, der sich lange mit der Theorie des Geigenbaus beschäftigt hat, aber erst in seinem 40. Lebensjahr begann, selbst Geigen zu machen. Seitdem hat er über 30 Violinen in allen Teilen eigenhändig und mit selbst angefertigten Werkzeugen gebaut, die sowohl durch ihren edlen vollen Ton als leichte Ansprache überraschen. Er arbeitet nach einem eigenen, an Stradivari erinnernden Modell unter besonderer Berücksichtigung des spezifischen Gewichts von Decke und Boden. Er verwendet einen nach eigenem Rezept hergestellten Öllack in allen Schattierungen, der alle Merkmale eines guten Geigenlacks aufweist. Außer seinem Zettel verwendet er eine Brandmarke auf dem Zäpfchen mit seinem Monogramm.
52Geigenzettel: P. Schmalzried / Ulm a/D 19 . .
54Schmelz, Otto, lebt in Ingolstadt und ist dort Stegmaiers Nachfolger

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