Scan 453
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1er 1806 nach Karlsbad kam, wurde er dort der Reformator des ganzen Musikwesens der Badeanstalt und hat sich unvergessene Verdienste erworben. Er leitete die Brunnenmusik als Direktor, bis 1835, da ihn Krankheit nötigte, sein Amt niederzulegen. Als Geigenmacher war er Autodidakt. Schon mit 14 Jahren begann er Geigen zu reparieren, und im Jahre 1819 machte er seine erste neue Violine. Von da an beschäftigte er sich eifrig mit dem Geigenmachen und hat mehr als 250 neue Geigen gemacht, von denen die meisten nach Norddeutschland gingen. Seine Arbeit ist im ganzen recht gut, der Ton weich und voll; selbst Paganini lobte Joh. Schmits Geigen. Vgl. D. Rudolf Mannl: Karlsbad in medizinischer, topographischer und gesellschaftlicher Beziehung. 3. Aufl. Karlsbad 1857. In der Sterbematrikel wird sein Name Schmied geschrieben; er selbst schrieb sich jedoch stets Schmit.
3Geigenzettel: Abb. 725.
5Schnabl, Eduard. — Gossengrün i. B. 1900
6Geigenmacher der Gegenwart.
7Geigenzettel: Eduard Schnabl / Streichinstrumentenmacher / Gossengrün b. Falkenau i/B. (blau gedruckt).
9Schnabel, Josef und Simon, arbeiten beide als Geigenmacher in Schönbach b. E.
10Schnarchendorff, Daniel. — Berlin. 1848
11Einer der unbedeutendsten Berliner Instrumentenmacher aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.
12Geigenzettel: Daniel Schnarchendorff / Instrumentenmacher / in Berlin 1848 (gedruckt).
14Schnebele (Schnebler), Jacob. — Landshut. 1568. 1573
15Ein Lautenmacher aus dem Gefolge des musikliebenden Prinzen, nachmaligen Herzogs Wilhelm V. von Bayern, der mit seiner jungen Gattin Renata von Lothringen auf der Trausnitz bei Landshut Hof hielt. Die Hofzahlamtsrechnung von 1573 führt auf: »Dem Jacob, Lautemacher hier, so die Laute Ihrer fürstl. Gnaden (Herzogin Renata) gebessert, so der Bär in des Welschen Christels1) Kammer zerbrochen. Macherlohn 1 fl. 30 kr.« Weiter heißt es in dieser Rechnung: »Jacob Schnebler (am anderen Ort: »Jakob Schnebele Lautenmacher«) erhält für Arbeit 1 fl. 20 × r., ferner 30 × r.« Als Wilhelms Hofhaltung 1579 auf der Trausnitz aufhörte, dürfte Schnebele auch Landshut verlassen haben. Das Landshuter Museum besitzt ein kleines Kupferbild des »Testut- und Baßchordenmaisters Jakobus Schnebele A. D. 1573«.
17Schneidenbach, Georg Adam. — Klingenthal. 1787. 1799
18Wenig bekannter, aber sehr sorgfältiger Geigenmacher, der der Innung als Meister angehörte. In W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln befindet sich eine braungelb lackierte Doppelvioline von ihm mit einem gemeinsamen Boden (Nr. 895).
201) Wohl ein Franzose oder Lothringer des Gefolges.
21v. Lütgendorff, Geigen- und Lautenmacher. Bd. II
23Schneider, Anton Joseph. — (Mark-)Neukirchen. 1810
24Vermutlich aus Klingenthal stammend. Seine Arbeiten zeigten das »Hopfmodell«.
26Schneider, Christian Friedrich. — Klingenthal. 1769
27Sohn von Johann Caspar Schn. Es gibt gute Orchestergeigen von ihm; seine Zettel klebte er gewöhnlich an versteckte Stellen an den Zargen, die nur gesehen werden können, wenn die Decke abgenommen wird.
29Schneider, Christoph Carl. — Klingenthal. 1769. 1789
30Bruder von Christian Friedr. Schn., mit dem er die Werkstatt geteilt zu haben scheint. Sein Modell erinnert an die Arbeiten der »Hopf«; äußerlich sehen seine Geigen gut aus, sind aber im Innern sehr unsauber durchgeführt, ohne Bereifung, oft auch ohne Eckklötzen.
31Geigenzettel: Carl Schneider, Violinmacher in Klingenthal 1777 (gedruckt).
33Schneider, F. Edmund. — Stockholm
34Ein Musiker, der alte Geigen ausbesserte und sich 1894 als Instrumentenmacher in Stockholm niederließ.
36Schneider, Johann Caspar. — Klingenthal. 1748
37Geigen von ihm sollen noch vorkommen. Es wird von ihm erzählt, daß er nur im Winter Geigen gemacht habe, die er dann im Sommer von Markt zu Markt ziehend verkaufte.
39Schneider, Johann Michael. — Schreit (?)
40Aus der Sammlung Snoeck befindet sich in Berlin eine Quinterne (Nr. 330). Als Wohnort gibt Snoecks Katalog Schreit an; der Ort ist auf der Karte nicht zu finden und dürfte wohl falsch gelesen sein.
42Schneider, N. — Klingenthal. 1880. 1890
43Ihm verdankt Klingenthal zum guten Teil das Wiederaufblühen seiner Geigenindustrie, die im Laufe des 19. Jahrhunderts durch die Fabrikation anderer Musikinstrumente sehr gelitten hatte.
45Schnell, Bonifacius. — 1782 (?)
46In einer nicht ungeschickt gemachten Geige fand sich der nicht mehr ganz leserliche Zettel, der der Schrift nach dem Anfang des 19. Jahrhunderts angehören könnte. Vermutlich war die Geige die Arbeit eines Mönchs.
47Geigenzettel: … Bonifacius Schnell, Prof … / in Monasterio Theres. me fec(it) / … 82 … 58. … (geschrieben).
49Schnettner, Oskar Max. — Markneukirchen. Geb. 3. Oktober 1870
50Ein Geigenmacher, der nur kurze Zeit in Markneukirchen ansässig war.
Makers on this page
- Schnabl, Eduard
- Schneidenbach, Georg Adam
- Schneider, Christoph Carl
- Schnell, Bonifacius
- Schnettner, Oskar Max
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