Scan 457
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1dem Gehalt eines Sängers angestellt und hatte für sämtliche Instrumente, auch Pfeifen, zu sorgen. Ob er ein Schüler seines Vaters oder seines Stiefvaters Hans Thanner war, ist ungewiß. Er heiratete am 9. November 1589 Anna, die Tochter des Jörg Steck.
3Schott, Carl Friedr. — Hamburg
4Wurde als Instrumentenmacher am 11. Dezember 1789 Bürger.
6Schott, Konrad. — Stuttgart. 1584. 1636
7Er arbeitete für die Hofkapelle, die im Jahre 1504 vier Zithern von ihm erwarb. Auch für den Herzog Friedrich von Württemberg mußte er eine Zither anfertigen, für die ihm 6 fl bezahlt wurden. Er hat also zweifels- ohne Saiteninstrumente gebaut; in den Urkunden wird er aber gewöhnlich nur als der »blinde Orgelmacher« bezeichnet und erhielt als solcher wiederholt ein Leibgeding von 20—44 Gulden.
9Schott, Martin. — Prag. 1680. 1682
10Seiner Arbeit nach scheint er in seinen Wanderjahren auch in Italien gewesen zu sein; namentlich werden seine Theorben, die er nach römischen Vorbildern machte, geschätzt. Baron hebt ihn in seiner Untersuchung des Instruments des Lauten (S. 96) besonders hervor: »Doch ist … auch daselbst (in Prag) einer, Martin Schott genannt, wegen der Romanischen Theorben, die er vortrefflich nachgemacht, sehr berühmt gewesen.«
12Schovánek, Wenzel. — Geb. um 1859, Schüler von Jos. Metelka, † 1879 als Soldat während der Okkupation der Herzegowina
14Schrader, G. Adolf L. — Bremen. 1870. 1902
15Ein nicht ungeschickter Geigenmacher und tüchtiger Wiederhersteller alter Geigen, der von 1870—1901 als Leiter der Geigenmacherwerkstatt der Instrumentenfabrik A. E. Fischer in Bremen angestellt war. Er hat dort viele Violinen, Violen und Violoncelli gemacht und schwierige Reparaturen ausgeführt, so an Prof. Davidoffs kostbarem Stradivari-Violoncell. Er lebt jetzt von einer Invalidenrente.
17Schrage, Theodor. — Berlin. 1913. 1920
18Er war als vortrefflicher Reparateur lange bei Aug. Hermann & Söhne tätig, fand aber auch mit seinen neuen Geigen, die er gerne nach Vuillaume baut, vielseitige Anerkennung. Er gilt als vorzüglicher Kenner der alten Meister.
20Schramm, Johann Gott(fried?). — Gotha. 1805. † um 1850
21Da er als Geigenmacher sein Auskommen nicht fand, wurde er — Theaterdiener. Er war nicht ungeschickt und als Reparateur vielbeschäftigt. Seine neuen Geigen sind freilich nur mittelmäßig, doch erfreute er sich als Bogenmacher eines besonderen Rufes. Ein Schrammscher Bogen wurde s. Z. mit einem Dukaten bezahlt. Geigenzettel: Joh: Gott. Schramm / Anno 1809 in Gotha (geschrieben).
23Schrammen? (Schramm), ein von Trautmann erwähnter Münchener Lautenmacher des 16. Jahrhunderts
25Schreck, Rudolph. — Berlin. 1725
26Einer der ältesten nachweisbaren Geigenmacher Berlins. Arbeiten von ihm habe ich nicht erfragen können. Geigenzettel: Rudolf Schreck Violin- / macher in Berlin 1725 (gedruckt).
28Schree (Schnee?), J. G. — Leipzig
29Eine Gitarre mit Wirbelbrett in Lyraform mit diesem Namen besitzt die staatl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin.
31Schreiber, Anton. — Hamburg. Geb. am 6. September 1891 zu Schönbach b. Eger
32Schüler von Anton Hoyer, arbeitete als Gehilfe in Hannover, dann bei Louis in Saarbrücken und G. Winterling in Hamburg. Hierauf ging er nach Wien zu Dr. Tomastick und von da nach Budapest zu Robert Laumann. Der Krieg unterbrach seine Tätigkeit, er machte den Feldzug mit und arbeitete auch nach dem Friedensschluß wieder bei Laumann, bis er Gelegenheit fand, gemeinsam mit dem Geigenbaumeister Anton Lugert das in bestem Ruf stehende Geschäft von G. Winterling in Hamburg zu kaufen, das beide am 1. November 1920 übernahmen, und beide haben durch gediegene Arbeit sich als die berufensten Nachfolger ihres früheren Meisters erwiesen.
34Schreiber, Philipp. — Antwerpen. 1903
35Schüler (und Schwager) von Holm Viertel. Als Gehilfe arbeitete er u. a. drei Jahre lang bei J. W. Briggs in Glasgow und ließ sich 1902 in Antwerpen nieder. Geigenzettel: Fait par Ph. Schreiber / Anvers. L’an 19 . . (gedruckt).
37Schroeder, J. G. — New York. Geb. 1870 in Neuhaus (Hannover)
38Er ging, tüchtig vorgebildet, erst in reiferen Jahren zum Geigenbau über, suchte bei den besten amerikanischen Meistern Unterweisung und eignete sich im Laufe der Zeit eine besondere Handfertigkeit an. Nachdem er mit allen tauglichen amerikanischen Hölzern interessante Versuche gemacht hatte, kam er doch zu der Überzeugung, daß diese nicht geeignet seien, die tiroler Fichte und ungarischen Ahorn zu ersetzen, geschweige denn zu verdrängen. Als Virtuose auf der Gitarre legte er auch großen Wert auf die Vervollkommnung dieses Instruments, und seine Gitarren und Mandolinen zeichnen sich ebenso durch schöne Arbeit als vollen Klang aus.
40Schröder, J. H. — St. Petersburg. 1820
41Ein Lautenmacher, der namentlich gute Gitarren baute. Er wohnte Gartenstraße Nr. 21.
43Schrott (Schrot), Jakob. — Innsbruck. Geb. 1805 in Innsbruck, † das. 3. Juli 1843
44Er war gelernter Tischler. Da er seine Zulassung als Meister nicht durchsetzen konnte, verlegte er sich auf
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