Scan 463
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
52 lines. Read by computer on 3 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 459. See the scan on archive.org.
1Schwehrer (Schwerer), Anton. — Fünfkirchen.
2Geb. um 1855, † um 1895
3Schüler von W. J. Schunda; ein talentvoller Geigenmacher, der leider kaum 40 Jahre alt starb.
5Schweiger (Schweigger), Jos. — Stadtamhof bei Regensburg. 1798. 1830
6Er war Kunstschreiner, Orgelbauer und Harfenmacher, der unter anderem sehr gute Lyragitarren machte. Eine vortreffliche, mit schönen Schnitzereien versehene Hakenharfe von ihm befindet sich in W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln, eine ähnliche im Bachhaus zu Eisenach und eine Lyragitarre von eleganter Ausführung bei Rob. Leibbrand in Berlin. Es soll Arbeiten von ihm geben, die das durch Umstellen der Buchstaben entstandene Pseudonym Schwerig (Schweirigg) tragen. one of two readings
7Er war Kunstschreiner, Orgelbauer und Harfenmacher, der unter anderem sehr gute Lyragitarren machte. Eine vortreffliche, mit schönen Schnitzereien versehene Hakenharfe von ihm befindet sich in W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln, eine ähnliche im Bachhaus zu Eisenach und eine Lyragitarre von eleganter Ausführung bei Rob. Leibbrand in Berlin. Es soll Arbeiten von ihm geben, die das durch Umstellen der Buchstaben entstandene Pseudonym Schwerig (Schwerigg) tragen. one of two readings
8Geigenzettel: Joseph Schweiger / Instrumentenmacher/ in Stadtamhof / bey Regensburg 18 . . (gedruckt).
10Schweigl (Schwaigl), Franz Xaver. — Wien.
11Geb. 1804, † 9. Oktober 1834
12Schüler von Martin Stoß. — Jedenfalls ein naher Verwandter jenes Ignaz Schweigl, der 1785 eine Violinschule herausgab, die 1794 in zweiter Auflage erschien1). Er wohnte als Lauten- und Geigenmacher in der Vorstadt St. Ulrich Nr. 70 und legte am 4. August 1831 den Bürgereid ab. Da er nur 30 Jahre alt wurde und nur drei Jahre selbständig war, hat er nicht allzuviel Arbeiten hinterlassen können. Besonders tüchtig war er als Violoncellomacher; er kam darin seinem Lehrmeister so nahe, daß die meisten seiner Violoncelli heute als Arbeiten von M. Stoß verkauft werden. Nach seinem Tode wurde sein Zettel von Hofmann, Hamberger usw. in allerlei minderwertige Geigen geklebt, weshalb sein Name unverdienterweise alle Geltung verloren hat.
13Geigenzettel: Franciscus Xav. Schweigl / fecit Viennæ Anno 1831 (gedruckt). one of two readings
14Geigenzettel: Franciscus Xav. Schweigl / fecit Viennae Anno 1831 (gedruckt). one of two readings
16Schweins, Johann. — Darmstadt. Anfang des 19. Jahrhunderts
17Lauten- und Klaviermacher. Gitarren kommen noch oft von ihm vor, ebenso große Lauten.
18Geigenzettel: Johann Schweins / in Darmstadt / verfertigt alle Arten von Guitarren / aufrechtstehende Flügel, Fortepiano (gedruckt).
20Schweitzer, Johann Baptist. — Budapest. Geb. um 1790 in Wien, † 1865 in Budapest
21Schüler von Franz Geissenhof. Im Jahre 1825 ließ er sich in Pest nieder, wo er bald als der beste Meister seines Faches galt und namentlich als Violoncello- macher berühmt wurde. Er kam seinem Lehrer sehr nahe, verstand es trefflich, die Italiener zu kopieren, und ahmte vornehmlich das Amatimodell nach. Seine Arbeit ist in allen Teilen sorgfältig, das Holz sehr schön; nur sein Lack ist weniger gut, obwohl er sich sein Leben lang mit Versuchen plagte, den italienischen Lack herauszubringen. In seiner Villa am Schwabenberge hatte er sich ein ganzes Laboratorium eingerichtet und verbrachte dort alle seine Mußestunden. In frischem Zustande soll der Lack ganz gut ausgesehen haben, er verblaßte aber mit der Zeit und nur unter Griffbrett und Saitenhalter sieht man noch die ursprüngliche rotbraune Farbe. Seine Arbeiten sind heute ihres guten Tones wegen so gesucht, daß in Markneukirchen seine Arbeit nachgeahmt und mit seinem Zettel versehen (meist mit der unsinnigen Jahreszahl 1813) ausgeboten wird. Er verwendete sehr verschiedene Zettel; viele davon tragen den Vermerk: »fecit ad formam Hieronymi Amati« oder »ad formam Antonii Stradivarii«. Seine Violoncelli sind meist nach Santo Seraphin gebaut. W. Th. Jaura entdeckte auch das Original, das ihm zum Muster diente, in dem noch jetzt zu lesen ist: »Dieses Cello ist Eigentum von Ladislaus Freiherrn von Pirkher, Erzbischof von Erlau. Repariert von Joh. Bapt. Schweitzer in Pesth 1829«. Sehr verdienstvoll war er auch als Lehrmeister; zu seinen besten Schülern gehören Gab. Lemböck und Anton Sitt. Sein langjähriger Gehilfe Thomas Zach wurde sein Nachfolger, der das Geschäft nach 15 Jahren an J. Schunda verkaufte.
22Geigenzettel: Abb. 730 und 759.
24Schwerigg s. Schweiger
26Sconvelt s. Schönfeld
28Scoppio, Francesco. — Ende des 19. Jahrh.
29Italienischer Geigenmacher unserer Zeit.
31Scoti, Antonio. — Mailand. 1733. 1747
32Eine Mandoline von ihm aus dem Jahre 1723 befindet sich im städtischen Museum in Braunschweig; eine große Mandora (Griff mit Elfenbein und Perlmutter ausgelegt) besitzt die Sammlung der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.
33Geigenzettel: Antonio Scoti / Milano 1747 (gedruckt).
35Scott, Joseph. — Newmarket. 19. Jahrhundert
36Seine Geigen sind sauber gearbeitet.
38Scotto. — Verona. 1511
39Ein Geigen- und Violenmacher, den Valdrighi (2909) erwähnt.
41Scrinarius s. F. E. S.
43Scrosati s. Serasati
45Sebastian, Carl. — Hamburg
46Am 26. Januar 1798 wurde er als »Instrumentenmacher« Bürger von Hamburg.
48Secchi, Eliseo. — Carate-Brianza. 1891
49Mandolen- und Mandolinenmacher vom Ende des 19. Jahrhunderts. Eine Cistre von ihm befand sich in der Sammlung C. C. Snoecks.
511) Bemerkenswert durch eine darin enthaltene Anleitung, mit Flageolettönen zu spielen.
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