Scan 465
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Segizo (Segisso), Girolamo Maria. — Modena.
2Geb. 1503, † 15. November 1553
3Ein modenesischer Instrumentenmacher, der wahrscheinlich auch Lauten gemacht hat. Er starb durch einen Sturz vom Pferde. (Valdrighi 2916.)
5Seidel. — Markneukirchen
6Als Geigenmacher gehören dieser Familie an:
8Seidel, Carl Friedrich Wilh. Bernhard. — Geb. 21. Juli 1868, hat eine Zeitlang in Hannover gearbeitet
10Seidel, Christian Friedrich. — Klingenthal.
11Geb. um 1817. 1840
12Wahrscheinlich Sohn von Joh. Gottlob S. Er ließ sich in Klingenthal nieder und arbeitete nicht ungeschickt nach einem flachgewölbten Modell. Seine Böden sind meist aus einem Stück, manchmal auch die Decke. Die F-Löcher lassen zu wünschen übrig; die Schnecke scheint S., wie seine meisten Zeitgenossen im Vogtland, nicht selbst gemacht zu haben.
13Geigenzettel: Christian Friedrich Seidel / in Klingenthal 1840 (geschrieben).
15Seidel, Christian Wilhelm. — Geb. 10. April 1815
16Sohn und Schüler Joh. Gottlob Seidels. Seine Lehr- und Studienjahre währten von 1829—1844. Im letztgenannten Jahre machte er sich in seiner Vaterstadt selbständig, indem er das väterliche Geschäft übernahm. Er arbeitete nach verschiedenen italienischen und deutschen Modellen und ward namentlich durch sein eigenes Modell »Seidels Geigen« bekannt. Diese Geigen haben gutes Holz, guten, meist gelben Lack, ansprechende Form, hübsche Schnecke und infolge der sauberen Arbeit auch guten Ton. Auf dem Boden findet sich die Brandmarke: * Seidel *. Er setzte sich 1889 zur Ruhe und feierte 1898 in voller körperlicher Frische sein 60jähriges Bürgerjubiläum.
18Seidel, Heinrich Alexander. — Geb. 8. Januar 1852
20Seidel, Heinrich Robert. — Geb. 29. Dez. 1859
21Schüler seines Vetters Christian Wilhelm S., bei dem er am 2. April 1873 in die Lehre trat. Nachdem er in mehreren Werkstätten als Gehilfe gearbeitet hatte, machte er sich im März 1884 selbständig und trat ein Jahr später in die Innung ein. Er arbeitet unter anderem nach dem Seidelmodell. Auch sein Sohn wurde Geigenmacher.
23Seidel, Johann Georg. — Geb. 26. Februar 1760, † 22. Dezember 1813
24Sohn und Schüler von Johann Michael II S. Seine Geigen, die die Brandmarke I. G. S. tragen, kommen nicht gerade selten vor. Er hat viele gewöhnliche Schulgeigen, aber auch einzelne bessere Instrumente gemacht.
26Seidel, Johann Gottlob. — Geb. 26. Januar 1788, † 14. Februar 1868
27Schüler seines Vaters Johann Georg S. In seinen jüngeren Jahren arbeitete er nach dem üblichen Vogtländer Modell; später ist das Bestreben erkennbar, italienische Vorbilder nachzuahmen. Wenn er auch keine Meisterwerke schuf, gehören seine Geigen doch in der Regel zu den besseren. Einen Zettel hat er nur selten einge klebt.
29Seidel (Seydel), Johann Michael I. — Geb. 1702, † 28. November 1754
30Er wurde am 23. November 1723 Meister und Bürger, war ein fleißiger Geigenmacher und hatte manchmal einen ziemlich guten Lack von gelblicher Farbe, unter dem das Holz nur sehr wenig gebeizt erscheint. Er erreichte ein Alter von 52 Jahren 7 Monaten und 19 Tagen.
32Seidel, Johann Michael II. — Geb. 1731, † 28. Februar 1810
33Jüngerer Sohn und Schüler seines gleichnamigen Vaters. Er wurde am 13. Juni 1753 Meister, übernahm schon im darauffolgenden Jahre die Werkstatt seines Vaters und arbeitete ganz in dessen Art weiter. Er wurde 79 Jahre weniger 3 Monate und 4 Tage alt.
35Seidel, Ehrhard. — Oldenburg i. Gr. 1850. † 1893
36Ein Instrumentenmacher, der sich auch mit der Herstellung von Geigen beschäftigte, ohne darin Besonderes zu leisten.
38Seidel, Paul. — Berlin. † 1. Juni 1915
39Ein talentvoller Geigenmacher, der als treuer Mitarbeiter bei Emil Pliverics Gelegenheit hatte, seine Geschicklichkeit zu beweisen. Sein Heldentod auf einem russischen Schlachtfeld entriß ihn vorzeitig seiner Kunst.
41Seifert (Seiffert), Georg. — Marburg (Hessen). 1850. 1880
42Er stammte aus Gersfeld und arbeitete sauber nach Guarneri. Er war vielleicht ein Schüler von Kaudetzky. Apoth. E. Meisner in München-Nymphenburg besitzt eine gute Viola von ihm mit braunem Lack und doppelter Einlage. Die Schnecke ist etwas flach, aber sauber gearbeitet. In einer seiner Geigen liest man: In usum Dom. Wolff Music. Dir. Univers. lit. / fecit Georgius Seifert, Gersfeldensis / Marpurgi anno 1877 (gedruckt).
44Seifert, Otto. — Berlin. Geb. 23. Dezember 1866 zu Markneukirchen i. S.
45Im Jahre 1880 trat er bei Albin Brückner in die Lehre, arbeitete dann als Gehilfe bei Heckel in Dresden und von 1885—1886 bei David Bittner in Wien, 1887 bei Rieger in München. Später arbeitete er noch in Frankfurt a. O. und Berlin usw., machte sich Ende 1896 in Berlin selbständig und betreibt als Spezialität den Ba
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