Scan 473
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
36 lines. Read by computer on 3 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 469. See the scan on archive.org.
110 Uhr auf den Weg nach Innsbruck und war, ohne daß seine Abwesenheit bemerkt worden war, am anderen Abend rechtzeitig wieder bei seiner Kartenpartie. Er legte so einen Weg von etwa 70 km zu Fuß zurück, und das noch in einem Alter von 60 Jahren.
3Simone dal Liuto. — Brescia. 1580. 1592
4Er wird mehrfach als Verkäufer von Lauten und Geigen erwähnt, die er wohl auch selbst angefertigt haben dürfte. Es liegt nahe, ihn mit jenem Simone Semola zu identifizieren, von dem Sekretär G. Endres in Fürth eine Geige besitzt mit dem Zettel: Simone Semola fecit Bresciae 1592 / De onore tutti li Sannti (gedruckt).
6Simonet, Étienne. — Mons. 1730
7Ein wenig bekannter belgischer Geigenmacher, von dem sich ein Violoncello aus der Snoeckschen Sammlung in Berlin befindet.
8Geigenzettel: Fait par Étienne Simonet / à Mons, 1730 (gedruckt).
10Simonetta s. Raynaldi
11Simonin, Charles. — Mirecourt, Genf, Toulouse. Geb. um 1815 in Mirecourt, lebte noch 1875
12Vielleicht der Sohn eines gleichnamigen Mirecourter Meisters und Enkel eines 1750—1766 vorkommenden Michel S. Schüler von J. B. Vuillaume und später einer von dessen geschicktesten Gehilfen. Nachdem er sich verheiratet hatte, arbeitete er eine Zeitlang für sich in Mirecourt, begründete 1841 sein Geschäft in Genf und siedelte 1849 im September nach Toulouse über. Er gehört zu den besseren Mirecourtern, arbeitete u. a. nach Gius. Guarneri und wurde auf allen von ihm beschickten Ausstellungen ausgezeichnet. Der Lack ist gewöhnlich von rötlicher Farbe, das Holz gut, wenn auch nicht immer besonders schön.
13Geigenzettel: Réparé par Ch. Simonin / luthier à Toulouse / élève de M. Veuillaume (sic) de Paris (gedruckt). — Charles Simonin / à Mirecourt (gedruckt).
15Simonis, Loretto (Soretto oder Dorello?). — Mantua. 1800
16Der Zettel, namentlich der Vorname, ist schwer zu entziffern. E. Gärtner besitzt eine Violine mit diesem Namen, im Modell an Andreas Guarneri erinnernd, mit tiefgestochener Schnecke und kastanienbraunem Lack. Die Violine, die im Aussehen in der Mitte zwischen den Arbeiten der Klotzschule und der Cremoneser Schule liegt, stammt aus einer württembergischen Kirche.
18Simoutre, Nicolas. — Mirecourt, Metz. Geb. 1788 in Mirecourt, † 1870 in Metz
19Schüler von Nicolas Lupot in Paris. Im Jahre 1817 begründete er seine Werkstatt in Mirecourt. Da er ein tüchtiger Meister war, hatte er bald einen Zulauf der talentvollsten Gehilfen, von denen die Brüder Vuillaume und Mougenot hervorgehoben werden müssen. In den ersten Jahren seiner Selbständigkeit machte er meist Gitarren für Pariser und ausländische Häuser, seit 1838 aber nur mehr Violinen. Anfangs der vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts siedelte er nach Metz über, wo er während der Belagerung starb. Er war ungemein fleißig und hat an tausend Violinen und Violoncelli gemacht. Er bevorzugte ein großes Patron und kopierte alle Meister, hauptsächlich aber Stradivari und Guarneri. Sein Holz ist gut, aber selten schön; auch sein Spirituslack ist nicht besonders zu loben. one of two readings
20Schüler von Nicolas Lupot in Paris. Im Jahre 1817 begründete er seine Werkstatt in Mirecourt. Da er ein tüchtiger Meister war, hatte er bald einen Zulauf der talentvollsten Gehilfen, von denen die Brüder Vuillaume und Mougenot hervorgehoben werden müssen. In den ersten Jahren seiner Selbständigkeit machte er meist Gitarren für Pariser und ausländische Häuser, seit 1838 aber nur mehr Violinen. Anfangs der vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts siedelte er nach Metz über, wo er während der Belagerung starb. Er war ungemien fleißig und hat an tausend Violinen und Violoncelli gemacht. Er bevorzugte ein großes Patron und kopierte alle Meister, hauptsächlich aber Stradivari und Guarneri. Sein Holz ist gut, aber selten schön; auch sein Spirituslack ist nicht besonders zu loben. one of two readings
21Geigenzettel: Abb. 679.
23Simoutre, Nicolas Eugène. — Basel, Paris. Geb. in Mirecourt 19. April 1839, † im Januar 1908 in Genf
24Sohn und Schüler von Nicolas S. Nachdem er 1852 bei Darche, 1856 bei Roth in Straßburg gearbeitet hatte, zog er 1859 nach Basel, wo er unter der Protektion von His-Burkhardt seine eigene Werkstatt eröffnete und um 1862, unter der Leitung seines Bruders ein Zweiggeschäft in Mülhausen, das jedoch nicht allzulange bestand. Er wurde bald in weiten Kreisen als tüchtiger Meister geschätzt. Im Jahre 1890 siedelte er nach Paris über und wohnte erst in der Rue de l’Echiquier Nr. 38. Er machte allerlei Erfindungen, die er auch in kleinen Broschüren beschrieb. Die hauptsächlichste davon besteht übrigens nur in dem Ausfüttern zu schwach gemachter Geigen; als Neuerung konnte man lediglich den Umstand bezeichnen, daß er zur Bodenfütterung Fichtenholz verwendet und die Unterlaghölzer nicht nach den Jahren einsetzt, sondern sich kreuzen läßt. Er nennt dies »harmonisches Unterlagholz«. Er ist ein gebildeter und denkender Künstler, der mehrfach literarisch aufgetreten ist und u. a. zu Ritters Erfindung der Viola alta (in Le Monde musical) Stellung nahm. Jetzt ist sein Sohn Schüler und Erbe seines Geschäftes.
25Geigenzettel: Abb. 686, 712, 713.
27Simpson, J(ames ?). — London. 1790
28Sohn von John Simpson und Teilhaber des Geschäftes seines Vaters.
30Simpson, J(ohn?). — London. 1785. 1794
31Ursprünglich führte er sein Geschäft allein, später zusammen mit seinem Sohne J(ames?). Es ist fraglich, ob die Geigen, die ihren Zettel tragen und meist sehr fabrikmäßig hergestellt sind, wirklich von ihnen gemacht wurden. In der Arbeit sind ihre Geigen gut und erinnern an deutschen Stil oder erinnern an ein Amati-modell; die Schnecke ist dünn und armselig, die Eingräge fehlt und der Lack ist dunkelorangegelb. Sie hießen James und John, wie aber der Vater und wie der Sohn? Eine viersaitige Altviola di Gamba von ihnen besitzt C. Claudius in Kopenhagen.
32Geigenzettel: J. & J. Simpson / Musical Instrument Makers / At the Bass Viol & Flute / in Sweeting's Alleye/ Opposite the East Door of the Royal Exchange / London (gedruckt).
34Simpson, Thomas. — Birmingham. 1909. 1912
35Guter Reparateur und Bogenmacher.
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- Simonet, Étienne
- Simonin, Charles
- Simonis, Loretto (Soretto oder Dorello?)
- Simoutre, Nicolas
- Simoutre, Nicolas Eugène
- Simpson, J(ames ?)
- Simpson, J(ohn?)
- Simpson, Thomas
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