Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 479

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

43 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 475. See the scan on archive.org.

1Spells, Johan. — Styra. 1825
2Ein skandinavischer Geigenmacher, dessen Violinen manchmal nicht schlecht sind.
4Spengler, Georg, kommt 1678 in (Mark-)Neukirchen vor
6Spetel (Spedel, Spöttl), Matthias. — Füssen. 1625. 1626
7Seine Familie dürfte ihren Namen von dem Hofe Spöttl, der zwischen Weißensee und Gunzenberg liegt, abgeleitet haben. Matthias Sp. wurde am 20. August 1625 in die Lautenmacherzunft aufgenommen; er muß einen guten Ruf gehabt haben, da er selbst die Stuttgarter Hofkapelle zu seinen Kunden zählte.
9Spicer, John. — London. 1667
10Wenig hervorragender Lauten- und Violenmacher, der Russell Street, Crown Court wohnte, und von dem bisher nur eine Arbeit bekannt geworden ist. Vielleicht ein in London eingewanderter Holländer (Spyker); noch um 1824 soll ein William Spicer gelebt haben, von dem man Violoncelli kennt.
12Geigenzettel: John Spicer. In Crown Court / In Rvssell Street 1667 — His / Half Penny [mit Krone] (gedruckt).
14Spidlen, Franz. — Moskau, Prag. Geb. 1867 in Böhmen
15Talentvoller Schüler von Metelka und Vitáček. Im Jahre 1894 ließ er sich in Kiew in Rußland als Geigenmacher nieder. Nach E. Salzards Tode übernahm er dessen Werkstatt in Moskau, wo er Geigenmacher des Konservatoriums war. Im Jahre 1909 siedelte er aus Gesundheitsrücksichten nach Prag über. Er arbeitet sehr sauber; besonders schön ist immer der Boden seiner Geigen. Seine Moskauer Werkstatt übernahm sein Neffe Vitáček. Er besitzt bereits verschiedene Ausstellungsmedaillen, darunter solche aus Prag 1895, Kiew 1897 und Paris 1900. Er ahmt das Stradivari- und Guarnerimodell nach, verwendet einen bräunlichen Öllack und bringt auf dem Boden seiner Arbeiten seinen Namen durch Brandstempel an.
17Spiegel, Johann. — Budapest. Geb. 1876 in Ödenburg
18Schüler von Pilát, später von W. J. Schunda. Er hat sich 1898 selbständig gemacht und bevorzugt das Guarnerimodell.
20Geigenzettel: Spiegel János / Budapest 1912 (geschr.).
22Spilman, Dorigo. — Padua 1591
23Ein Linarolo nahestehender Meister wahrscheinlich deutscher Abstammung. Prof. Dr. Julius v. Schlosser teilt in seinem ausgezeichneten Katalog der Wiener Sammlung alter Musikinstrumente aus dem handschriftlichen Inventar der Ambrasersammlung des trefflichen Primisser von 1788 (Vol. III, 1333, Nr. 8) die Beschreibung einer leider verlorengegangenen Taschengeige von Dorigo Spilman mit: »Ein gar hüb- sches Tanzmeistergeiglein mit einem schlanken Leibe von braunem Holz mit vergoldeten Strichen nebst einem Bogen von Doricus Spilman in Padova 1591,« Damit wird erfreulicherweise die Zeit und der Wohnort dieses alten Meisters festgestellt, von dem ich doch noch annehme, daß er auch in Venedig tätig war. Erhalten ist von ihm außer dem Bogen der Taschengeige nur ein sehr frühes Violoncello in der Wiener Sammlung (C. 111). Ob »Spilman« der angestammte Familienname oder aus der Berufsbezeichnung Spilman (= Musiker) entstanden ist, lasse ich dahingestellt.
24Geigenzettel: Dorigo Spilman (geschrieben).
26Spiß, Johann. — Zell a. Ziller (Tirol). Geb. um 1805, † nach 1861
27Von Hause aus Tischler und Drechsler, kam er durch seine Musikliebe dazu, sich mit dem Bau von Musikinstrumenten zu beschäftigen. Er hatte Geschick zu allerlei Hantierungen und brachte es durch Fleiß und fortgesetztes Studieren guter Geigen dazu, Beachtenswertes auch als Geigenmacher zu leisten. Dr. Fr. Waldner erzählt von ihm in seinen Nachrichten über Tiroler Lauten- und Geigenbauer, daß er seiner Liebe für den Musikinstrumentenbau — er machte außer Geigen auch Zithern, Gitarren und selbst Flöten und Klarnetten — seine wirtschaftliche Existenz zum Opfer brachte und schließlich als Schleifer durch das Land zog. Eine schöne Geige von ihm von 1847 besitzt das Kloster Fiecht, eine minder gute aus dem Beginn seiner Tätigkeit als Geigenbauer das Innsbrucker Museum.
28Geigenzettel: Johann Spiß zu Zell am Ziller / in Tiroll 1847 (geschrieben).
30Spöllner s. Spalner
32Sprague, Amos D., hat ein Geigengeschäft in Chicago
34Spranger, Carl Wilhelm. — Klingenthal. 1772
35Vielleicht ein Sohn von Johann Gabriel Spr. Einer der weniger bekannten vogtländischen Meister seiner Zeit.
37Spranger, Johann Gabriel. — Schöneck, Klingenthal. 1734. 1764
38Der 1764 in Klingenthal vorkommende Meister lebte nach dem gedruckten Zettel einer gut gewölbten, gelb lackierten Geige (im Besitze von G. Siefert in Leipzig) 1734 in Schöneck.
39Geigenzettel: Johann Gabriel Spranger / Violinmacher in Schoeneck / me fecit Anno 1734 (gedruckt).
41Sprenger, Adolf. — Stuttgart. Geb. 24. Nov. 1872 in Neu-Ulm (Bayern)
42Schüler seines Vaters Anton Spr., ging nach beendigter Lehrzeit erst für ein Jahr zu Zach nach Wien (1892), von da nach New York, arbeitete in Philadelphia vom Jahre 1893 an bei Charles F. Albert und 1896 in Chicago. Nach seiner Rückkehr übernahm er (1897) das Geschäft seines Vaters, das er in gleicher Weise fortführt; auch er macht neue Geigen und Violoncelli

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