Scan 488
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Stegmaier, F. — Ingolstadt. 1852
2Er war Blech- und Streichinstrumentenmacher und Händler und hat wohl nur Reparaturen ausgeführt. Sein Nachfolger ist O. Schmelz.
4Stehelin, Bernhard. — Füssen. Um 1580
5Ein aus den Jahren 1589—1594 stammendes Verzeichnis der Musikinstrumente der Stuttgarter Hofkapelle führt eine von ihm gekaufte dreiundzwanzig-saitige Laute aus Ahornholz an.
7Stehelin (Stehele), Hans. — Füssen. 1603.
81612. † 17. Mai 1655 (?)
9Er war Bürger, heiratete am 21. Juli 1603 die Maria Brait und war Mitglied der Lautenmacherzunft. Ob er mit dem im Jahre 1655 verstorbenen Träger seines Namens identisch ist, kann nicht sicher behauptet werden.
11Stehelin, Jakob. — Straßburg. Um 1594
12Vielleicht ein Bruder von Jonas St. Er ist nur durch eine im Inventar der Stuttgarter Hofkapelle aufgezählte »Laute mit 15 Saiten von Pflaumenbaumen Holz mit weißen Reifen« bekannt.
14Stehelin, Jonas. — Straßburg. 1582. 1602
15Er war aus Füssen eingewandert, erwarb nach dem im Straßburger Stadtarchiv aufbewahrten Bürgerbuch (III. 378) am 3. Januar 1582 das Straßburger Bürgerrecht und mußte, da die Lautenmacher dort keine eigene Zunft hatten, sich der Zimmerleutezunft anschließen. Er scheint sich in Straßburg verheiratet zu haben, doch läßt sich das nicht feststellen, da das Kirchenbuch für die in Betracht kommenden Jahre bei den Heiraten eine Lücke aufweist. Man weiß daher nur, daß die Frau den Namen Ursula führte. In den Taufbüchern der Neuen Kirche sind in den Jahren 1594—1602 fünf Kinder von ihm eingetragen, und noch heute kommt der Name Stehelin im Elsaß vor. Die Zunftbücher können auch keinen näheren Aufschluß über ihn geben, da die ältesten erhaltenen erst viel später beginnen. Arbeiten von ihm kommen noch mehrfach vor und beweisen, daß er ein sehr tüchtiger Meister war. Eine gute Knickhalslaute aus 17 Elfenbeinspänen vom Jahre 1594 besitzt Fritz Wildhagen in Halensee b. Berlin, eine andere aus Ebenholz und Elfenbein befindet sich im Kölner Musikhistorischen Museum (Nr. 494).
16Geigenzettel: Jonas Stehelin / in Argentina 1594 (geschrieben).
18Stehelin, Mathias. — Hausen an der Fils. 1585
19Vielleicht der Vater von Bernhard und Jonas St. Er verkaufte im Jahre 1585 Lautenmacherwerkzeug, darunter »Hohlnepper« (Bohrer) an Baisch nach Stuttgart und hat damals vermutlich seine Werkstatt aufgegeben, um nach Füssen zurückzukehren.
21Stehle, J. — Odessa. 1870
22Auf seinen Zetteln nennt er sich Geigenmacher, doch scheint er nur als Reparateur tätig gewesen zu sein.
23Geigenzettel: J. Stehle / Geigenmacher / Odessa. 1870 / (gedruckt).
25Stehlík, Johann. — Budapest. 1915
26Arbeiten von ihm sind mir noch nicht bekannt geworden.
28Stehlík, Ludwig. — Budapest. 1908
29Er wohnte József-Körút 71 und empfahl sich als Reparateur und Geigenhändler.
31Steif, Martin, arbeitet als Geigenmacher in Steingrub b. E.
33Stein. — Markneukirchen. 1845. 1852
34Ein kleiner, aber geschickter Geigenmacher, der freilich nur billige Geigen gemacht hat.
36Stein, Heinrich. — Preßburg
37Er stammte aus Augsburg und erwarb am 2. Oktober 1810 als Saiten- und Blasinstrumentenmacher das Bürgerrecht auf dem Preßburger Schloßgrund. Es soll gute Gitarren von ihm geben.
39Stein, Johann Georg. — Berlstedt (Sachs.-Weim.) ? 1753
40In einer Laute mit diesem Namen, der vielleicht unvollständig ist und Steiner heißen dürfte, ist der Wohnort »Berlstaedt« zu lesen. Andere wollen »Bernstadt« lesen. In Bernstadt in Sachsen kommt jedoch zwischen 1750 bis 1760 der Name gar nicht vor, und in Bernstadt in Schlesien ist um die genannte Zeit nur ein Erbmüller Johann Christian Stein, aber kein Lautenmacher nachzuweisen. Welcher Ort kann also mit Berlstaedt allenfalls noch gemeint sein?
42Steinbrinck, Joh. Andr. Ant. — Hamburg. 1792
43Ein Instrumentenmacher, der am 27. April 1792 Bürger wurde.
45Steiner, Johannes Anton. — (Mark-)Neukirchen? 1760. 1773
46Sehr gewöhnliche Vogtländer Arbeit und unschönes Modell; trotzdem wird auf den Zetteln Cremona als Ursprungsort fingiert.
47Geigenzettel: Johannes Anton Steiner / Musikus-Instrumentalis / Caresp. Cremona 1760 (geschrieben).
49Steiner, Johann Georg Joseph. — 1604
50Th. Kurth besitzt eine gute Violine, derer Umrisse, F-Löcher und Schnecke sowie die Wölbung dem bekannten Modell Jak. Stainers entsprechen, mit dem geschriebenen Zettel: Johann Georg Joseph Steiner / Violin et Lauden Mager / Anno 1604. Wenn die Violine von Tiroler Herkunft ist — wofür der Zettel nicht gerade spricht —, könnte man in diesem Steiner einen Verwandten Jakob Stainers vermuten, wahrscheinlich gehört er aber zu derselben Familie wie Johann Georg Stein (s. diesen).
52Steiner, Johann Joseph. — (Mark-)Neukirchen? 1774. 1792
53Wahrscheinlich ein Sohn von Johannes Anton St. Seine Arbeit ist ebenso wertlos. Er gibt Mittenwald — oder,
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- Stegmaier, F.
- Stehelin, Jonas
- Stehle, J.
- Stehlík, Johann
- Stehlík, Ludwig
- Steiner, Johannes Anton
- Steiner, Johann Georg Joseph
- Steiner, Johann Joseph
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