Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 493

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

44 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 489. See the scan on archive.org.

1Stöhr, Karl. — Graz. 1910
2Schüler von Joh. Stübiger und Nachfolger von G. Hansch. Er arbeitete sorgfältig nach Stradivari und hätte es sicher zu gutem Ruf gebracht, wenn er nicht schon, kaum 30 Jahre alt, gestorben wäre.
4Stöß, Andreas. — Mittenwald. 1786
5Geschickter Geigenmacher der Klotzschule, wahrscheinlich zur Familie Stoß gehörend.
6Geigenzettel: Andreas Stöß in Mittenwaldt 1786 (geschrieben).
8Stössel, Georg. — Köln a. Rh. Geb. 1. Mai 1867 in Würzburg
9Die ersten Anleitungen im Geigenbau erhielt er von Fr. Wittstadt in Würzburg. Er kam dann zu David Bittner und Ignaz Bucher, hauptsächlich zu Jos. Hamberger nach Wien, denen er seine künstlerische Ausbildung im Geigenbau verdankt. Hierauf arbeitete er in Budapest und Agram und begab sich im Jahre 1889 nach Italien, besuchte Cremona und alle Glanzstätten des italienischen Geigenbaues. Nachdem er dann noch in Zürich und Mittenwald seine Kenntnisse bereichert, berief ihn Hörlein nach Würzburg, bei dem er vorzugsweise Ritterbratschen baute. Im Jahre 1900 machte er sich in Köln selbständig. Seine Arbeit ist ungemein sorgfältig; er ist ein Meister in der Imitation und in der Wiederherstellung alter Geigen. Eine sehr interessante Arbeit von ihm ist eine prachtvoll ausgeführte Gambe, die als Schoßgeige gespielt, im Orchester an Stelle des Violoncellos treten kann. Das Instrument, das er für seinen eigenen Gebrauch gebaut hat, hat eine Mensur von 57 1/2 cm und eine schwingende Länge von 40 cm; obere Deckenbreite 31 cm, Zargenhöhe 82 mm, Boden, Zargen und Schnecke sind aus schönem Rosenholz gearbeitet, reich eingelegt mit Bein, Ebenholz und Messing. Unter dem Griffbrett befinden sich 12 Aliquotssaiten. Der Ton des Instruments, das auch das Familienwappen des Erbauers trägt, ist gesangreich und voll und hat eine an das Harmonium erinnernde Klangfarbe.
10Geigenzettel: Abb. 716.
12Stolzenberg (Stoltzenberg), H. B. — Lüneburg. 1699. 1715
13Ein tüchtiger Meister, der in Hamburg gelernt haben könnte. Eine Taschengeige mit Löwenköpfchen von ihm besitzt das dänische Volksmuseum in Kopenhagen.
15Storch, Georg. — Danzig. Anfang des 18. Jahrh.
16P. de Wit veröffentlicht seinen Zettel, von dem die obere Hälfte zu fehlen scheint. Arbeiten von ihm kenne ich nicht.
17Geigenzettel: Georgen Storch zu Dantzigk (gedruckt).
19Storch, Gregor s. Karg
21Storch, Ignaz. — Wolfersdorf. 1868
22Wenn die Geige, in der sich sein geschriebener Zettel befand, nicht Vogtländer Arbeit war, wie ich vermute, besaß er eine gewisse Handgeschicklichkeit.
23Geigenzettel: Ignaz Storch in / Wolfersdorf 1868 (geschrieben).
25Storch, Stefan. — Mertendorf i. B. Geb. 21. Januar 1868
26Schüler von Bernhard Pötzl. Er ist Streich- und Blasinstrumentenmacher und begründete 1895 sein Geschäft.
28Storck, Georg Dietrich. — Straßburg i. E. Geb. um 1742, † nach 1800
29Er wurde 1770 in die Zunft aufgenommen und war mit Salome Schnitzler verheiratet. Im Bevölkerungsregister von 1796 heißt es von ihm, daß er 54 Jahre alt und Vater von zwei Söhnen und einer Tochter sei. Seine Geigen sind von sehr gewöhnlicher Arbeit.
30Geigenzettel: Abb. 680.
32Storck, Johannes Friedrich. — Augsburg. 1750. 1780
33Er dürfte aus Straßburg stammen und ist nach Piegendorfer von 1750—1780 in Augsburg nachweisbar. Er arbeitete nach dem Stainermodell und verwendete gutes Holz und verschiedenartigen Lack. Am besten gelangen ihm Violen, deren Ton recht gut ist, während seine Violinen in dieser Beziehung zu wünschen übriglassen. Sein Reparaturzettel von 1764 findet sich in der Fuggerschen Laute von Sixtus Rauwolf.
34Geigenzettel: Abb. 737.
36Storck, Johann Friedrich. — Straßburg i. E. 1766
37Ein Lauten- und Geigenmacher dieses Namens wurde 1766 in die Zunft aufgenommen, ist aber nicht weiter nachweisbar. Es wird angenommen, daß er fortgezogen oder bald gestorben sein müsse. — Meiner Ansicht nach liegt es am nächsten, ihn für einen Bruder Georg Dietrich und Johann Reinhart St.s zu halten und mit dem Augsburger Meister zu identifizieren. Die Brüder mögen ihn veranlaßt haben, heimzukehren, doch die Überzeugung, in Augsburg ein besseres Feld der Tätigkeit zu besitzen, bestimmte ihn dann bald, dorthin zurückzuwandern.
39Storck, Johann Reinhart. — Straßburg. 1766. † um 1785
40Wohl ein Enkel Johann Valentin St.s. Er hatte das Ladenschild »Au concert de cigognes« und wohnte bei der Rabenbrücke. Er nannte sich »facteur d'instruments de musique« und veröffentlichte 1784 ein Preisverzeichnis, das jetzt als ein wertvolles Dokument für die damaligen Preise der Musikinstrumente gelten darf. Er wurde 1766 in die Zunft aufgenommen und gehörte ihr bis 1785 an. Sein Zettel ist dem von Georg Dietrich St., dessen Vater oder Bruder er gewesen sein dürfte, ähnlich.
42Storck, Johann Valentin. — Straßburg i. E. 1686
43Schwiegersohn von Joh. Kasp. Wolff; im Jahre 1686 wurde er in die Zunft aufgenommen und war ein geschickter Lautenmacher.

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