Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 526

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

50 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 522. See the scan on archive.org.

1Tononi, Carlo (Antonio). — Venedig (auch Rom?). 1721. 1768
2Wahrscheinlich ein Sohn von Carlo T. Man hat die Behauptung aufgestellt, daß der Bologneser und der Venezianer Carlo T. ein und dieselbe Person seien, da beide das gleiche Ladenschild »zur heil. Cäcilie« führten. Abgesehen davon, daß man ihm dann ein Lebensalter von mindestens 100 Jahren zubilligen müßte, unterscheidet sich auch die Arbeit des Venezianers sehr von der des in Bologna arbeitenden Meisters. Carlo Antonio T. ist wesentlich schwächer; er arbeitet nach Nic. Amati, erinnert aber auch an Stainer, dessen hohe Wölbung er wenigstens in der Decke nachgeahmt zu haben scheint; sein Orangelack ist dem von Serafino Santo, der wahrscheinlich sein Lehrer war, ähnlich; selbst die Brandmarke, die die Buchstaben hell auf dunklem Grunde erscheinen läßt, ist nach dem Vorbild Serafinos angefertigt, das Holz sehr verschieden, manchmal prachtvoll und oft recht gewöhnlich. Er brannte seinen Namen auch am Knopf des Saitenhalters ein. Gallay teilt einen Zettel von der zweiten Art aus dem Jahre 1768 mit, der den Zusatz enthält: »e dal 1728 defini di far prove e gl’ istruimenti principio«. Ernst Löwenfeld in Wien besitzt eine Violine von ihm vom Jahre 1726 mit dem beim Knopf des Saitenhalters eingebrannten Namen »Carlo Tonon«. Arbeit und Ton sind sehr gut.
3Geigenzettel: Carolus de Tononis / fecit Venetiis 17 . . (gedruckt). — Carolus Tononi Bonon, fecit / Venetiis sub titulo S. Ceciliae / anno 1739 (gedruckt) und Abb. 791 und 797.
5Tononi, Felice. — Bologna. 1670. 1710
6In seinen späteren Jahren arbeitete er mit seinem Sohne Giovanni (nach anderen: Guido) gemeinsam. Gediegene Arbeit, hochgewölbtes Modell, sehr guter, hellgelber oder gelbbrauner Lack. Besonders gut im Ton sind seine Violoncelli. Daß er auch in Rom gearbeitet hat, ist nicht erwiesen.
7Geigenzettel: Tononi di Bologna / fecit, anno 1670 (gedruckt). — Tononi di Bologna / fece anno 1681 (gedruckt).
9Tononi (»de Tunonis«), Giovanni. — Bologna (auch Venedig? Rom?). 1689. 1740
10Sohn von Felice T., den er aber in jeder Beziehung übertraf. Er arbeitete nach verschiedenen Modellen, besonders nach Nic. Amati; nur vergrößerte er das Patron. Am besten sind seine Violen und Violoncelli. Sein Lack ist meist hell braunrot oder gelb, aber immer sehr schön. In St. Petersburg befinden sich zwei vollkommen übereinstimmende Violoncelli von ihm aus den Jahren 1698 und 1699 (Korpuslänge 77,5 cm).
11Geigenzettel: Joannes de Tononis / fecit Venetiis 17 . . (gedruckt). — Ioannes de Tononis Fecit Bononiae / in Via Mamuli Anno 1699 (gedruckt) und Abb. 780.
13Tononi, Guido. — Bologna und Rom. 1690. 1760
14Wenn er wirklich existiert hat, dürfte er ein Bruder von Giovanni T. gewesen sein. Er soll nach Nic. Amati gearbeitet haben.
16Tononi, Pietro. — Bologna. 1713
17Ein Mitglied der Familie mit dem Vornamen Pietro wird zwar in der Literatur mehrfach erwähnt, es gelang mir jedoch nicht, eine echte Arbeit von ihm zu ermitteln.
18Geigenzettel: Pietro Tononi / me fecit Bologna 1713 (gedruckt).
20Toppani (Tappani), (Michel) Angelo (de). — Rom. 1735. 1750
21Einer der besseren römischen Geigenmacher seiner Zeit. Er verwendet ein hochgewölbtes Modell von stark geschwungenen Umrißlinien und steht im ganzen David Tecchler nahe. Sein Lack ist goldgelb, der Ton einschmeichelnd.
22Geigenzettel: Abb. 787.
24Toralba. — Florenz (?). 13. Jahrhundert
25Ein Lauten- und Zithernmacher, den ich bisher nur bei Valdrighi (4444) erwähnt gefunden habe.
27Torelli. — Verona. 1625
28Bei Vidal wird ein Geigen- oder Lautenmacher dieses Namens ohne nähere Angaben erwähnt. Da die Familie Torelli im 17. Jahrhundert in Verona ansässig war (wo 1667 der bekannte Maler Felice Torelli geboren wurde), ist wohl nicht zu zweifeln, daß Vidal den Namen richtig gelesen hatte.
30Toring (Torrin). — London. — Anfang des 19. Jahrhunderts
31Ein Violinspieler, der auch Geigen machte und namentlich Ausbesserungen vornahm.
33Torossi, Cesare. — Novara. 1841. 1846
34Wenig bekannter Geigenmacher des 19. Jahrhunderts.
35Geigenzettel: Cesare Torossi / in Novara, l’anno 1841 (gedruckt).
37Torrano. — Turin. 1700
38Er wird auch bei Valdrighi (3196 »Torranus«) erwähnt, ist aber wenig hervorgetreten.
40Torres, Jesus Maria. — Bogotá (Südamerika) Mandolinen- und Gitarrenmacher des 19. Jahrhunderts.
42Torresan, Antonio. — Crespano. Geb. 20. Sept. 1802, † 16. Sept. 1872
43In Anbetracht der billigen Preise, die er verlangte, sind seine Geigen recht gut zu nennen.
45Tortobello, Francesco. — Rom. 1680
46Dem Anscheine nach stand er unter dem Einflusse der Schule von Brescia.
48Tóth, János (Johann). — Szolnok, Budapest. Geb. 26. Mai 1875 in Magyarkanizsa
49Er machte seine Lehrjahre bei Budapester Geigenmachern durch, bei denen er sich die nötige Handgeschicklichkeit aneignete. Hervorragende Begabung

Makers on this page

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.