Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 528

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

44 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 524. See the scan on archive.org.

1Geigenmacherwerkstatt. 1897 siedelte er nach Berlin über. In De Wits Zeitschrift veröffentlichte er einen Aufsatz »Über das Geheimnis der Cremoneser Geigen« (1897) und nennt sich »Entdecker des Verfahrens der alten italienischen Geigenbauer«.
3Toussaint, Jean. — Hamburg. 1716
4Als »Instrumentenmacher« ist er am 21. Februar 1716 Bürger geworden.
6Trapani, Raffaele. — Neapel. 1800. 1826
7Er suchte nach einem neuen Modell, ohne daß es ihm gelungen wäre, etwas Besseres als seine Vorgänger zu finden. Die F-Löcher, die er spitz verlaufen läßt, sind geradezu häßlich. Die Arbeit ist im übrigen gut, das Patron groß, mit stark hervortretenden Ecken und guter Einlage. Der Lack ist ziemlich dick und von rotbrauner Farbe. Die Schnecke erinnert an die Brescianer Schule. Am besten sind vielleicht seine Violoncelli. Eine genauere Beschreibung einer Geige von ihm ist bei Vidal zu finden. F. S. Kandler schreibt von ihm in seinem Aufsatz über »Neapel im Jahre 1826« (Ztschr. f. d. musik. Welt, Bd. VI. Heft 24): »Meister Trapani (Strada S. Arniello) ist ein geschickter Mechaniker, der aber gegenwärtig seine ganze Aufmerksamkeit auf die Vervollkommnung eines erfundenen Mobile perpetuum gerichtet hat.«
8Geigenzettel: Raffaele Trapani / Napoli No. . (gedruckt).
10Trapp, Hermann. — Wildstein b. Eger. Geb. 27. April 1855 in Neukirchen b. Eger (Böhmen)
11Im Jahre 1880 begründete er seine Musikinstrumentenfirma, der er als tüchtiger Kaufmann eine große Ausdehnung zu verschaffen wußte.
13Třasny, Josef. — Schönbach b. E. Geb. 19. April 1825
14Schüler von Josef Placht und seit 1850 als Geigenmacher in Schönbach selbständig. Seine Arbeit wird gelobt.
16Trautner, Hans. — Ansbach. Geb. 27. März 1870 in Hof
17Er lebt seit 1892 in Ansbach, wo er bis 1907 als Barbier tätig war. Selbst Geiger, interessierte er sich frühzeitig für den Geigenbau und begann im Jahre 1898 als Autodidakt Geigen zu machen. Er ging dann auf 14 Tage nach Markneukirchen, um sich dort einige Handgriffe zeigen zu lassen. Er arbeitete rastlos weiter und hatte bis 1906 bereits 65 Violinen, 2 Violoncelli, mehrere Violen und einen Kontrabaß gebaut. Im Jahre 1907 gab er sein Barbiergeschäft auf und verlegte sich ganz auf den Geigenbau. In Nürnberg hatte er 1906 verschiedene Violinen, Violen und Violoncelli ausgestellt. Er baut nach keinem bestimmten Modell, entwirft sich die Umrisse selbst und wählt die Größe und die Wölbung nach eigenem Gutdünken.
19Tresselt
20Travniczek, Franz. — Brünn. Geb. 9. Sept. 1877 in Iglau
21Nachdem er seine Lehrzeit bei der Firma Gabr. Beer Söhne, wo er von den Geigenmachern Johann Prüller und Aug. Röselmüller ausgebildet wurde, abgeschlossen hatte, arbeitete er ein Jahr lang als Gehilfe bei dem Nachfolger Jacob Kliment. Hierauf genügte er seiner Militärpflicht, arbeitete dann noch in Wien und machte sich im Jahre 1902 in Brünn selbständig und übernahm zwei Jahre später Jos. Kliments Werkstatt. Er arbeitet nach Stradivari, Guarneri und Maggini und verwendet einen langsam trocknenden feurigen Öllack (rot und gelb) von guten Eigenschaften. Seine Arbeit sowohl im Neubau wie in der Wiederherstellung wird sehr gelobt, und 1907 und 1908 erhielt er in Wien und in Paris Ausstellungspreise.
22Geigenzettel: Franciscus Trawniczek / fecit Brunensis Anno 19 . . [in verzierter Umrahmung] (gedruckt).
24Tregellar, T. H. — Melbourne. 1888
25Ein Hufschmied, der in Melbourne eine von ihm aus Zinn verfertigte Geige ausgestellt hat.
27Treiber, Kaspar. — Mittenwald. Geb. 1863
28Sohn von Ludwig Tr. Ein sehr geschickter Lauten- und Gitarrenmacher. Er arbeitete mehrere Jahre in Rio de Janeiro, dann von 1900—1910 in Mittenwald und ging dann wieder in die Fremde.
30Treiber, Ludwig. — Mittenwald. 1830. 1874
31Ein mittelmäßiger Geigenmacher, dessen Arbeiten dunkel lackiert sind. Er wanderte von Ort zu Ort und flickte alte Geigen.
33Trentin, Gregorio. — Padua. — Geb. 1768 in Conselve (bei Padua), † 1854 in Padua
34Er war Cembalist und Instrumentenmacher. Er fing mit Gitarren, Lauten und Harfen an, ging aber frühzeitig zum Klavierbau über und erlangte erst auf diesem Gebiete seine eigentliche Bedeutung.
36Tresselt, Hans Adam. — (Groß-)Breitenbach. 1730
37Vater von Wolfgang Nikolaus Tr. und wohl auch dessen Lehrer.
39Tresselt, Johann Balthasar. — Großbreitenbach. 1739. 1750
40Arbeiten von ihm kommen mehrfach vor und verraten eine geschickte Hand.
42Tresselt, Johann Nikolaus. — Großbreitenbach. Geb. 8. Oktober 1702, † 1779
43Sohn von Theodor Tr. und von dessen Frau Elisabeth. Wahrscheinlich Schüler seines Vaters, dem er nahekam. Von seinem Leben ist nur bekannt, daß er mit Rebekka Rißland verheiratet war.

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