Scan 53
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Bodio, Gennaro. — Venedig. 1740
2Ein Meister dritten Ranges, von dem es jedoch einige gute Violinen gibt, die freilich ohne Eigenart sind.
4Bodio, Giambattista. — Venedig. 1790. 1832
5Vielleicht ein Sohn Gennaros und dessen Schüler. Ein tüchtiger, aber wenig bekannter Meister. Sein Lack ist für seine Zeit noch sehr gut. Pietro Val. Novello ist einer seiner Schüler gewesen. Ein Quartett von ihm aus dem Jahre 1813 besaß ein Antiquar in Korfu. Statt der Schnecke hatten die Instrumente am Wirbelkasten Widderköpfe, deren Hörner in Schneckenlinien verliefen. Der rötlich-gelbe Lack erinnerte an Gagliano.
6Geigenzettel: Gio: Battista Bodio fecit / Venezia. 1800 (gedruckt).
8Body, Otto. — Innsbruck. Geb. 1857 in Debreczin
9Im Alter von drei Jahren kam er mit seinen Eltern nach Bezau in Vorarlberg, erlernte in Mittenwald, dem Heimatort seiner Mutter, bei Johann Neuner den Geigenbau und kam als Gehilfe 1875 zu J. Gschwenter nach Innsbruck. Einige Jahre später machte er sich selbständig. Er baut hauptsächlich Zithern und Gitarren und repariert Geigen. Gegenwärtig arbeitet er zusammen mit seinem Sohne.
11Böck, Johann Georg. — Wölfelsdorf. 19. Jahrh.
12Vielleicht ein Schüler Ignatz Hoffmanns. Er hatte ein ungewöhnlich langes Modell mit wenig hervortretenden Ecken. Die F-Löcher sind groß und weit geschnitten, der Lack ist gelblich. Seine Arbeit ist gut, eigenartig und interessant. Eine schöne Geige von ihm besitzt Pfarrer Nürnberger in Kaditz bei Dresden.
13Geigenzettel: Johann George Böck, Lauten- / Geigen- und Harfenmacher in / Wölfelsdorf 18 . (gedruckt).
15Böcklin, Dr. Frhr. v. — Ruß (?). Um 1810
16Ein Musikliebhaber und Erfinder, der eine Tenorgeige »Tenorotta« erfunden hat, die größer als eine Bratsche war und um acht Töne tiefer als die Geige gestimmt wurde.
18Bögenholz, H. sen. — Detmold. Geb. 1834
19Ein Musiker, der auch Instrumentenmacher ist und seit 1874 und noch in seinem 83. Jahre Geigen gebaut hat.
20Geigenzettel: H. Bögenholz / Detmold 1880 (geschr.).
22Böhm, Franz. — Budapest. 1804. 1805
23Ein trefflicher Geigenmacher, dessen Werke jetzt vielfach mit italienischen Meisterzetteln versehen im Handel vorkommen sollen. Dr. J. Geyer erwähnt eine seiner Geigen, die mit einem Guadagninizettel versehen ist. Bei der Öffnung des Instruments fand man auf der Innenseite der Decke mit Bleistift die Inschrift »Verfertigt von Franz Böhm in Pesth 1804«.
24Geigenzettel: Franz Böhm Geigenmacher / in Pesth Anno 1804 (gedruckt).
26v. Lütgendorff, Geigen- und Lautenmacher. Bd. II
28Bøelandt, Johann Christian. — Klingenthal. 18. Jahrhundert
29Die Familie schreibt ihren Namen jetzt Pöhland. Geigen von ihm kommen nicht häufig vor und unterscheiden sich durch nichts von denen seiner Vogtländer Zeitgenossen.
30Geigenzettel: Iohann Christian Boelandt / Violinmacher in Klingenthal 17 . (gedruckt).
32Boelandt s. auch Pöhlandt
34Böllinger (Bollinger), Joseph. — Steyr. 1819
35Wahrscheinlich Schüler oder Mitschüler von Meinrad Frank, mit dessen Arbeit die seine ganz merkwürdig übereinstimmt.
36Geigenzettel: Joseph Böllinger fecit / Steyr. anno 1819 (gedruckt).
38Böningk, Johann Adolph. — Göhringen. (Göttingen?) 1664
39Bisher nur als Reparateur einer Laute des Straßburger Meisters Jonas Stehelin in W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln bekannt.
41Böß (oder Höß), Maximilian. — Wien. 1763. 1789
42Seinen Namen findet man nur selten in nicht besonders sorgfältig gebauten Instrumenten. Er scheint auch das Bürgerrecht nicht erworben zu haben, da er weder in den Steuer- noch in den Bürgerlisten vorkommt.
44Böttcher, Gottfried. — Altenroda. 1846
45Seiner Arbeit nach ein Dilettant.
46Geigenzettel: Réparé Gottfried / Böttcher in Altenroda / 1846 (geschrieben).
48Bofili (Bonfili), Salvadore. — Barcelona. 1738
49Soll Guarneri nachgeahmt haben; mir war jedoch nicht möglich, diese Angabe zu überprüfen.
51Bogaerde, Gisbert van den. — Antwerpen. Geb. in Gent
52Sohn von Josse v. d. B. Wurde 1558 in die Gilde, 1559 zum Bürger aufgenommen und ist nur als Clavecinmacher bekannt, hat aber, wie alle seine Berufsgenossen, auch Zithern und Lauten gebaut.
54Bogdanoffski, A. N. — St. Petersburg. 1880
55Seine Geigen sind handwerksmäßig gebaut; häufig fehlt ihnen Rand und Einlage. Statt der Lackierung zeigen sie eine Art Möbelpolitur.
56Geigenzettel: (Russischer Adler) A. N. Bogdanoffski / St. Petersburg.
58Bogdánovics, Stephan (István). — Budapest. 1865
59Ist nur kurze Zeit nachweisbar, soll aber recht geschickt gewesen sein.
60Geigenzettel: Készítette Bogdanovics István / Pesten 1865 (geschrieben).
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- Böllinger, Joseph
- Böß, Maximilian
- Böttcher, Gottfried
- Bofili, Salvadore
- Bogdánovics, Stephan (István)
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